Abschied von „Arche Noah“

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Die Asbestentfernung dauerte rund drei Wochen und ist nun abgeschlossen, somit hat der Abbruch des alten Kindergartens „Arche Noah“ an der Laubergasse 8 in Hattingen begonnen. Pfarrer Hansjörg Federmann (von links), Silvia Mahle, Leiterin des Familienzentrums, sowie Pfarrerin Birgit Crone schauten sich noch einmal auf dem Gelände um.
Hattingen: Arche Noah | Die Asbestentfernung durch eine Fachfirma dauerte rund drei Wochen an und ist nun abgeschlossen – somit hat inzwischen der Abbruch des alten Kindergartens „Arche Noah“ an der Laubergasse 8 in Hattingen begonnen. Je nach Wetterlage soll das Gebäude mit rund 300 Quadratmetern Fläche schon innerhalb der nächsten 14 Tage komplett rückgebaut werden.
Pfarrerin Birgit Crone und Pfarrer Hansjörg Federmann ist bewusst, wie schmerzlich dieser Abschied für viele Menschen ist. Besonders traurig stimmt, dass mit der Asbestentsorgung das Spielmaterial und Inventar der Einrichtung, aber auch alle gebastelten und gemalten Kunstwerke der Kinder und pädagogische Materialien der Erzieherinnen aufgegeben werden mussten, die sich in den Räumen befanden. Vieles davon war mit asbesthaltigem Staub in Berührung gekommen und wäre nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu reinigen gewesen.
Nun ist der Asbest raus, alles wurde fachgerecht entsorgt. „An dieser Stelle gehen wir auf Nummer sicher“, sagt Pfarrerin Birgit Crone. „Kein auch nur eventuell belastetes Stück wird weiterverwendet – die Gesundheit der Kinder und Mitarbeitenden hat hier für uns absolute Priorität, auch wenn es um manche Stücke schade ist.“

Auch das Gebäude selbst verschwinden zu sehen, fällt vielen nicht leicht. „Sicher entsprachen die Räumlichkeiten nach 50 Jahren nicht mehr den Wünschen an eine moderne Kindertagesstätte“, sagt Pfarrer Hansjörg Federmann. „Aber der Bau, der vom Grundriss über die Bullaugenfenster bis zu den Tierornamenten vom Thema ,Arche Noah‘ geprägt war, war schon ein liebenswertes Original.“ In fünfzig Jahren haben Generationen von Blankensteiner Kindern hier glückliche Tage verbracht, manche haben später als Eltern selbst ihre Sprösslinge hierher begleitet. Wenn so ein Kindheitsort verschwindet, weckt das viele Erinnerungen.
Sie sollen auch in Zukunft ihren Platz haben. Deshalb ruft rufen Federmann und Crone gemeinsam mit Silvia Mahle, der Leiterin des Familienzentrums, dazu auf, in Alben und Schränken auf die Suche nach Fotos und anderen Erinnerungsstücken an den alten Kindergarten zu gehen. Sie sollen – im Original oder als Kopie – zu einem kleinen Buch zusammengestellt werden. In den Räumen im katholischen Gemeindehaus an der Vidumestraße 22, wo die Kinder derzeit untergebracht sind, werden sie gern entgegengenommen (Tel. 32763).

Übrigens: Wie sich beim Rückbau des Gebäudes zeigte, wurden damals bei der Errichtung auch Zeitungen als Dämm-Material verwandt. „Wir haben Ausgaben aus dem Jahr 1964 in den Wänden gefunden“, informiert der Pfarrer.
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 02.10.2015 | 18:38  
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