Besinnliches von Hansjörg Federmann: "Mach‘s wie die Engel"

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Pfarrer Hansjörg Federmann, Ev. Kirchengemeinde Welper-Blankenstein
Jetzt ist die Zeit des Singens. Alle Hattinger Chöre glänzen mit ihren Adventskonzerten und viele Menschen hören gerne zu. Denn die menschliche Stimme, als Solo oder in der Harmonie eines Chores gesungen, berührt uns – besonders, wenn man sie live erlebt.
Andere singen selbst – mit ihren Kindern oder Enkelkindern. Oder sie singen ganz für sich, weil sie ein Weihnachtslied im Kopf haben, das da seit Kindertagen eingeprägt ist. Es braucht nicht viel, um es wieder zu wecken.
Im Advent und an Weihnachten können wir spüren, wie gut Singen tut, es schlägt tatsächlich eine besondere Saite unserer Seele an. Diese Zeit lockert unsere Hemmungen, die eigene Stimme klingen zu lassen – und das ist ein Glück.
„Ist, als ob Engelein singen wieder von Frieden und Freud“ heißt es in einem der bekanntesten Weihnachtslieder und tatsächlich – da tönt etwas Himmlisches durch. Singen ist ein Geschenk, das wir mit den Engeln teilen.
Die ältesten Lieder der Menschheit sind Gebete. Worte bekommen eine besondere Kraft, wenn sie nicht nur gesprochen, sondern gesungen werden.
Das hat man früh entdeckt und mit Gott in Verbindung gebracht. „Wer singt, betet zweifach“ hat auf diesem Erfahrungshintergrund Augustinus, ein weiser Lehrer der frühen Kirche, gesagt.
Tatsächlich können wir im Singen spüren, dass wir mit Gott und unseren Mitmenschen verbunden sind. Wo einer den Ton des anderen aufnimmt, wo ein gemeinsamer Klang entsteht, erleben wir etwas von der Harmonie, zu der wir als Menschen von Gott bestimmt sind. Und manchmal spüren wir, dass unser Leben eine Resonanz der großen Melodie Gottes ist, die in uns klingt – von ihm her und auf ihn zu.
Deshalb haben die Engel auf den Feldern gesungen: Um uns Menschen an diesen Klang zu erinnern.
Mach‘s wie sie – und sing.

Eine wohlklingende Adventszeit wünscht Ihnen
Ihr
Pfarrer Hansjörg Federmann,
Ev. Kirchengemeinde Welper-Blankenstein
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