Ein Dorf trotzt dem Regen

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Das fünfköpfige Fahrerteam mit drei Seifenkisten belegte bei der Prämierung der schönsten Seifenkisten den zweiten Platz. Von links: Tom Rische, Tomas und Noak Wenner, Aaron Sorg, Ben Rische und Adrian Obernbaak. Fotos: Holger Groß
Hattingen: Elfringhausen |

In Elfringhausen war die Sau los, oder besser gesagt: ein Frischling. Einsam lag das kleine Wildschwein am Rande des 52. Heimatfestes auf einer Weide. Jäger und Bauern kümmerten sich rührend um das Tier, das nun in seinem neuen Zuhause mit der Flasche großgezogen wird.

Der Frischling war allerdings nur eine kleine Episode am Rande des großen Dorffestes. Und die Feiergemeinde ließ sich auch von den schaurigen Witterungsbedingungen nicht einschüchtern. Unter dem überdimensionalen blau-weißen Regenschirm wurde gegessen, getrunken, geklönt oder der Band "Da Capo" aus Wuppertal gelauscht. Auch der traditionelle Gottesdienst am Sonntag war prächtig besucht.
Ein Programmpunkt fiel aber buchstäblich ins Wasser: Wegen Unfallgefahr wurde das mit Spannung erwartete Seifenkistenrennen abgesagt. Dabei war die Strecke mit Strohballen und mit Schaumstoff gefüllten Säcken gut gesichert worden. Eine professionelle Zeitmessung mit Lichtschranke wurde installiert.
Das Wetter hielt, so dass die Rennstrecke augenscheinlich nicht zu nass war. In den Vorläufen hatten die jungen Rennfahrer in ihren selbstgebauten Kisten allerdings ein wenig zu viel Ehrgeiz entwickelt. Es kam zu kleineren Unfällen, bei denen allerdings niemand von den Fahrern ernsthaft zu Schaden kam.
Dennoch wurde das Hauptrennen aus Sicherheitsgründen abgesagt. Stattdessen wurden die Fahrerteams und Rennstallleiter mit ihren Boliden vorgestellt, und die schönsten Seifenkisten wurden prämiert.
Beim 53. Elfringhauser Heimatfest im kommenden Jahr soll aber auf jeden Fall wieder ein Seifenkistenrennen stattfinden. Und die Veranstalter werden demnächst darüber nachdenken, wie sie die Rennstrecke noch sicherer machen können. Dieser Frischling lag einsam auf der Weide neben der Seifenkisten-Rennstrecke. Jäger und Bauern fanden ein neues Zuhause für das Tier.
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