Feuer- und Rettungswache: modern und pünktlich fertig

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Das ist der spätere Haupteingang des Löschzugs Hattingen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr. Im Vordergrund und um die Gebäudeecke herum entstehen beleuchtete Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher. alle Fotos: Römer
 
Auch hier im Innenhof werden Parkplätze entstehen bis zu einer Absperrung, die diesen Bereich von dem der Feuerwehr trennt, wo beispielsweise Fahrzeugpflege und andere Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Dort befinden sich auch die rückwärtigen Einfahrten zur Fahrzeughalle.
 
(v.l.) Feuerwehrchef Jürgen Rabenschlag, sein Stellvertreter Thomas Gerk, Bauleiter Fabian Stratmann und Tomas Stanke mit Blick auf den künftigen Haupteingang zur Wache.

Hier noch einmal der Bericht vom Mai 2013 aus dem STADTSPIEGEL Hattingen, als die jetzt in Betrieb genommene Feuer- und Rettungswache am Wildhagen noch ein Rohbau war. Schon damals durfte der STADTSPIEGEL einen Blick auf und in die Baustelle nehmen. Interessant ist vor allem auch ein vergleich der beiden Fotogalerien!

Allein die nackten Zahlen sind beeindruckend: 6.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, 28.800 Kubikmeter umbauter Raum, zwei Geschosse, 111 mal 23 Meter Haupt-Gebäudegröße, 61 mal 13 Meter Werkstätten und Lager. Die im Werden begriffene neue Hauptfeuer- und Rettungswache am Wildhagen ist fürwahr ein großes Projekt – und notwendig.

Seit dem ersten Spatenstich am 21. August 2012 unter anderem durch Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch und Feuerwehrchef Jürgen Rabenschlag hat sich dort einiges getan. Was und wie viel, davon machte sich der STADTSPIEGEL dieser Tage vor Ort selbst ein Bild und viele Fotos (siehe www.lokalkompass.de/hattingen).
„Wir sind hier täglich mit rund 45 Personen auf der Baustelle“, erläutert Bauleiter Fabian Stratmann vom Bielefelder Unternehmen List Bau, welches das Projekt der Stadt schlüsselfertig übergeben wird. „Die vertraglich zugesicherte Fertigstellung in diesem Herbst ist auch durch den langen Winter nicht in Gefahr.“
Fast wöchentlich saßen er, Feuerwehrchef Jürgen Rabenschlag, sein Stellvertreter Thomas Gerk, Tomas Stanke, bei der Feuerwehr Sachgebietsleiter Personal und Sicherheit, sowie Vertreter der städtischen Gebäudewirtschaft, des Tiefbaus und die Fachplaner zusammen. Dabei ging es um Feinabstimmung und Problemlösungen. Alle Hattinger Beteiligten loben die gute Zusammenarbeit.
Dennoch: Beim Rundgang mit dem STADTSPIEGEL kommt es dem Laien vor, als wäre noch allerhand zu tun. Und die Experten bestätigen: „Bis das hier alles einmal richtig schön ist, gerade auch mit den Außenanlagen, da vergehen noch ein zwei Jahre.“
Vorbei geht es zwischen der Tankstelle an der Nierenhofer Straße und der schmalen Gebäudeseite. Parkplätze werden hier einmal sein, für Besucher und die Mitglieder des Löschzugs Hattingen-Mitte, der hier ebenfalls eine neue Heimat finden wird. Der spätere Eingang in den Bereich der Wache ist noch genauso mit blauer Plastikplane gegen Regen geschützt wie der Haupteingang zu den Verwaltungs-, Schulungs- und Aufenthaltsräumen im ersten Stock. Das Treppenhaus dorthin ist noch nicht zu benutzen, also geht es hinein in die beieindruckend große Fahrzeughalle. 18 Stellplätze hat sie. Genug Raum für die Sonderfahrzeuge, den Einsatzleitwagen, Rüstwagen, die Löschfahrzeuge, Boote (!) und die Container (Atemschutz, ABC und Abrollbehälter). Welch eine Verbesserung zur Wache an der Friedrichstraße, da gibt es nur sieben Stellplätze, der Rest musste ausgelagert werden!
Heck an Heck werden künftig die Fahrzeuge stehen, so dass sie bei Bedarf sowohl über den Hof hinter dem Gebäuderiegel als auch zum Wildhagen – der „normalen“ Einsatzrichtung – ausrücken können. Wie überhaupt das gesamte Gebäude befindet sich auch hier alles auf dem allerneuesten technischen Stand, es sei an nichts gespart worden, so Jürgen Rabenschlag, an der Sicherheit schon einmal gar nicht. Es werden einmal optimale Arbeitsbedingungen herrschen.
Noch fehlen die gewaltigen schwarzen Absauganlagen für Abgase, die dafür sorgen, dass kein Feuerwehrmann wegen der Diesel-Abgase schon vor dem Einsatz umfällt. Nur im anderen, dem kleineren Gebäude, da ist solch eine Anlage schon installiert.
In der Fahrzeughalle stehen Stapel von Fliesen und Metallplatten aus Edelstahl. Sie schützen den Boden vor den Rollen der Container.
A propos Edelstahl: Sie fehlt auch noch, die berühmte Stange, an der Feuerwehrleute von ihren Aufenthaltsräumen im ersten Stock hinab zu ihren Fahreugen rutschen. Wenn sie kommt, dann ist sie topmodern – natürlich. Tomas Stanke erklärt, wie‘s funktionieren wird mit dem Rutschen: „Neben den roten Flügeltüren im Obergeschoss ist ein so genannter Pilz-Schalter. Den muss jeder drücken, dann rutscht er los, löst unten beim Landen auf dem gefederten Auffangteller einen Kontakt aus und oben wird ein Lämpchen grün. Dann erst darf der Nächste. Geht schneller und ist sicherer, als wenn alle über eine Treppe nach unten rennen würden.“
Es gibt außerdem einen Schleusengang für Menschen nach einer gar nicht so seltenen Infektionsfahrt, eine Desinfektionshalle für Fahrzeuge, einen Raum zum Waschen und Bügeln, was die Feuerwehrleute selbst erledigen (müssen). Fit müssen sie ja ebenfalls sein, in einem Raum mit Sportgeräten können sie es bleiben. Und natürlich muss in der heutigen Zeit auf eine strenge Geschlechtertrennung geachtet werden, denn immer mehr Frauen gehen zur Feuerwehr. Mit 13, so Jürgen Rabenschlag, liege die Hattinger Frauenquote weit über dem Landesdurchschnitt.
Weniger Raum als ein Laie erwartet nimmt die Einsatzzentrale ein. Jürgen Rabenschlag: „Hier werden nur zwei Leute Dienst tun, in Schadenslagen auch schon einmal vier. Sie überwachen alles per Bildschirmen, bedienen die acht Rolltore und die Verkehrsampel bei Alarm. Außerdem treffen hier alle Anrufe ein, die nicht über den Notruf eingehen, der landet ja in Schwelm. Hier befindet sich die gesamte Funk- und Fernmeldetechnik.“ Entsprechend beeindruckend voll gestellt sein wird rechtzeitig zur Fertigstellung der angrenzende Technikraum mit modernsten Computeranlagen.
Wussten Sie, dass auch die Bürgermeisterin hier einen eigenen Stabsraum zur Verfügung hat? Können Sie auch nicht, denn im momentanen Gebäude Friedrichstraße war das eher ein Hinterzimmer. Und sie wird es nur in Beschlag legen bei wirklichen Großschadensfällen, die unsere Stadt hoffentlich nie heimsuchen. Ansonsten finden hier Dienstbesprechungen statt.
Unterm Strich gibt es noch allerhand zu tun, bis die drei Gebäudeteile für den Löschzug Hattingen-Mitte, die Hauptfeuerwache und die Rettungswache genutzt werden können im Dienste der Sicherheit aller Hattinger. Aber wie sagt doch Bauleiter Fabian Startmann: „Bis Herbst, das schaffen wir schon!“
Siehe auch unter www.lokalkompass.de/hattingen
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