Hattinger Feuerwehr rettet 21 Menschen - Keller in einem Mehrfamilienhaus im Welperfeld brannte

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Zweieinhalb Stunden dauerte der Feuerwehreinsatz Samstagmorgen in der Straße Im Welperfeld. Alle 21 Mieter konnten unverletzt aus dem haus gerettet werden.Foto: Feuerwehr/Herkströter
 
Tomás Stanke, Leiter der Hattinger Feuerwehr: "Ein Kellerbrand ist in einem solchen Gebäude immer sehr gefährlich."
Hattingen: Welperfeld |

Bei einem Kellerbrand in Welper musste die Hattinger Feuewehr 21 Personen retten. Als der Einsatz nach zweieinhalb Stunden vorbei und das Feuer gelöscht war, hatte die Feuerwehr einen spektakulären Einsatz vorbildlich hinter sich gebracht. Verletzte waren nicht zu beklagen.

Am Samstag meldeten Anwohner eines Mehrfamilienhauses im Welperfeld gegen zwei Uhr einen Wohnungsbrand. Nach wenigen Minuten waren sowohl die hauptamtlichen Kräfte als auch zwei freiwillige Einheiten vor Ort.
Bereits von außen war eine Rauchentwicklung sowie Flammen im Bereich des Kellers erkennbar. Im hinteren Bereich des Mehrfamilienhauses machten sich schon mehrere Mejnschen an den Fenstern des ersten und zweiten Obergeschosses bemerkbar und riefen um Hilfe.
Der erste Rettungsweg, der Treppenraum war bereits verraucht. Daher konnte eine gefahrlose Rettung der Bewohner hierüber nicht erfolgen. Umgehend wurde daher die Drehleiter in Stellung gebracht. An der Gebäudeseite bauten die Einsatzkräfte eine tragbare Leiter auf. So konnte das Gebäude über ein Flachdach betreten werden. Weitere Einsatzkräfte betreuten die Bewohner an den Fenstern. Da ihre Wohnungen selbst nicht verraucht waren, war diese für die Betroffenen zunächst der sicherste Ort.
Zur besseren Koordination wurde die Einsatzstelle in drei Abschnitte aufteilt. Zur Erkundung und Brandbekämpfung drangen zeitgleich bis zu drei Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude.
"Insbesondere ein Kellerbrand ist in einem solchen Gebäude sehr gefährlich", erläutert Hattingens Feuerwehrchef Tomás Stanke an der Einsatzstelle. "Es entsteht schnell ein sehr starker Rauch, der sich im gesamten Treppenraum ausbreitet und zu einem Hitzestau im oberen Bereich führen kann."
Daher wurden neben der Betreuung der 21 Personen zwei Maßnahmen gleichzeitig eingeleitet: Zunächst bekämpfte ein Trupp mit einem C-Rohr den Brand im Keller, um die Gefahr des Wärmestaus zu reduzieren. Gleichzeit schafften weitere Einsatzkräfte eine Abluftöffnung im Treppenhaus, um dieses dann mit einem Hochleistungslüfter zu entrauchen. Beide Maßnahmen zeigten sofort Wirkung.
Daher konnten die Bewohner bereits kurze Zeit später aus dem Gebäude geführt und durch den Rettungsdienst in Augenschein genommen werden. Eine Person wurde vom Notarzt untersucht, konnte aber vor Ort bleiben.
Nach abschließenden Nachlöscharbeiten im Keller sowie einer Kontrolle des Gebäudes rückte die Feuerwehr nach zweieinhalb Stunden wieder ab.
Neben dem hauptamtlichen Löschzug waren die freiwilligen Einheiten aus Welper und Blankenstein sowie die Sondereinsatzgruppe Information und Kommunikation des Löschzuges Bredenscheid mit rund 40 Kräften im Einsatz. Hinzu kamen drei Rettungswagen und der Notarzt.
Bürgermeister Dirk Glaser, der als Student selbst einmal im Welperfeld gewohnt hatte, wurde am frühen Morgen durch Feuerwehr-Chef Tomás Stanke informiert. Er war sehr froh über den erfolgreichen Einsatzverlauf und ließ allen Einsatzkräften seinen Dank übermitteln. Schließlich konnten alle Personen unbeschadet gerettet werden.
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