Hattinger Serie "Sommergespräch" mit Amtsrichter Johannes Kimmeskamp über Abende in Hattingen und am Meer

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Johannes Kimmeskamp am Henrichsteich hinter den Amtshäusern an der Bahnhofstraße. Die Ruhr und die Teiche haben es ihm gerade im Sommer angetan. Foto: Pielorz
Hattingen: Amtsgericht Hattingen |

(von Dr. Anja Pielorz )

„Sommer und Wärme gehören für mich zusammen. Ich mag diese Jahreszeit sehr. Dabei ist es im Winter aber weniger die Kälte, die mich stört. Es ist einfach diese Dunkelheit“, erklärt Richter Johannes Kimmeskamp, seit vielen Jahren am Hattinger Amtsgericht tätig, und Genießer langer Sommerabende.

Dabei hat der zweifache Familienvater durchaus Erfahrung mit schlechtem Wetter – ist er doch mit einer Irin verheiratet und daher immer mal wieder aus privaten Gründen bei der Familie seiner Frau in Irland. „Das Licht dort ist toll, aber die Temperaturen lassen oft zu wünschen übrig“, sagt er. Und obwohl er kein Strandlieger ist, der Süden mit Strand und Wasser ist schon schöner.
„Wir sind ja aufgrund unserer Töchter an die Ferienzeiten gebunden“, plaudert er. „Unsere Töchter sind neun und fünf Jahre alt – die Große kommt nach den Ferien in die vierte Klasse, die Kleine fängt dann mit der Schule an. Ich habe früher nie drei Wochen Urlaub gemacht, jetzt mit den Kindern aber schon. Dann fahren wir natürlich auch weg.“
Doch auch in Hattingen kann Johannes Kimmeskamp den Sommer genießen. „Ich sitze sehr gerne im Garten und lese ein Buch. So oft komme ich nicht mehr dazu und im Sommer finde ich das einfach klasse. Ich lese dann gerne Sachbücher, aber nicht unbedingt zu einem juristischen Thema. Gerade lese ich etwas über das trügerische Gedächtnis und erkenne dann wieder einmal, wie schwierig doch Zeugenaussagen sind, die sich ja durch das Erinnern an Dinge ergeben und oft mit widersprüchlichen Aspekten verbunden sind.“
Aus der Nummer mit dem Vorlesen für seine Töchter kommt der Richter übrigens raus. „Unsere Große hat schon sehr früh sehr gerne gelesen und auch ziemlich viele Bücher. Jetzt liest sie der Kleinen auch gerne etwas vor.“ Prima, dann kann Papa eben auch selbst zu einem Buch seiner Wahl greifen…

„Ich halte mich gerne am Wasser auf – nicht nur in den Ferien."

Für viele Männer ist es DER Inbegriff des Sommers: hinter dem Grill zu stehen und Fleisch zu brutzeln. Ein Grillmeister ist Johannes Kimmeskamp allerdings nicht. „Ja, wir haben auch einen Grill – aber so mehr als acht, neun Mal wird der eigentlich nicht genutzt.“ Auch ein süßer Sommercocktail ist nichts für den Juristen. „In meinem Leben gibt es eigentlich nur drei Getränke – Wasser, Tee und mal ein Bier. Das ist aber zu jeder Jahreszeit gleich“, lacht er. Ein „kühles Helles“ im Sommer genießen – das findet er ab und zu aber schon gut.
Was liebt er noch am Sommer? Wasser. „Ich halte mich gerne am Wasser auf – nicht nur in den Ferien. Ich treibe im Sommer viel Sport und gehe beispielsweise gerne joggen. Das mache ich bevorzugt an der Ruhr, weil ich das landschaftlich einfach sehr schön finde. Im Winter kann ich mich schwer motivieren. Früher bin ich mal ins Fitnessstudio gegangen, jetzt habe ich einen Heimtrainer zuhause – aber so ganz regelmäßig nutze ich ihn nicht.“
Wasserspaß steht natürlich auch für die Töchter ganz oben auf der Liste – und da muss Papa dann auch mal mit ins Freibad. „Ich mag ja Wasser, aber ich bin kein leidenschaftlicher Schwimmer“, räumt Johannes Kimmeskamp ein. Doch wenn die Töchter rufen, muss er natürlich mit – und macht das auch.
Wenn er in seinen Erinnerungen kramt, dann fallen ihm viele Ereignisse ein, die eigentlich alle im Sommer stattgefunden haben. „Ich erinnere mich eher an die Dinge der hellen Jahreszeit“, sagt er – und freute sich lange auf das Konzert von „Kraftwerk“ zum Start der Tour de France in Düsseldorf am 1. Juli.
Irgendwann auch wieder die Erinnerung eines Ereignisses, welches im Sommer stattgefunden hat.
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Ahmed-Hassan Byrkelin aus Hattingen | 18.08.2017 | 14:29  
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