Kochen mit Michael Schläfke

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Michael Schläfke kocht mit Kindern in seiner Küche. Foto: Kosjak
von Dino Kosjak

„Was meint ihr denn, was wir heute kochen?“ Michael Schläfke blickt strahlend in die Runde. „Pizza!“, antworten begeisterte Kinderstimmen. Schläfke schüttelt lachend den Kopf: „Nein. Aber was haltet ihr denn von gesunden Burgern?“ „Oh ja!“, schallt es ihm entgegen.
Bevor es losgeht, mahnt Michael Schläfke die Klasse zur Vorsicht: „In der Küche müsst ihr ein bisschen aufpassen. Die Messer sind sehr scharf und die Herdplatten werden sehr heiß.“ Das schreckt die Kinder nicht. „Heiß ist für mich kein Problem“, ruft ein Schüler.
Oft schon hat Michael Schläfke Schulklassen besucht, um zusammen mit ihnen zu kochen. Doch zum ersten Mal begrüßt er eine Klasse im eigenen Haus. Seit Anfang März sind er und seine Frau Klaudia Wallner die neuen Pächter des Restaurants „Krans im Katzenstein“, das sie bereits seit drei Jahren leiten. In der Küche sind die Schüler sofort bei der Sache. Einige drängen sich um Klaudia Wallner und lassen sich zeigen, wie Kartoffeln zu schneiden sind. „Kannst Du das auch ganz schnell?“, möchte Aleandro wissen. „Nein, ich bin ja keine Chefköchin“, lacht Klaudia Wallner, „das müsst ihr euch von meinem Mann zeigen lassen“. Gebannt schauen die Kinder etwas später zu, als Michael Schläfke mit einem großen Messer geschickt und schnell Zwiebeln zerteilt. An einer anderen Arbeitsfläche drängt sich Florian nach vorne, auf der Suche nach einer Aufgabe. Die Arbeit in der Küche ist für ihn nicht neu. „Der Oma habe ich dabei schon ganz oft geholfen“, freut er sich.
Der Ausflug in die Restaurantküche passe bestens zum Schulprogramm, sagt Lehrerin Ina Böckenhüser: „Bei uns geht es zur Zeit um gesundes Essen. Die Schüler lernen, dass es gesund und zugleich lecker sein kann. Die gesunden Burger sind da genau richtig.“ Und es soll nicht nur gut schmecken, betont sie. „‘Franziskus, der Schutzpatron unserer Schule, steht für die Bewahrung der Natur. Bewusste Ernährung ist hierfür ganz wichtig.“
Michael Schläfke freut die Unbefangenheit der Kinder. „Vorhin standen sie staunend vor dem Fleischwolf und wollten wissen, wie der das Fleisch so fein zerteilt. Schön, diese Neugierde.“ Probleme machen eher die Zwiebeln. „Davon bekommt man Tränen“, wundert sich Amelie. „Ja, das ist nicht so toll“, stimmt Victoria zu. Auf das Essen freuen sie sich trotzdem, Auch auf das Grüne, den Salat. Besondere Wünsche werden auch erfüllt. Ein Schüler muss wegen einer Allergie auf das Brötchen verzichten, ein anderer verträgt keine Eier. Aber schließlich sitzen alle vor ihren Tellern, offenbar zufrieden. Und die Frage, wie es schmecke, beantwortet Joanna mit einem langgezogenen „Guuut!“.
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