Kriminalstatistik 2016 vorgestellt

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Polizeidirektor Klaus Menningen (v.re.), Landrat Olaf Schade und Polizeioberrat Dirk Happe bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für den EN-Kreis
 
Besprechung mit der Polizeiführung in Hattingen : Landrat Olaf Schade im Gespräch mit dem Leiter der Hauptwache Markus Faßbender und dem Leiter des Kommissariates, Volker Schmidt
Hattingen: Polizei | Die Wahrscheinlichkeit, im Ennepe-Ruhr-Kreis Opfer einer Straftat zu werden ist deutlich geringer als im Landesdurchschnitt, sagte Landrat Olaf Schade bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik des EN-Kreises für das letzte Jahr.

Für alle Polizeieinsätze und für die geleistete Arbeit insgesamt sprachen der Landrat und auch Polizeidirektor Klaus Menningen allen Polizeibeamtinnen und Beamten seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Erfreulich ist der Rückgang der Kriminalhäufigkeitskennziffer im EN-Kreis, die die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner beinhaltet. Beträgt diese für 2016 im NRW-Landesdurchschnitt 8.228 Fälle, kommt der EN-Kreis nur auf 5.793 Fälle und verzeichnet hierbei gegenüber 2015 noch einen Rückgang von -1,1 Prozent.

Die Anzahl aller Straftaten im EN-Kreis ging von 13.297 Fällen in 2015 auf 13.280 Fälle in 2016 zurück.

In Hattingen und Sprockhövel mehr Straftaten

Während in Hattingen 3.232 Straftaten (158 Taten mehr als 2015) angezeigt wurden, gab es in Sprockhövel 1.024 Taten. Hier gab es eine Steigerung um 114 Fälle.

Die Delikte der Straßenkriminalität (u.a. Raub auf der Straße, Körperverletzung, Diebstahl aus KFZ, Sachbeschädigung usw.) stiegen im letzten Jahr in Hattingen um 6,29 Prozent auf 794 Fälle an, in Sprockhövel gab es eine Steigerung um 17,37 Prozent auf 250 Taten. Allerdings waren die Straßenkriminalitätsdelikte in Sprockhövel im Jahre 2015 um 23,3 Prozent auf 213 Taten gesunken, so dass sich dieser Rückgang jetzt nicht weiter fortsetzt.

Höhere Aufklärungsquote

80 Prozent der 390 im EN-Kreis angezeigten Gewaltdelikte (Tötungsdelikte, Raub und gefährliche Körperverletzung) konnten aufgeklärt werden, das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hattinger Einbruchserie gestoppt

Von den 743 Wohnungseinbrüchen entfielen 130 auf Hattingen und 133 auf Sprockhövel. Gab es in Hattingen einen Rückgang um 59 Taten, waren in Sprockhövel 44 Einbrüche mehr zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen stieg gegenüber dem Vorjahr im EN-Kreis um 5,9 auf 20,9 Prozent. Die Einbruchserie Ende des letzten Jahres in Niederwenigern hat sich zum Glück nicht fortgesetzt.

46 Geschäftseinbrüche gab es in Hattingen, 29 Geschäftseinbrüche in Sprockhövel. Während die Zahl in Hattingen um 5 rückläufig ist, gibt es Sprockhövel eine Steigerung um 2 Fälle.

„Neben eigenen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen an Fenstern und Türen der eigenen Wohnung kann natürlich auch ein „aufmerksamer Nachbar“ hilfreich sein, Straftaten zu verhindern“, so die Polizeiführung im Pressegespräch.

Notruf 110 bei verdächtigen Wahrnehmungen

Polizeidirektor Klaus Menningen bittet noch einmal die Bürgerinnen und Bürger, verdächtige Wahrnehmungen sofort über den Polizei-Notruf 110 zu melden. Weiterhin können sich Bürger bei dem Kommissariat Vorbeugung in allen Fragen der Sicherheit beraten lassen.

Die Anzahl der Polizeibeamtinnen und -beamten im Kreis ist im Jahre 2016 gegenüber 2015 gleich geblieben. 315 Polizeikräfte sind im EN-Kreis tätig, davon etwa 85 in Hattingen.

Häusliche Gewalt gestiegen

Bei der Kreispolizeibehörde wurden im Jahre 2016 359 Fälle von Häuslicher Gewalt angezeigt. Das sind 49 Fälle mehr als im Jahre 2015. Auch bei den Rückkehrverboten gab es eine Steigerung um 38 auf 183 Verbote.

Die Polizei will auch in diesem Jahr durch offene und verdeckte Einsätze Straftaten, vor allem auch Wohnungseinbrüche, verhindern. „Für diese Aktionen stehen auch Personalkontingente von Einsatzhundertschaften zur Verfügung“ so die Polizeiführung zum Stadtspiegel und ergänzt, dass die Bürgerinnen und Bürger im EN-Kreis in "einer der sichersten Regionen in NRW“ leben.
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