Projekt "Im Eickhof": Hattinger Wohnstätten planen Quartiersentwicklung in Niederwenigern ab August 2017

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So sollen die grundrenovierten Häuser in der Siedlung "Im Eickhof" in Niederwenigern einmal aussehen (mitte). Rechts: ein Beispiel für den angedachten Neubau, hinten links ein Haus im heutigen Zustand. Grafik: HWG
Hattingen: Im Eickhof | Antworten auf die wichtigsten Fragen zum aktuellen Planungsstand bei der angekündigten Quartiersentwicklung „Im Eickhof“ gab jetzt die Hattinger Wohnstätten (HWG) auf einer gut besuchten öffentlichen Veranstaltung.
Die 1960 erbauten 20 Häuser der Siedlung in Niederwenigern bieten nach Ansicht der größten Hattinger Wohnungsbaugesellschaft nicht mehr den aktuellen Wohn­kom­fort, wie er heute als Standard angesehen wird. Ungedämmte Fassaden, veraltetet Fenster und fehlende Kellerdecken, ungedämmte Dachböden, unzeitgemäße, kleine Balkone, nicht zeitgemäße Bad- und Fliesenausstattung, veraltete Heiztechnik, Leitungen auf Putz verlegt, mangelnde Sicherheit aufgrund von nicht zeitgemäßer Einbruchssicherung an den Wohnungseingangstüren und Fenstern sind nur einige der Beispiele, die für die Modernisierung sprechen.
Außerdem sollen aus den bisher 113 Wohnungen bis zu 143 werden. Die vorhandenen 64 Parkplätze für Fahrzeuge böten nach den Maßnahmen 158 Platz.
25.000 Euro kosten laut HWG die notwendigen Instandhaltungsarbeiten bei einer Neuvermietung. Allerdings könnten durch Instandhaltungsarbeiten allein nicht alle Mängel behoben werden. Es seien umfangreichere Arbeiten beispielsweise an den Dächern notwendig.
Durch die Modernisierungsarbeiten würden langfristig der Fortbestand und die Wohnqualität des Quartiers gesichert. Das sahen auch Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses so, wo die HWG-Vorstandsvorsitzende Erika Müller-Finkenstein die Pläne bereits vorgestellt hatte.
Die Ziele der HWG für das Quartier „Im Eickhof“ sind nach eigenem Bekunden: deutliche Steigerung der Wohnqualität durch städtebauliche und architektonische Aufwertung der Gebäude; barrierefreier und altengerechter Wohnraum; familiengerechter Wohnraum und „junges Wohnen“; eine ansprechende Wohnumfeldgestaltung; sozialverträgliche Umgestaltung im Sinne der HWG-Mitglieder; Bestandsmieter werden besonders gefördert.
Konkret geplant sind folgende auf rund fünf Jahre angesetzten Maßnahmen ab dem Beginn der Bauzeit im August 2017: Modernisierung bestehender Gebäude und Neubauprojekte; Neugestaltung der Dachformen; Maßnahmen zur Energieeinsparung.
Die Dauer der Arbeiten in den jeweiligen Wohnungen soll sich laut HWG auf rund sechs Wochen beschränken. Danach verfügen sie jeweils über moderne Bäder, große Balkone, hochwertige Materialien, Wärmeschutzfenster mit Schallschutz, schallschützende, klimastabile und sichere Wohnungseingangstüren und komfortable Gegensprechanlagen. Dann sind Erneuerungen der Elektrounterverteilung genauso vorgenommen worden wie Zentralheizungen.
Mieter der Dachgeschoss­woh­nungen und der Gebäude, die abgerissen werden, sollen möglichst im Quartier umgesiedelt werden. Mieter der Erdgeschosswohnungen und der ersten Obergeschosse können während der Modernisierung in ihren Wohnungen bleiben.
Die Wohnungsgenossenschaft weiter: „Unser Ziel ist es, dass alle auch nach der Modernisierung Mitglied der HWG und Mieter des Quartiers Im Eickhof bleiben. Daher werden wir mit den Mietern gemeinsam Möglichkeiten suchen, die einen Verbleib im Quartier oder einen Rückzug ermöglichen.“
Mindestens sechs Monate vor der Maßnahme würden alle Mieter in ihrer Wohnung besucht und dabei Einzelheiten zur Modernisierung persönlich besprochen und in einer „Modernisierungsvereinbarung“ festgehalten.
Wie in der Südstadt, wo die HWG bereits seit einigen Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnehmen durchführt, soll auch den Mietern im Eickhof auf Wunsch ein Umzug organisiert und sogar beim Packen der Möbel geholfen werden. Oder es werden die Umzugskosten erstattet.
Ebenfalls wie in der Südstadt sollen zudem ein Infostandort und eine Musterwohnung errichtet werden. Dort seien, so die HWG, zweimal pro Woche Guido Eisenberg und Laura Radtke als Ansprechpartner vor Ort, um weitere aufkommenden Fragen zu besprechen und Probleme zu lösen.
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Brigitte Frohmut aus Hattingen | 15.09.2016 | 22:24  
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