Rolf Schmiel: Preisträger bei der Speaker-Slam

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Rolf Schmiel ist die Freude über seinen Preis anzusehen, den er von seinem Mentor Hermann Scherer persönlich überreicht bekommen hat. Foto: Scherer Academy
von Roland Römer

Rolf Schmiel, über den der STADTSPIEGEL bereits ausführlich berichtete, ist nicht nur Diplom-Psychologe, sondern bekanntlich vor allem Redner von Beruf. Jetzt macht der 42jährige Hattinger, der in Sprockhövel wohnt, wieder einmal selbst von sich reden: Gleich dreimal räumte er dieser Tage in der Goethe-Universität in Frankfurt bei Deutschlands erster Speaker-Slam-Veranstaltung ab.

Der Reihe nach: Seit drei Jahren vervollkommnet Rolf Schmiel seine an sich schon überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf der Bühne. Auf Bühnen steht der heutige Motivationspsychologe und ehemalige Schüler des Gymnasiums Waldstraße als „Deutschlands unterhaltsamster Wirtschaftspsychologe“, wie die Fachpresse schreibt, regelmäßig – beispielsweise für Audi, BMW, VW, Coca-Cola, Daimler, Deutsche Bank, DHL, L’Oréal, Lufthansa, Nokia, Medtronic, Sparkassen, Pfizer („Viagra“), Provinzial, Siemens und Vodafone.
Dennoch: Es geht immer besser, sagte er sich und meldete sich an bei der Scherer Academy. Deren „Chef“, Hermann Scherer, ist einer der ganz Großen in der professionellen Sprecher-Szene. Nachholbedarf verspürte Rolf Schmiel für die Bereiche Vortragstechnik, Vortragsvermarktung und Medien. Referenten der Akademie, die er einmal im Monat drei Jahre lang besuchte, sind Größen wie TV-Moderator Michel Friedman oder Bernhard Paul, Mitbegründer vom Circus Roncalli.
Und dann der erste Deutsche Speaker-Slam. Daran nahmen mehr als 50 sehr ambitionierte und auch sehr bühnenerfahrene Deutsche, Österreicher und Schweizer teil. 15 davon kamen ins Finale, aber nur einer räumte am Ende gleich drei Preise dabei ab: Rolf Schmiel wurde Gesamtsieger, erhielt den Publikumspreis und den der Redneragenturen, die ebenfalls mit unter anderem Hermann Scherer, Professor Frank Serr, erfolgreicher Produzent großer Bühnen-Events, und anderen Szene-Größen in der zehnköpfigen Fachjury vertreten waren.
Rolf Schmiel: „Alle Teilnehmer hatten vor rund 100 zahlenden Zuschauern zehn bis maximal zwölf Minuten Zeit für ihren Vortrag. Ich habe gesprochen über ,Prokastination‘, landläufig bekannt als ,Aufschieberitis‘ – also wenn wir nicht tun, was wir eigentlich tun müssten, es immer wieder aufschieben. Das habe ich anhand meines sechsjährigen Sohnes Leonard, der gerade in die Schule gekommen ist, und meiner Erfahrungen im Studium humorvoll klar gemacht und wie ich dieser Erledigungsblockade heute entkomme.“

Reden ist seine Stärke

Die Jury lobte an dem Vortrag, wie er ein wissenschaftlich relevantes Thema unterhaltsam und klar strukturiert vermittelte, also Information und Spaß hervorragend verknüpfte. „Ich habe mich über die Auszeichnungen sehr gefreut“, strahlt Rolf Schmiel beim Gedanken daran noch immer, „aber ich habe den Wettbewerb auch sehr ernst genommen. Als Redner arbeitet man allein, das ist schwer zu erahnen, wo man steht, ob man wirklich gut ist. Daher habe ich mich vor allem über den Publikumspreis sehr gefreut, da schossen mir sogar die Tränen in die Augen wegen der Anerkennung der ,normalen‘ Zuhörer.“
Die Auszeichnungen seien ihm allerdings nicht in den Schoß gefallen. Er habe sich vielmehr sehr intensiv darauf vorbereitet: „Es ist einfach so: Der Schlüssel zum Erfolg ist und bleibt Fleiß.“
Apropos: Zu tun hat Rolf Schmiel seit dem Speaker-Slam sogar noch mehr. Unlängst war er bei Pro7 in „Galileo“ zu Gast, ist häufig für ARD und ZDF als Psychologe auf der Mattscheibe im Einsatz. Gleiches gilt für vor allem WDR2 und B3 beim Radio und bei Radio21 in Niedersachsen hat er sogar eine eigene Kolumne zum aktuellen Zeitgeschehen.
Persönlich als „Ritterschlag“ sieht er seine Verpflichtung fürs 15. Stuttgarter Wissensforum im nächsten Oktober mit Promis wie Boxer Henry Maske oder Fußballer Hansi Müller und berühmten Buch-Autoren.
Emotionaler Höhepunkt für Rolf Schmiel in diesem Jahr aber war ein ganz anderer: „Dass ich mit meinem Sohn Leonard zusammen das Seepferdchen geschafft habe. Als wir das vom Bademeister im Sprockhöveler Freibad bekamen, da war ich gerührter als bei der Preisverleihung.“
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1 Kommentar
Roland Römer aus Hattingen | 08.11.2015 | 17:53  
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