Schweinerei! Brot in den Baumscheiben lockt Tauben und Ratten an

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Das ist ja eine schöne Bescherung. Aufgeregt kam ein STADTSPIEGEL-Leser in die Redaktion. Er meldete, dass in den Baumscheiben vor Hattingens Wahrzeichen, dem Bügeleisenhaus, überall zerkleinertes Weißbrot liegen würde. Ein wahres Paradies für Tauben und Ratten!!!

Und selbst wenn es von einem Zeitgenossen gut gemeint war: Die Fütterung der Tauben bewirkt leider nicht das beabsichtigte "bessere Leben" für die Tiere, sondern genau das Gegenteil. So werden die Tauben durch das reichliche Nahrungsangebot dazu veranlasst, auch im Winter zu brüten und sich damit noch stärker zu vermehren. Die hierdurch entstehende Populationsdichte führt zu Stresssituationen für das Einzeltier
Auch eine natürliche Nahrungssuche findet kaum noch statt, was Bewegungsarmut und Vitaminmangel zur Folge hat. Dadurch entstehen Krankheiten, die auf andere Tauben übertragen werden, was letztendlich dazu führt, dass regelmäßig beschickte Futterstellen sich zu Infektionsherden entwickeln können.
Die natürliche Nahrung der Taube besteht hauptsächlich aus Körnern. In den Städten steht für die anpassungsfähigen Tiere aber heute der achtlos weggeworfene Wohlstandsmüll auf dem Speiseplan: Süßigkeiten, Pommes Frites, Schulbrote, Brötchen usw.

Die Gesundheit der Tauben leidet und eine Einladung für Ratten

Hierdurch kommt es zu einer Verfettung - die Gesundheit der Tauben leidet. Aber selbst schwache und kränkelnde Tiere leben durch das Überangebot an falscher Nahrung - anders als in der Natur - länger.
Von der Fütterung der Tauben und den Nahrungsabfällen profitieren letztendlich auch unerwünschte Kostgänger: die Ratten!
Übrigens: Verwilderte Haustauben können zur Verbreitung von Krankheiten (u.a. Salmonellose) beitragen. Übertragungen auf Nutz- und Ziervögel, aber auch auf den Menschen, sind möglich. So stellen z.B. mit Taubenkot verunreinigte Kinderspielplätze und Verkaufsstände eine Gefahrenquelle dar.
Die Stadt Duisburg und viele andere Städte haben die Taubenfütterung verboten. Das ist sie zwar in Hattingen nicht, aber erwünscht ist sie auf keinen Fall!
Und: Der Betriebshof der Stadt Hattingen muss diese Sauerei wieder wegmachen! Er ist nämlich dafür zuständig.

Fotos: Pielorz

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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