Serie "Die Stadt macht's" (6): Arbeiten in bis zu 28 Metern Höhe

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Christoph Herzmann (links) und Marlon Mawick. Foto: Pielorz
Hattingen: Stadtbetriebe |

Uwe Kleinschmidt, seit 1983 im Dienste der Stadt Hattingen, ist seit 2000 für die Baumkontrolle zuständig. Mindestens einmal im Jahr muss er alle rund 7000 Bäume im Stadtgebiet unter die Lupe genommen haben. An Orten, wo sich Kinder aufhalten, wird zweimal kontrolliert und sollte ein Sturm über das Stadtgebiet hinwegfegen, gibt es natürlich weitere Kontrollen.

„Bei den Sichtkontrollen achte ich auf trockene, lose oder abgebrochene Äste und auf Faulstellen, Schädlinge und Pilzbefall. Die Kontrollen führe ich im Wechsel in belaubtem und unbelaubtem Zustand durch. Wenn ich Schäden feststelle, werden diese notiert und an die entsprechenden Mitarbeiter weiter gegeben, damit sie beseitigt werden. Das geschieht dann nach Dringlichkeit. Stelle ich besonders schwere Fälle fest, dann muss natürlich sofort gehandelt werden“, erklärt Uwe Kleinschmidt das Prozedere.
Bei einem Sturm wie beispielsweise dem Pfingststurm „Ela“ führt er zusätzliche Kontrollen durch. Bei der Beseitigung der Schäden ist die Stadt nicht allein. Fremdfirmen unterstützen in diesen Ausnahmesituationen.
Meldungen von Schäden durch die Bürger erhält Kleinschmidt nicht. Wohl aber gibt es Diskussionen, wenn er mal wieder vor Ort ist. „Es ist immer schwierig. Die einen wollen den Baum geschnitten oder gar ganz gefällt haben, weil es zu schattig ist. Die anderen finden gerade das toll und wollen am liebsten gar keine Veränderung“, sagt er.
Kümmern müssen sich die Bürger um die Stadtbäume nicht. Wohl aber müssen sie im Herbst deren Laub entsorgen, für das die Stadt eigens Laubkörbe aufstellt. Übrigens auch ein Grund dafür, dass Bürger den Baum liefern fällen lassen möchten.
An heißen Sommertagen freuen sich übrigens auch die Stadtbäume über einen Eimer Wasser. Und einige Mitbürger kümmern sich auch darüber hinaus. Geschäftsleute haben in der Innenstadt beispielsweise Baumscheiben bepflanzt und pflegen diese auch.

Was ist ein Hubsteiger?

Wenn Gefahr im Verzug ist, kommt der Hubsteiger zum Einsatz. Das große Arbeitsgerät ist für den Baumschnitt zuständig und bei Bedarf im Einsatz. So wie beispielsweise in Blankenstein in der „Pommes-Kurve“. Christoph Herzmann und Marlon Mawick haben hier einen verfaulten Baum gefällt. 28 Meter hoch fährt der Hubsteiger in luftige Höhen. Allein im Korb verrichtet dort der Fachmann seine Arbeit, für die er unbedingt schwindelfrei sein muss. Eigens ist er auf diesen Job eingewiesen. Regelmäßig finden gesundheitliche Prüfungen statt, die auch das Sehen und Hören beinhalten. „Oben im Korb ist man alleine. Da muss man schon aufpassen“, erklärt Christoph Herzmann. Allerdings kann der Kollege am Boden ihn jederzeit mit Notstrom wieder aus der luftigen Höhe befreien.
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