Verkehrsunfälle 2016 in Hattingen angestiegen

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Die Repräsentanten der Polizei präsentierten die Verkehrsunfallentwicklung 2016 im EN-Kreis. Polizeioberrat Dirk Happe (v.li.), Landrat Olaf Schade und Polizeidirektor Klaus Menningen
Hattingen: Polizei | Nachdem NRW-Innenminister Ralf Jäger heute die NRW-Verkehrsunfallentwicklung für das Jahr 2016 vorgestellt hatte, informierte auch Landrat Olaf Schade zeitgleich über die Verkehrsunfallentwicklung im EN-Kreis.

„Insgesamt haben wir eine erfreuliche Entwicklung in der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis zu verzeichnen“, startete der Landrat in die Pressekonferenz.

Auch wenn sich die Zahl aller Verkehrsunfälle sowohl im Land NRW als auch im EN-Kreis erhöht hat, bleibt die Unfallhäufigkeit im EN-Kreis erfreulicherweise unter dem Landesdurchschnitt.

Ein Hattinger war unter den 6 Verkehrstoten des EN-Kreises des letzten Jahres.

Mit 1.615 Verkehrsunfällen (=4,42 Unfälle pro Tag) nimmt Hattingen von allen Städten im EN-Kreis 2016 den Spitzenplatz ein. In Sprockhövel wurden 669 Verkehrsunfälle der Polizei gemeldet, einer weniger als 2015.

Die Analyse der einzelnen Unfallarten durch Polizeioberrat Dirk Happe ergab, dass in Hattingen 21 motorisierte Zweiradfahrer verunfallten, 8 weniger als 2015. In Sprockhövel verunglückten 15 motorisierte Zweiradfahrer, 9 mehr als im Vorjahr. Unfallschwerpunkt hier war die Verlängerung im Wodantal bis zur Quellenburgstraße.

Während in Hattingen 22 Radfahrer, 3 weniger als 2015, verunglückten, stieg in Sprockhövel die Anzahl der verunglückten Radfahrer von 3 auf 9 an.

23 Fußgänger wurden in Hattingen, 11 Fußgänger in Sprockhövel verletzt. Beide Zahlen sind zum Vorjahresvergleich gestiegen. Die Polizei empfiehlt Fußgängern dringend, bei Dunkelheit entsprechend sichtbare Kleidung zu tragen, um Verkehrsunfälle zu verhindern.

Erfreulich ist der Rückgang der verletzten Kinder in Hattingen von 9 im Jahre 2015 auf 4 im letzten Jahr. In Sprockhövel ist hier bedauerlicherweise eine Steigerung von 4 auf 7 verunglückte Kinder zu verzeichnen.

Beim Abbiegen und Wenden passierten die meisten Unfälle bei jungen Erwachsenen und bei Senioren. Die Zahl der registrierten Verkehrsunfallfluchten im letzten Jahr ist in Hattingen von 345 auf 359, in Sprockhövel von 126 auf 139 gestiegen.

„Viele Verkehrsunfallfluchten und „Rempler“ ereignen sich auf Parkplätzen von Einkaufszentren oder Supermärkten“ sagte Dirk Happe von der Polizei und ergänzte, dass eine unangepasste Geschwindigkeit nach wie vor die häufigste Unfallursache insgesamt ist. Dementsprechend müssen Hattinger und Sprockhöveler auch in diesem Jahr weiterhin mit entsprechenden Geschwindigkeitskontrollen rechnen.

Auch in diesem Jahr wird die Polizei zahlreiche Präventionsmaßnahmen anbieten und schwerpunktmäßig auch mit verdeckten Kontrollposten verstärkt gegen die Handynutzer am Lenkrad vorgehen. Im Jahr 2016 stiegen hier die festgestellten Verstöße um über 25 % auf über 1.000 Fälle an.

„Die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalles zu werden, ist im EN-Kreis nach wie vor deutlich geringer als im Landesdurchschnitt“, war das positive Fazit, dass Landrat Olaf Schade und die Verantwortlichen der Polizei am Ende ziehen konnten.
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