Wir erleben Deutsch

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Die Kinder der beiden Sprachkurse bedanken sich bei denen, die es möglich gemacht haben: oben stehend Caritasdirektor Dominik Spanke sowie Sparkassenvorstand Dieter Rumberg, an der Seite stehend Natalja Bruch, die die jüngeren Kinder unterrichtet, auf der Treppe sitzend Andreas Gehrke vom örtlichen Kinderschutzbund und Werner Buhl-Pompös von der Caritas. Die Räume im Haus der Jugend wurden von der Stadt Hattingen kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Hattingen: Haus der Jugend |

„Deutsch für Quereinsteiger“, so heißt der Titel eines Projektes, das jungen Ausländern auf eher unkonventionelle Art und Weise deutsche Sprache und deutschen Alltag näher bringen soll. Der Kurs richtet sich an schulpflichtige junge Menschen, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und keine oder kaum Sprachkenntnisse haben

.

Sie tauchen immer wieder irgendwann an den Grund- und weiterführenden Schulen auf: Junge Menschen aus dem Ausland, EU oder noch weiter weg, die jetzt in Deutschland leben. Manche von ihnen haben einen Flüchtlingsstatus, manche nicht. Gemeinsam ist ihnen eines: Sie haben keine Ahnung von der deutschen Sprache oder deutschen Alltagsgewohnheiten und sie müssen in eine deutsche Schule.
Die Stadt, vor allem das Jugendamt, versucht, Kooperationspartner zu finden, die schnell und unbürokratisch helfen und genau das ist passiert. Denn die Zeit drängt. Der örtliche Kinderschutzbund hat die Federführung bei den Kindern im Grundschulalter übernommen, die Caritas kümmert sich um die Älteren, die bereits eine weiterführende Schule besuchen und die Stiftung für Bildung, Jugend und Sport der Sparkasse Hattingen hat mit 4000 Euro finanziell die Durchführung der Objekte gesichert. Das Geld ist vor allem für die Personen bestimmt, die das Projekt praktisch durchführen. Bei den jüngeren Kindern ist dies Natalja Bruch, eine russische Theaterpädagogin, die seit elf Jahren in Deutschland lebt. Bei den älteren Kindern unterrichtet die Polin Iwona Cimiega.
Für beide Gruppen findet der Kurs nur in den Ferien statt. Während die Älteren bereits in den Sommerferien an den Start gingen, haben die Jüngeren gerade erst begonnen. Das Projekt wird in den nächsten Ferienzeiten entsprechend fortgeführt.

Viel mehr als nur Sprache lernen

Die Jugendlichen lernen neben Worten und Grammatik auch Dinge wie Einkaufen, Stundenplan kennenlernen und, im sozialpädagogischen Bereich, den Umgang miteinander. Mit den jüngeren Kindern geht Natalja Bruch einen anderen Weg. Sie setzt Gestik und Mimik ein, sie beschreibt die Dinge, die sie tut, auf ausdrucksstarke Art und Weise. Kinder erleben bei ihr die deutsche Sprache und verlieren die Scheu, zu sprechen. Für alle Beteiligten ein „Projekt auf kurzem Wege“, effektiv und sinnvoll – und deshalb möglich, weil man sich kennt.
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1 Kommentar
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Dr. Anja Pielorz aus Hattingen | 22.10.2014 | 13:55  
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