Glückliche Hühner, glücklicher Mensch

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Grüne Wiesen, saftige Weiden, den ganzen Tag über scharren, kratzen und picken: 14 Monate lang geht es den 200 Bio-Hühnern auf dem „Schultenhof“ von Alfred Schulte-Stade (Bild) richtig paradiesisch. Foto: Römer
(von Roland Römer)

Alfred Schulte- Stade, Großbauer, Groß-Gastronom, Groß-Sponsor und der Mann hinter dem „Nostalgischen Hattinger Weihnachtsmarkt“, hat ein neues Hobby. Raten Sie mal: Es gackert und legt Eier. Richtig: 200 Hühner und drei Hähne der Gattung „Lohmänner“ hat sich der 58jährige angeschafft.

Alfred Schulte-Stade, der übrigens am 1. Januar 2014 mit einer „Schultenhof“-Filiale (Schwerpunkte: täglich Imbiss und zum Wochenende hin zusätzlich Bio-Frischfleisch) dorthin ins Gelinde ziehen wird, wo zurzeit noch Wurst König (die Filiale geht ins Kaufland-Gebäude) seinen Standort hat: „Meine Hühner legen täglich 185 Eier, 1.250 Stück pro Woche. Ich halte sie in einem echten High-Tech-Stall, der den Strom aus einer Foto-Voltaik-Anlage bezieht. Die Hühner leben ganz streng unter natürlichen Bedingungen. Bei mir haben sie 40.000 Quadratmeter Freifläche zur Verfügung. Und da der Stall auf Kufen stehen, kann ich ihn mit einem Trecker problemlos an eine neue Stelle ziehen, wo die Bio-Hühner sofort wieder optimale Bedingungen vorfinden.“
Das Beste für den Unternehmer Alfred Schulte-Stade: Die Hühner bleiben praktisch sich selbst überlassen. Nur morgens und abends für eine halbe Stunde wird die Technik „hinter den Kulissen“ kontrolliert – beispielsweise die automatische Frischwasser- und Futterzufuhr sowie das Öffnen und Schließen der Nester – und die Eier eingesammelt.
Selbst um ihre eigene Sicherheit kümmern sich die Lohmänner selbst: Sind beispielsweise Raubvögel wie Habichte im Anflug, dann krähen die Hähne und alles eilt, rennt, flüchtet in den sicheren Stall.
Falls Alfred Schulte-Stade den Spaß an seinem Federvieh weiterhin behält, dann kann es sogar sein, dass er weitere Flattermänner anschafft. Bei kleinen „Einheiten“ will er aber bleiben: „Das ist besser, falls mal eine Krankheit ausbricht“, weiß der frischgebackene Hühner-Experte dem STADTSPIEGEL zu erklären.
Nach 14 Monaten endet allerdings das paradiesische Leben der Lohmänner auf den grünen Wiesen vom „Schultenhof“ – und es geht ab in die Suppe...
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