Herkulesstaude und Co. - eine Folge der Globalisierung

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Schon oft wurde im Lokalkompass uber die Herkulesstaude - auch Riesenbärenklau berichtet. Dabei wurde in der Regel über die Schädlichkeit der Pflanze und deren Auftreten in unserer Landschaft berichtet. An Hand von drei Pflanzen soll hier deren Bedeutung herausgestellt werden, zum Beispiel Schaden für die Landwirtschaft herausgestellt werden.
Die Herkulesstaude (botanisch: Herakleum mante gazzianum) gehört zu den Doldengewächsen. Sie ist sehr imposant und wird 2,50 bis 4 m hoch. Die Blütezeit findet von Juni bis September statt. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze tritt in unseren Graden seit 1890 auf. Ihr Auftreten wird als sehr dominant beschrieben. Da, wo sie auftritt, lässt sie heimischen Kulturen kaum Platz.
Berüchtigt macht sie ihr Gift Furocamarine, dass gemeinsam mit Sonneneinstrahlung auf der Haut Verbrennungen dritten Grades auf der Haut auslösen kann. Nicht nur der Pflanzensaft, sondern auch der haarige Stiel lässt bei Berührung das Gift los. Kinder sollten von der Pflanze ferngehalten werden. Niemals sollte es ohne feste Handschuhe angefasst werden.

Ebebenfalls zu den Invasiva Neophythen gehört das Beifussblättrige Traubenkraut, bei uns als Ambrosia bekannt. Diese Pflanze verursacht schädliche Pollenallergien bis tief in die Bronchenverästelungen. Asthma gehört ebenfalls zu den Folgen. Kosten für Krankheit und Arbeitsunfähigkeit sind sehr hoch und zeigen steigende Tendenz. Die Ambrosia stammt aus Nordamerika und wurde um 1860 bei uns bekannt.

Das Drüsige Springstammt aus dem Himalaya und fühlt sich bei uns sehr wohl. Zwar ist die Planze nicht giftig und wird sogar in der Bienenzucht und in der Herstellung von Tee eingesetzt. Der Nachteil entsteht bei der unkontrollierten Ausbreitung. Da auch diese Pflanze bei uns sehr dominant ist, lässt es auf ihrem Boden nichts anderes wachsen. Selbst kleine Bäume werden unterdrückt. Sie dürfen laut Verordnung nicht frei ausgepflanzt werden. Zu erwähnen sind die Samenkapseln, die explosionsartig bis 7m weit fliegen, können noch nach sechs Jahre halten.
Die Fachliteratur spricht bei diesen Beispielen von "Invasiva Neophyten", also von Pflanzen die in unsere Breiten eingeschleppt wurde. Meist war es beabsichtigt aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch durch Reisende an deren Kleidung haftend. Eine Verordnung bestimmt, ob diese Pflanzen bei uns gehalten werden darf. In Süddeutschland haben das Land und auch Gemeinden Menschen eingestellt, die die Gewächse zum richtigen Zeitpunkt abmähen.
Unter dem Begriff "Invasiva Neophyten" kann man sich darüber beraten.
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Carola Hoffmann aus Hattingen | 09.08.2016 | 16:52  
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