Neun hungrige Mäuler piepsen bei Familie Decker

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Foto: Römer
Zum Pleßbach ist ein beschauliches Fleckchen in Sprockhövel: saftige Weiden ringsherum, glückliche Kühe, die daselbst genüsslich widerkäuen, schmucke Einfamilienhäuser, wenig Verkehr. Kurzum: ein ideales Wohngebiet nicht nur für Familien.
Für Kohlmeisen nämlich ebenfalls. Seit drei Jahren schon brütet regelmäßig ein Kohlmeisenpärchen auf dem Balkon der Familie Decker. Und ausgerechnet einen Terrakotta-Leuchtturm haben sich die Eltern zur Aufzucht ihrer diesmal neun Kleinen ausgesucht.
Rein und raus geht es da ständig. Im Abstand weniger Sekunden wechseln sich die Alten ab. Immer mit Futter im Schnabel hinein und an den Fuß des Leuchtturms mit seinen offenen Fenstern.
Ausnahmsweise einmal für dieses STADTSPIEGEL-Foto hat Dominique Decker (27)den Leuchtturm auseinander genommen, um dem Reporter einen kleinen Einblick in die gefiederte Kinderstube zu geben.
Und da liegen die neun Winzlinge mit ihren frisch gewachsenen Federn im Nest, eng aneinander gekuschelt, sagen keinen Piep und sind doch so süß!
„Die Kohlmeisen haben hier am Pleßbach wohl ein ideales Gebiet gefunden“, erzählt Dominique Decker. „Manchmal brüten die bei uns sogar zweimal im Jahr. Eigentlich wollte ich schon längst den Balkon auf Vordermann bringen, aber ich will die Meisen jetzt nicht stören. Zuerst habe ich gar nichts von ihnen mitbekommen – nicht einmal vom Nestbau. Ich bin erst aufmerksam geworden, als ,die Babys‘ laut wurden. Im letzten Jahr hatten wir sogar ein Nest, in dem waren gleich zwölf von ihnen!“
Nach diesem schnellen Foto wurde natürlich gleich wieder der Leuchtturm zusammengesetzt. Minuten später kamen auch schon wieder Mama und Papa Meise vorbei mit Futter im Schnabel. Neun hungrige Mäuler zu stopfen, das macht wirklich ganz schön Arbeit...
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