Ade Du schnöde Mehrheitsgesellschaft und Hurra wir werden ein Vielvölkerstaat !

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Eine kleine Presseschau heutiger Printmedien vermittelt den Eindruck, dass wir eventuell schon länger in Parallelwelten leben.

Während die FR Mut macht und sich wie wahnsinnig darüber zu freuen scheint, dass unser Land nun nicht am demographischen Wandel zugrunde gehen wird, weil Migranten unsere Zukunft sichern, stellt die FAZ die Frage, ob unser Asylgesetz verfassungsfeindlich ist, weil es keine Begrenzung zu haben scheint und damit bei einem nicht enden wollenden "Flüchtlingstrom" unseren Staat gefährdet.
Der Artikel ist insofern interessant, weil er belegt, inwieweit das Asylgesetz durch immanente Schranken letztlich doch eine Beschränkung erfahren kann, was bereits 1950 in der noch jungen BRD praktiziert wurde, indem sie die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ablehnte.

In der FR erläutern ein Migrationsforscher und ein weiterer Experte in Sachen Einwanderung, dass wir uns in einer unumkehrbaren Situation befinden und die Fragen nach dem "Eigenen" im Gegensatz zum "Fremden" oder einer Leitkultur überholt sind, da wir in absehbarer Zeit keine Mehrheitsgesellschaft sein werden, sondern aus vielen nebeneinander existierenden Minderheiten bestehen werden. Dies wird als Glücksfall betrachtet und dem "Nörgler" Botho Strauß wird der Rang eines großen deutschen Dichters aberkannt, weil er das nicht so toll findet.
Die Grundlage unseres Zusammenlebens ist damit lediglich unser Grundgesetz und die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten.

In der FAZ findet sich ein Artikel, der den Auftritt des großen Erdogan in Frankreich als Angriff auf die französische Gastfreundschaft versteht, da der fromme Mann seine Anhänger mit Gebeten und der türkischen Nationalhymne auf die bevorstehende Wahl in der Türkei einstimmt, was im laizistischen Frankreich nicht gern gesehen wird. Immerhin hat er diesmal nicht behauptet, der Nachfahre berühmter Entdecker zu sein!
Die FR hat das nicht mitbekommen und berichtet lieber über andere Dinge.
Eine sträfliche Nachlässigkeit, denn wenn schon ein Vielvölkerstaat für gut befunden wird, sollte auf die zu erwartenden "Randerscheinungen"hingewiesen werden, die uns das türkische Staatsoberhaupt eindrucksvoll präsentiert, gestern in Frankreich und sicher auch bald bei uns.

Ich stelle mir gerade vor, welche Empörung es auslösen würde, wenn Deutsche sich versammeln,deutsche Fahnen in einer deutschen Stadt schwenkten und sich zudem erdreisteten, vorher noch ein Gebet und die deutsche Hymne anzustimmen. Wenn sie dann noch behaupten würden, dass sie Amerika entdeckt haben, dann wäre Deutschland wieder da wo es wohl nach Meinung der FR auf ewige Zeiten hingehört: am Katzentisch!

Es wird viel über Veränderungen, gesellschaftliche Prozesse und den demografischen Wandel gesprochen, aber noch keiner hat gesagt:

"Hey Leute, verabschiedet Euch von der Vorstellung, dass ihr in einem Land lebt, welches durch eine gemeinsame Geschichte und Kultur geprägt ist, die von anderen Kulturen allenfalls ergänzt wird, indem sinnvolle und wertvolle Errungenschaften aus diesen übernommen werden.
Nein, ihr lebt bald in einem Deutschland, in dem es viele verschiedene Kulturen gibt, die mehr oder weniger friedlich nebeneinander existieren, und Euren Anspruch auf die Deutungshoheit, den könnt ihr knicken, denn ihr seid bald eine Minderheit unter Vielen.
Und überhaupt, was meint ihr denn mit gemeinsamer Kultur oder Geschichte?"

Muss ich das gut finden, damit ich nicht fremdenfeindlich bin?
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16 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.10.2015 | 09:42  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.10.2015 | 14:30  
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 07.10.2015 | 12:22  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 07.10.2015 | 22:38  
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Martina Janßen aus Hattingen | 07.10.2015 | 23:43  
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Martina Janßen aus Hattingen | 09.10.2015 | 14:08  
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Martina Janßen aus Hattingen | 10.10.2015 | 01:09  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 10.10.2015 | 20:55  
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Martina Janßen aus Hattingen | 11.10.2015 | 00:06  
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Martina Janßen aus Hattingen | 11.10.2015 | 00:21  
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Holger Grosz aus Hattingen | 11.10.2015 | 14:41  
1.575
Martina Janßen aus Hattingen | 11.10.2015 | 20:01  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 11.10.2015 | 23:01  
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Martina Janßen aus Hattingen | 11.10.2015 | 23:16  
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Reinhard Gebauer aus Oberhausen | 14.10.2015 | 11:35  
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Martina Janßen aus Hattingen | 14.10.2015 | 22:30  
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