Buchempfehlung: "Das Migrations-Problem - Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung"" von Rolf Peter Sieferle

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Das vorliegende in Buchform erschienene Manuskript des Historikers Rolf Peter Sieferle wurde nach Sieferles Suizid im September 2016 veröffentlicht.

Nachrufe, die kurz nach Sieferles Tod erschienen, der als Historiker über Marx promovierte und dessen Forschungen sich mit der Naturgeschichte der menschlichen Gesellschaften befassten, beschreiben ihn als einen unerschrockenen und rationalen Denker.

Nachdem ich nun mehrere Texte von Sieferle gelesen habe, bin ich erschüttert über die im Anschluss an seine posthum veröffentlichten Texte vorangetriebene Hetzkampagne, die dem Historiker einen unlauteren Gesinnungswandel unterstellt.

Versuche diese Verfälschung richtig zu stellen wurden unterbunden und wer sich ein Bild darüber machen möchte, sollte den hierzu erschienenen Artikel lesen.

Nach dem Lesen dieses Buches verfestigt sich der Eindruck, dass Sieferles Tod eng mit seinen Erkenntnissen zusammenhängt:
Durch die Öffnung der Grenzen im Jahr 2015 und weitere Signale einer verantwortungslosen Politik werden wir einer Entwicklung ausgeliefert, die Europa so verändern wird, dass nichts von den Errungenschaften übrigbleibt, die nun dafür sorgen, dass sich Millionen Migranten auf den Weg zu uns begeben.

Dieses Buch ist schonungslos ehrlich und zeigt auf, wer von der Migration Millionen ungelernter und schwer integrierbarer und kulturfremder Migranten profitiert. Zugleich ist es eine Art Abrechnung mit den Architekten eines Europa ohne Nationalstaaten, die nicht verstanden haben, dass offene Grenzen und ein Sozialstaat sich im Grunde ausschließen, wenn dieser Staat Bestand haben soll!

In einem Essay spricht Sieferle von dem "ganz Europa destabiliesierenden Wahnsinn" und was dies genau bedeutet, beschreibt er recht eindrucksvoll, wenn er letztlich zu dem Schluss kommt, dass wir an unserer empathisch ausgerichteten Willkommenskultur ohne Regulierungsmöglichkeiten zugrunde gehen werden.

Es würde den Rahmen einer Buchempfehlung sprengen, all die Faktoren zu beschreiben, die dazu führen, dass unsere Aufnahmebereitschaft uns letztendlich der Basis unserer mühsam erschaffenen Daseinsform beraubt.

Dennoch will ich einen Punkt hervorheben, den wir alle momentan mehr oder weniger spüren:

Wir haben kein Vertrauen mehr!

Ohne Vertrauen funktioniert das gesellschaftliche Miteinander nur sehr mäßig. Vertrauen ist aber auf gewissen Übereinkünften aufgebaut und wenn wir tagtäglich sehen, wie diese Übereinkünfte zunichte gemacht werden, dann schwindet das, was eine Gesellschaft zusammenhält!

Eine "grenzenlose" Politik, die das "Deutschsein" zu einer Krankheit degradiert, an der nur noch Nationalisten oder Rechte hängen, die vermittelt nicht den Eindruck eines souveränen Staates und noch weniger gibt sie uns das Gefühl, dass wir diesen Politikern vertrauen könnten.

Wenn in Deutschland Türken ihre Fahnen schwenken,dann wird das toleriert Das Schwenken deutscher Fahnen führt unweigerlich zu Kritik und den Beteuerungen, man sei kein Nazi!
Das ist schizophren und die Freunde einer möglichst bunten Gesellschaft scheinen erst jetzt langsam zu begreifen, welche Signalwirkung ihre Pappschilderschwenkerei hatte.

Eine Politik, die Millionen Menschen aufnimmt, ohne zu klären, wie sich die eigene Bevölkerung damit zurechtfindet oder wie sich die Gesellschaft dadurch verändert, hat es nicht verdient, weiter geführt zu werden.

Sieferle war in der Tat ein unvoreingenmmener Denker. Er hat das Denken nicht eingestellt, wenn es unbequem oder unschön wurde. Im Gegensatz dazu scheinen sich die Verantwortlichen der "Flüchtlingspolitik" in einer Art Dämmerzustand zu befinden!

Schade, sie sollten seine Bücher lesen!!!
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3 Kommentare
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Bernd Derksen aus Bedburg-Hau | 25.07.2017 | 17:14  
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Martina Janßen aus Hattingen | 25.07.2017 | 21:39  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.07.2017 | 23:56  
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