Der Kita –Streik geht weiter. Verdi instrumentalisiert die Erzieherinnen zum Mitgliederfang. Auf Kosten der Familien.

Anzeige
Der Streik der kommunalen Kitas geht in die nächste Runde trotz Angebot der Arbeitgeber.
Drei Wochen Kita Streik, unbetreute Kinder, verzweifelte Eltern.
Am Freitag den 29.05.2015 trafen sich um 10 Uhr die Streikenden und Verdi-Vertreter mit der Stadtverwaltung in Hattingen vor dem Rathaus um ihre Forderungen zu stellen. Auch eine Handvoll betroffener Eltern und Kinder sind erschienen. Diese waren sicht- und hörbar wütend und verzweifelt. Wütend, aber nicht auf die Verwaltung wie die streikenden Erzieherinnen sich immer wieder selbst einredeten. Nein, sondern wütend auf Verdi und die Streikenden die weiter die Familien schädigen indem kommende Woche gestreikt wird, obwohl ein konkretes Verhandlungsangebot der Arbeitgeberseite vorliegt, das seit 28.05.2015 durch alle Medien verbreitet wird!
Zum Glück der Streikenden lag der Versammlungszeitpunkt um 10.00h so, dass ein Großteil der betroffenen Eltern arbeiten mussten, andernfalls hätten diese die wachsende Wut auf die Streikenden und den Verlust des Rückhalts durch die Elternschaft noch wesentlich deutlicher werden lassen. Mindestens 400 € für Erzieherinnen und 200 € für Kinderpflegerinnen monatliche Lohnerhöhung bieten die Kommunen an, aber Verdi reicht das nicht – es werden volle 10% für alle gefordert. Außerdem wird von Verdi betont es gäbe innerhalb des Arbeitgeberangebotes viele Ausnahmen. Schriftlich belegen konnten die VERDI-Vertreter vor Ort, die ominösen und nicht näher genannten Ausnahmen, diese Aussagen nicht!
Da nimmt sich so manche Kassiererin, Arzthelferin oder Friseurin, nun z.T. vom Chef mit Kündigung bedroht wegen der Fehlzeiten zur Kinderbetreuung aufgrund des Streikes, den eigenen Lohnzettel und wundert sich: Da bietet der Arbeitgeber (Verwaltungen) einen großen Schluck aus der Pulle und will sogar verhandeln! Aber Verdi und die Erzieherinnen halten die Eltern weiter in Geiselhaft und fordern dreist sogar noch deren Unterstützung. Die Erzieherinnen klagen dass Sie gar nicht die vom Kommunen genannten Gehälter bekämen obwohl sie auf einem Plakat angaben das eine Erzieherin mit Berufserfahrung über 3800€ Tariflohn hat. Schriftlich beweisen wollte keine der Streikenden dies am Freitag. Hat man etwas zu verbergen? Wenn zwei Parteien unterschiedliche Zahlen nennen aber nur eine dies schriftlich belegt kommt man verständlicher Weise zum Schluss dass die andere Partei die Unwahrheit sagt wenn selbst die Verdi-Gehaltstabelle den o.g. Wert bestätigt.
Bei intensivem Nachfragen stellte sich z.T. dann heraus das das geringere Gehalt dann aufgrund von Teilzeitverträgen besteht. 50 % Arbeit gleich 50 % Gehalt und 50 % Erhöhung, das ist in allen Berufen so. Warum scheinen einige Erzieherinnen 100 % Geld für 50 % Arbeit zu fordern? Hat da jemand den Boden unter den Füßen verloren? 1300 € bei 50 %, 2600 € bei Vollzeit ist ein normales Durchschnittsgehalt in diesem Land. Das sollte man nicht vergessen! Die Forderungen die gestellt werden sind erheblich höher.
Wahrscheinlich ist Verdi an dieser Verblendung schuld. Jahrelang sind der Gewerkschaft die Mitglieder weggelaufen. Nun Haut man rücksichtslos kräftig drauf (und trifft die unschuldigen Kinder und Ihre Eltern). Jeder Streiktag verbunden mit horrenden Gehaltsforderungen bringt Verdi neue Mitglieder. Völlig verkennend wem Sie schaden werden die Erzieherinnen zum Instrument der gewerkschaftseigenen Interessen, nämlich des Machtgewinns. Und die Gehirnwäsche bei den Mitgliedern funktioniert. Sie merken scheinbar nicht wie Sie benutzt werden.
Gebetsmühlenartig werden die Vorgaben der Gewerkschafter wiederholt. Zusätzliche Aufgaben: U3 Betreuung mit Wickelkindern, Frühförderung, Sprachförderung usw. Alles zusätzliche Aufgaben die den Erzieherinnen aufgebrummt wurden. Diese Klagen wegen Überlastung und das die Qualität der Betreuung unter dieser Mehrbelastung leidet. Dieses trägt die Elternschaft verständnisvoll mit, auch weil die Streikenden emotional immer wieder auf die armen Kinder hinweisen. Aber wer von den Eltern ist naiv genug zu glauben dass die Qualität der Betreuung besser wird durch mehr Geld. Überlastung wegen fehlenden Personals oder zu vieler Aufgaben bleibt Überlastung und somit schlechte Betreuung, selbst wenn man den Mitarbeitern 10000 € monatlich zahlen würde. Die Überlastung lässt sich nur mindern (und gleichzeitig die Qualität steigern!) wenn die Mehrarbeit durch zusätzliches Personal aufgefangen wird. Aber die Forderung nach mehr Personal fand sich auf keinem Schilder der Verdi-Demonstranten vor dem Rathaus! Hier wurde ausschließlich auf der Bezahlung herumgeritten. Mit Verlaub, aber das wirkt dann geldgierig. Aber anders lassen sich ja auch keine neuen VERDI-Mitglieder anwerben.
Fazit: Solange die Kommunen jegliche Verhandlungen und Angebote ausgeschlagen haben, hatten die Erzieherinnen die volle Unterstützung und das Verständnis der Eltern für den Arbeitskampf. Trotz aller Probleme für die Familien die der Streik zwangsläufig bedeutet hat. Volle drei Wochen lang! Eltern haben Ihren Jahresurlaub geopfert, unbezahlt Urlaub genommen, sind viel herumgefahren und haben sich Gedanken gemacht. Die Eltern haben Notbetreuungen organisiert!
Hallo Verdi: Wenn der Streik sich doch nicht gegen die Eltern richtet, warum haben Sie sie nicht dabei unterstützt. Andere Berufsgruppen versuchen bei Streiks unschuldig Betroffene zu unterstützen. Sie verziehen sich in Ihr Wahlbüro und sehen seelenruhig zu wie Sie die Existenzen der Familien gefährden.
LIEBE ERZIEHERIUNNEN UND ERZIEHER, gehen Sie doch mal in sich: Jetzt wo ein Verhandlungsangebot vorliegt bedeutet jeder weitere Tag an dem der Streik nicht ausgesetzt wird einen Tiefschlag gegen die Kinder und die Eltern den AUSSCHLIESSLICH Sie zu verantworten haben.
Sie sollen den Arbeitskampf nicht aufgeben! Aber ein Zeichen setzen das Sie nicht gegen die Familien kämpfen. Das können Sie indem Sie den Streik für eine Woche aussetzen und die Familien entlasten!
Die Eltern zu erpressen Druck auf die Kommunen auszuüben, obwohl ein großzügiges Verhandlungsangebot vorliegt, ist widerwärtig! Die Speerspitze im Arbeitskampf zu der Sie die Eltern machen wollen wendet sich mit jedem willkürlichen Streiktag mehr und mehr gegen Sie selbst!
Stellen Sie ruhig zusätzliche Forderungen zu den 400€ monatlich die bisher geboten wurden! Aber setzen sie den Streik sofort, solange Bewegung in den Verhandlungen ist, aus. Warten Sie nicht bis Forderungen laut werden Fachkräfte aus anderen EU-Staaten zur Sicherstellung der Betreuung anzuwerben!
Nehmen Sie mal Ihren Gehaltsstreifen und vergleichen ihn im engsten Bekanntenkreis mit einer Krankenschwester, Altenpflegerin, Bürokauffrau, Briefzustellerin, Kassiererin… . Sie wollen nicht? Angst das die Freundin, die bisher mit fiktiven Zahlen eingelullt wurde, plötzlich sauer wird? Nicht doch… .
Hochachtungsvoll
stellvertretend für alle die sich als Ihre Opfer sehen,
Kinder und ihre Familien
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
5 Kommentare
2.522
Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 01.06.2015 | 23:10  
23
Christian Pommerenke aus Hattingen | 02.06.2015 | 07:38  
2.522
Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 03.06.2015 | 21:24  
6
Marcus Lueg aus Hattingen | 06.06.2015 | 11:26  
6
Kurt Kiesewetter aus Hattingen | 07.06.2015 | 11:09  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.