Frank Mielke, der Mann für den Übergang

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Soll für die Übergangszeit vom 1. August bis zur Beigeordnetenwahl Dezernat 1 im Hattinger Rathaus übernehmen und Kämmerer sein: Frank Mielke
 
Dezernentin Beate Schiffer wird ab 1. August anstelle von Frank Burbulla neue Stellvertreterin für Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch.
Hattingen: Rathaus |

Über die Übergangszeit in der Stadtverwaltung ab dem 1. August bis zur Neuwahl eines neuen Ersten Beigeordneten sprach der STADTSPIEGEL mit Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch.

Zur Erinnerung: Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch stellt sich am 13. September nicht wieder zur Bürgermeisterwahl. Damit verlassen in diesem Jahr die beiden Hattinger Spitzenbeamten nahezu gleichzeitig die Stadtverwaltung – für ­diese keine einfach Situation.
Aber erst einmal der 1. August: In Abstimmung mit dem scheidenden Frank Burbulla hat sich Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch darüber ihre Gedanken gemacht, die sie dem STADTSPIEGEL gegenüber so formulierte:
„Ich habe mich mit den Fraktionsvorsitzenden im Vorfeld gesprochen. Demnach wird es keine kurzfristige Ausschreibung der Stelle eines Ersten Beigeordneten geben. Vielmehr soll der neue Bürgermeister mit einbezogen werden bei der Entscheidung über den Zuschnitt der eigenen Zuständigkeit und der des Ersten Beigeordneten. Denn es geht ja nicht nur um die Neuregelung der Zuständigkeiten von Herrn Burbulla, sondern auch um meine. Alles muss neu geordnet werden.“

Unterstützung von den Fachbereichsleitern

Da ist Kontinuität gefragt, für die eigentlich Frank Burbulla beim Bürgermeisterwechsel sorgen sollte. Jetzt soll Frank Mielke der Garant dafür sein – unterstützt selbstverständlich von den Fachbereichsleitern. Frank Mielke ist zurzeit zuständig für Personal, Organisation und Datenverarbeitung und laut der Bürgermeisterin ein Mann mit viel Verwaltungserfahrung.
Und demnächst noch mehr Aufgaben. Frank Mielke soll nämlich für die Übergangszeit ab dem 1. August bis zur Neuwahl des Ersten Beigeordneten dessen „Dezernat 1“ mit übernehmen. Das beinhaltet Personal, Organisation und Datenverarbeitung, Finanzen, Bürgerservice, Rechts- und Ordnungsangelegenheiten sowie Personalrat.
Auch Kämmerer wird er im Übergang. Dr. Goch: „Allerdings kann nur der Rat einen Kämmerer bestellen, als Bürgermeisterin kann ich jedoch einen einsetzen, der aber nur eingeschränkt handeln darf, etwa keine Entscheidungen über neue und unplanmäßige Ausgaben treffen darf. Das ist sehr einschneidend.“
Zur Bewältigung der zusätzlichen Aufgaben müsse nun darüber nachgedacht werden, ob Frank Mielkes Stelle aufgestockt werde. Allerdings bekomme er nicht mehr Geld und selbst durch eine Aufstockung von Stellenanteilen spare die Stadt immer noch das Beigeordneten-Gehalt, so Dr. Goch.

Beate Schiffer wird neue Stellvertreterin für Dr. Dagmar Goch

Ab dem 1. August, wenn Frank Burbulla nach Herne geht, benötigt die Bürgermeisterin eine neue Vertretung. Die wird jetzt die Beigeordnete Beate Schiffer übernehmen. Nicht infrage kam dafür Jens Hendrix, der „nur“ Fachbereichsleiter mit Dezernentenfunktion ist.
Interessant ist auch der zeitliche Rahmen für die Ausschreibung der Beigeordnetenstelle: Da diese der Rat beschließen muss, wäre dafür der 1. Oktober der früheste Sitzungstermin. Möchte sich der neue Bürgermeister allerdings erst nach seiner Wahl am 13. September kundig und Gedanken machen über den Zuschnitt seines Dezernats, dann käme erst die Ratssitzung am 26. November für eine Beschlussfassung über den Ausschreibungstext infrage.

Neuer Beigeordneter vielleicht erst im Frühsommer 2016

„Der Rat könnte dann erst im Frühjahr einen neuen Beigeordneten wählen“, so Dagmar Goch. „Der müsste dann sicherlich irgendwo noch seinen Schreibtisch räumen, was bestimmt auch rund zwei Monate dauert, so dass wir mit einem Nachfolger für Frank Burbulla dann erst im Frühsommer rechnen könnten.“
Bürgermeisterin Dagmar Goch hat in ihrem Zuständigkeitsbereich das Referat für Grundsatzfragen, Ratsangelegenheiten, Wahlen und Logistik, Feuerwehr und Rettungsdienst, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Touristik sowie Rechnungsprüfung.
Hätte sie gedacht, dass ihre Amtszeit einmal so turbulent zu Ende ginge? „Nein“, meint sie schmunzelnd, „aber irgendwie hat das auch etwas.“

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