Ist das Ruhrgebiet eine riesige deutsche Problemzone ?

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Der Sozialverband Deutschland hat seinen jährlichen Armutsbericht vorgelegt. Auf der einen Seite ist allgemein von leichter Entspannung die Rede. Auf der anderen Seite aber ist die Armut im Ruhrgebiet mit über 4 Prozent extrem gestiegen.
Woran liegt das?
Besonders Menschen, die jetzt in die Rente eintreten, fallen unter das Armutgrenze. Jetzt finden wir die ersten Opfer des Strukturwandels. Seit Mitte der siebziger Jahre begann für viele Arbeitnehmer die Zeit der unterbrochenen Berufskarrieren. Bisher sichere Arbeitsplätze in der Schwerindustrie, den Zechen oder in der Zulieferindustrie gingen verloren. Auch Frauen, die jetzt verstärkt ins Rentenalter eintreten, bekommen Einbrüche im Arbeitsleben finanziell zu spüren. Teilzeitjobs, 400 Euro-Karrieren oder Arbeitslosigkeit zeigen Wirkung!
Es sieht so aus, als ob sich dieser im Ruhrgebiet vorgefundene Trend in der Zukunft weiter um sich greift. In späteren Jahren wird sich dieser Trend auch in anderen Ländern zeigen. Dann wird nicht nur das Ruhrgebiet als Problemzone bezeichnet werden.
Die Politik ist jetzt gefordert. Besonders im Rentenrecht sind dringend Reformen gefordert. Sonst müssen die Sozialämter der Kommunen Ausgleichszahlungen leisten. Nordrhein-Westfalen hatte bereits erste Änderungen am Gesetz vorgenommen. Doch diese brauchen Zeit um zu greifen. Es ist an der Zeit, bundesweite Änderungen am Gesetz vorzunehmen.
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 24.02.2016 | 20:19  
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