VW - Das war einmal Vorzeigeprodukt der deutschen Wirtschaft. Und jetzt?

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Die Nachrichten zum Thema "VW" kommen fast nur beiläufig zu uns. Häufig erreichen sie uns aus den USA, werden in unseren Medien nur beiläufig kommentiert, schrecken aber trotzdem wegen der fast täglich steigenden Schadens- und Verlustmeldungen auf.
Natürlich haben die Berichte über den Flüchtlingsstrom und die Kriege im Arabischen Raum die Schlagzeilen auf ihrer Seite. Aber wir sollten wirtschaftliche Krisen im eigenen Land nicht vergessen, gerade weil diese durch die eigenen Manager selbst verursacht wurden. Hinter vorgehaltener Hand sprechen gewisse Kreise schon des öfteren von Betrug.
Dazu kommt, dass es aus Kreisen der Regierung seit langen zum Thema sehr still ist. Auch die niedersächsische Landesregierung, die ein Hauptaktionär ist, reagiert wie erstickt über die Horrormeldungen von der Börse. Verliert die Aktie doch nach jeder Schadensmeldung doch Milliarden an Aktienvermögen.
Aber da sind ja noch die Gewerkschaften, besonders die IG Metall. Besonders sie sitzt an gewichtiger Stelle im Konzern. Besonders das Gesetz der Mitbestimmung gibt den Vertretern der Arbeitnehmern starke Rechte. So ist der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates ein Vertreter der Arbeitnehmerseite. Trotzdem, was bleibt ? Aus dieser Ecke betroffene Funkstille.
Dabei drängt die Zeit. Niemand weiß, ob nach der nächsten Pannenmeldung nicht schon eine Gewinnwarnung folgt. Und dann werden die Verluste an der Börse in neue Dimensionen steigen. Und wer soll dann die Arbeitnehmer schützen?
Wird es nicht langsam Zeit über andere Schritte nachzudenken? So könnte ein frühzeitig eingeleitetes Insolvenzverfahren gefährdete Arbeitsplätze retten. Am Ende eines solchen Verfahren könnte die Übernahmen des Werkes in eine Gemeinwirtschaft führen. Dann wäre es auch möglich neue Forschungen und die Konstruktionen neuer Techniken in sicheren Händen zu übernehmen. Fast nur so ist es zur Zeit möglich das Werk und den Namen VW (Volkswagen) zu retten und auch zu erhalten.
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