Besinnliches von Winfried Langendonk: "Ein kleines Stück Brot"

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Winfried Langendonk, Pfarrer von St. Peter und Paul, Hattingen
Hattingen: St. Peter und Paul |

130 Mädchen und Jungen haben in diesen Tagen ein kleines Stück Brot bekommen. Ein kleines Stück Brot? Nein, für katholische Christen ist dieses kleine Stück Brot Jesus selbst. Die Kinder empfangen es zum ersten Mal mit dem Hinweis: Leib Christi und antworten mit dem hebräischem Bestätigungswort Amen.

Ja, so ganz einfach ist das nicht mit diesem Brot.
Der Evangelist Johannes lässt Jesus sagen: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben“ (Joh 6,35).
Zuvor hatte Jesus die Menschen satt gemacht, indem er fünf Brote und zwei Fische vermehrte, so dass sie für viele tausend Menschen reichten. Klar, da wollten sie ihn gleich zum König machen. Jesus will die Menschen aber nicht nur körperlich satt machen, sondern auch seelisch. Er möchte ihnen mehr geben. Liebe, Freundschaft, Frieden und Gerechtigkeit. Alles Eigenschaften, die den Menschen in der heutigen Gesellschaft abhanden zu kommen scheinen.
Der Empfang der heiligen Kommunion hat sich im Laufe der Geschichte verändert. Nach der Auferstehung Jesu – nach Ostern – haben sich seine Jünger regelmäßig zum Brotbrechen getroffen.
Ab dem 4. Jahrhundert wuchs die Ehrfurcht vor diesem Sakrament und immer weniger Menschen nahmen daran teil. Ehrfürchtiges Aufschauen tritt an die Stelle des Empfangens, das nur für den Priester vorgeschrieben bleibt.
Eine Änderung dieser Mentalität wurde eingeleitet durch Papst Pius X, der 1905 die häufigere Kommunion empfiehlt. Dass den Kommunionkindern und ihren Familien diese Freundschaft mit Jesus wichtig ist und bleibt und der Empfang eben nicht nur ein kleines Stück Brot, sondern Jesus selbst ist,
wünscht
Winfried Langendonk,
Pfarrer von St. Peter
und Paul, Hattingen
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