Die Sache mit den E Book Readern

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Ebook Reader (Foto: Free Photo, morguefile.com)
Es ist so eine Sache mit den reinen Ebook Readern. Ich glaube, die Technologie befindet sich erst im Anfanggsstadium.

Auf dem Markt gibt es Sony (PRS-T2), Amazon (Kindle), Barnes & Noble (Nook) als Marktführer, gefolgt von Kobo (Touch, Mini, Glo) und Samsung (E6).

Der Sony Reader und die meisten anderen Geräte anderer Anbieter haben nur s/w und graue Töne, keine Farbe, was also, wenn man Comics lesen will?

Ein Kreuz ist es auch mit den Formaten: Das bisher gängige PDF Format wird auf Ebook Geräten nur schlecht und viel zu langsam dargestellt. Am besten kann der Sony Reader mit dem Format ePub umgehen. Das ist immerhin das meistverbreitete Format (zur Zeit) und am ehesten kompatibel.
Der Kindle Reader hat wiederum als optimales Format *.mobi, *.epub bleibt bei Kindle Fehlanzeige.
Zwar gibt es kostenlose Programme, die Formate umwandeln können, sagen wir mal von PDF zu ePub, aber das Resultat ist mehr als unbefriedigend.
Diese Atomisierung der Formate enerviert mal wieder big time, sie wird auch "Turm zu eBabel" genannt. Es wäre lachhaft, wenn es nicht so traurig wäre, wie jeder sein eigenes Süppchen kocht – zu Lasten der Konsumenten.

Sicher wird mancher sagen, ein Tablet Computer stellt Farben dar, spielt MP3 Musik, gibt PDF Bücher gut wieder, kann Apps nutzen – Das stimmt, aber die Crux ist, dass der Akku nicht lange durchhält (5 – 10 Stunden).
In dem Moment, wo jemand einen Akku entwickelt und vermarktet, der ein Tablet einen Monat und länger laufen lässt, ist die Sparte der reinen Ebook Reader, die nur wenige limitierte Funktionen haben, nur noch Geschichte.

Doch bis dahin macht dessen Nutzung Sinn, wegen der langen Akku Laufzeit, des geringen Gewichts und der E Ink Technik (electrophoretic ink), die das Lesen am Bildschirm angenehmer macht als die LCD Technik.

Also wird der voll ausgerüstete Mensch im elektronischen Universum vorerst mit allen möglichen Geräten zugleich unterwegs und ausgerüstet sein, mit Laptop, Tablet, EBook Reader, Smartphone, MP3 Player usw. (Und sobald der Akku beim Smart Phone länger hält, wird auch ein MP3 Spieler obsolet.)

Fazit: Ebook Reader sind für jeden, der viel und gerne liest, eine wunderbare Technologie: leicht, in der Größe eines Taschenbuchs, lange Akku Laufzeit – bis zu 2 Monate, basierend auf einer halben Stunde Lesen pro Tag beim Sony Reader - , Kapazität Hunderte von Büchern zu speichern, die man sonst nicht mit sich herumtragen könnte, die Möglichkeit, sich E Bücher online rund um die Uhr bei der Bibliothek auszuleihen und die E Ink Technik, die dem Aussehen eines gedruckten Buchs sehr nahe kommt und die man auch bei Sonneneinstrahlung noch gut lesen kann. Und bezahlbar sind die Reader auch noch.

Man darf gespannt sein, wie sich Markt und Technologie weiterentwickeln und wie sich das Rennen von Tablet Computern und reinen Ebook Readern entscheidet.

Tipp: Bei der Stadtbibliothek Hattingen kann man sich diverse Reader ausleihen und diese ausprobieren. Die Bibliothek ist ab dem 3. Januar 2013 wieder geöffnet.
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2 Kommentare
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Bernd Jeucken aus Hattingen | 23.12.2012 | 14:47  
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Bernd Loewe aus Hattingen | 23.12.2012 | 16:06  
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