„Sozial-Frühstück“ mit Angeboten zur Hilfe

Wann? 06.09.2011 10:00 Uhr
Wo? Cafe Sprungbrett, Steinhagen 19, 45525 Hattingen DE
Sie stecken hinter der Idee des „Sozial-Frühstücks“, das ab Dienstag, 6. Septewmber, alle 14 Tage kostenlos im „Café Sprungbrett“ am Steinhagen für Bedürftige angeboten werden soll: (v.l.) Bernd Loewe („Hattingen solidarisch“) und Peter Dresia („Sprungbrett“). Foto: Römer
Hattingen: Cafe Sprungbrett | Es ist unbestreitbar: Die Armut wächst – auch in unserer Stadt. Zwar können „Hattingen soldarisch“ und „Sprungbrett“ nichts dagegen direkt unternehmen, doch wollen sie zumindest ideelle Unterstützung bieten, und zwar durch das neue „Sozial-Frühstück“.

Vom 6. September an soll es jeden ersten und dritten Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr im Café Sprungbrett, Steinhagen 19, angeboten werden. Dank eines Sponsors, der anonym bleiben möchte, soll dies (vorerst) kostenlos geschehen.
„Väter“ dieses „Sozial-Frühstücks“, an dem jeder Bedürftige ohne Anmeldung teilnehmen kann, sind Bernd Loewe (Hattingen solidarisch) und Peter Dresia (Sprungbrett). Sie beschreiben den Hintergrund des neuen Angebotes so:
„Das Sozial-Frühstück soll ein kostenfreies Angebot für alle Hattinger sein, die über ein geringes Einkommen verfügen oder ihren Lebensunterhalt mit Hilfe von staatlicher Unterstützung bestreiten müssen. Gleichzeitig ist es eine Möglichkeit, bei der die Betroffenen ihrer Isolation entfliehen können. Sie können in einer ,gleichberechtigten‘ Runde und angenehmer Atmosphäre Leute aus ähnlichen Situationen kennenlernen und sich mit ihnen austauschen. Geboten werden ihnen außerdem auf Wunsch Beratungen oder auch die Vermittlung von Kontakten zu Personen, die ihnen Hilfe bieten können.“
Mögliche Themen im Rahmen des Sozial-Frühstücks könnten beispielsweise sein Wohnungslosigkeit, Selbsthilfe, Anträge, Alleinerziehende, Schuldnerberatung, Ernährung, Bildung, Sucht, Hattinger Angebote, Institutionen und Vereine, Jobvermittlung, Frauenbüro oder Krankheit.
Bernd Loewe und Peter Dresia könnten sich auch vorstellen, dass sich im Wechsel einzelne Institutionen dabei präsentieren oder dass ein Handzettel erstellt wird mit allen wichtigen Adressen für den angesprochenen Personenkreis. Wichtig sei allerdings, dass es eine „lockere Runde“ gebe und keine Bevormundung oder gar thematische Überfrachtung.
Sie zählen aufgrund ihrer Erfahrung darauf, dass es bei den Betroffenen eine geringere Hemmschwelle gibt, ein solches Frühstück aufzusuchen, als gleich bei einer Behörde vorzusprechen. Schließlich sei man hier unter „Gleichgesinnten“.
Nur zwei Regeln, betont Peter Dresia als „Hausherr“ im Café Sprungbrett seien für alle Gäste dort gültig: keine Gewalt und keine Alkoholfahne.
Zehn bis 15 Menschen beim Frühstück zu haben, das peilen die beiden Macher an, die ganz bewusst das ihrer Meinung nach abwertende „Hartz-IV-Frühstück,“ das es bereits in anderen Städten gibt, bei der Namenssuche übergangen haben.
Bernd Loewe und Peter Dresia verstehen das Sozial-Frühstück als Experiment, das ausgebaut, aber nach einem halben Jahr möglicherweise auch wieder abgesetzt wird.
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Roland Römer aus Hattingen am 05.08.2011 um 17:04 Uhr  
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