Besinnliches von UdoH. Kriwett: "Frohes Neues..."

UdoH. Kriwett, kath. PastoralReferent in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Hattingen
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  • hochgeladen von Roland Römer

Wie oft sagen wir uns das in diesen ersten Tagen des neuen Jahres? Menschen rufen es sich quer über die Straße zu, nicht nur in der Silvesternacht. Frohes Neues Jahr!

Dieser tolle Wunsch zum Übergang in das nächste Jahr hat mich schon immer begeistert, weil er so einfach und so selbstverständlich rüberkommt. Jeder kann es Jedem wünschen, und Alle verstehen dasselbe darunter. Ganz unverkrampft und ohne schwierige Gedanken, ohne wenn und aber kann man sich sagen: Frohes Neues!
Dann die spielentscheidende Frage: Wie stelle ich mich auf in diesem „Frohen Neuen Jahr“!
Man könnte schon beim ersten Aufstehen am 1.1. voll die Katerstimmung haben und feststellen, dass doch alles beim Alten bleibt und ich ja eh nix machen oder verändern kann. Die Welt ist schlecht und das Leben ist beschissen, und ich hab dabei sowieso verloren usw. Dann könnte man auch gleich ganz liegenbleiben. Welt und Leben erscheinen als übermächtiger „Gegner“! So wird das Neue bestimmt nicht Froh.
Man könnte aber auch aufstehen und sagen: Es darf nicht alles beim Alten bleiben. Wir müssen die Welt und das Leben (und ich meines sowieso) in den Griff kriegen. Wilder Aktionismus wird kaum ein Problem lösen, weder auf der großen Weltbühne noch auf meiner kleinen Körperwaage. So wird nichts dauerhaft Neu und Froh erst recht nicht.
Vielleicht können wir das Frohe Neue einfach mal liebevoll umarmen, so wie wir es in der Silvesternacht mit unseren Lieben machen, wenn wir ihnen alles Gute wünschen.
Ich gebe jetzt mal den verträumten Spinner (einmal im Jahr darf man das): Wirklich liebevoll umarmen. Uns selbst, unsere Leute, die Fremden bei uns, das Leben und die Liebe, die Welt insgesamt. Und dann schauen wir mal, was aus dieser Haltung werden kann.
Ich muss übrigens nicht schon Mitte Februar ein Superheld oder Mitarbeiter des Monats sein, mein Land muss nicht das tollste und toleranteste des Globus sein und unser Planet nicht der strahlendste des Universums. Aber es darf alles liebevoll in diese Richtung zeigen.
UdoH. Kriwett, kath. PastoralReferent im liebevoll umarmten Hattingen

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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