Boys' Day in der Drogerie

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Drogistin Mandy Weißel, Siemran Sandhu (13), Erich-Kästner-Schule, Nico Weige und Christopher Jacoby, Gesamtschule Welper, dm-Filialleiter Ralf Jacoby Foto: Pielorz
In einer Drogerie arbeiteten früher ganz klassisch die Mädchen. Natürlich: Tiegel und Töpfchen, Wimperntusche und Kajal, Lippenstift und Müsliriegel – das passt schon.
Doch beim Boys‘ Day ging es eben nicht um die Damen. Die sollen beim Girls‘ Day in „klassische Männerberufe“ hineinschnuppern und umgekehrt die Jungs sich mit den eher weiblichen Berufen beschäftigen.
Für Christopher (12), Siemran (13) und Nico (12), alle in der 7. Klasse, bedeutete das ein paar Stunden im dm-Drogeriemarkt im Reschop Carré zu verbringen. Drogistin Mandy Weißel, seit 2006 im Unternehmen, betreute die Schüler, die alle ein weißes Drogerie-Shirt mit Aufdruck bekamen.
„Wir haben einen Plan aus der Vogelperspektive von dem Geschäft gezeichnet. Wir haben Regale beschriftet, mit Mitarbeitern Interviews durchgeführt, Waren eingeräumt und die Serviceleistungen des Unternehmens kennengelernt“, erklärt Nico.
Dann geht die Klingel – nur einmal. „Da will jemand etwas umtauschen“, sagen alle drei wie aus einem Munde. Das ist das Signal für die Mitarbeiter, die sich gerade hinter den Kulissen aufhalten. Zweimal Klingeln bedeutet die Besetzung der zweiten Kasse und beim dritten Klingeln muss die dritte Kasse geöffnet werden, weil der Laden brechend voll ist. Die Schüler fanden den Tag gut und würden gerne wiederkommen.
„Aber im nächsten Jahr müsst ihr doch etwas anderes kennenlernen“, meint Filial­leiter Ralf Jacoby. „Warum? Hier gibt es noch viele andere Dinge, die wir machen können“, sind sich die Jungen sicher.
„Der Beruf ist schon vielfältig“, sagt auch der Chef. „Wir sind Ausbildungsbetrieb und bieten auch Praktika und Schnuppertage an. Viele junge Menschen lernen hier auch Werte wie Disziplin, Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Geduld. Wer sich bewerben möchte, ist herzlich willkommen.“
„Ich habe hier meine Lehrerin aus der Grundschule getroffen“, meint Nico. Zum Schluss müssen die drei Jungen noch den Fragebogen der Schule ausfüllen. Dann ist der Boys‘ Day 2013 Geschichte.
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