Bezirksliga: Hedefspor Hattingen ist Tabellenführer - SFN II abgestiegen

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(von Toni Bertrams)

Der Kampf um den Landesliga-Aufstiegsplatz ist in der Bezirksliga-Staffel 6 Westfalens auch ein Kampf zwischen Hattingen und Sprockhövel. Hedefspor, das nach seinem 4:0 vom Donnerstag auf Rang eins liegt, und der SC Obersprockhövel tummeln sich an der Spitze.

Oberliga Westfalen
1. FC Gievenbeck – SC Westfalia Herne 3:3, FC Gütersloh – SV Westfalia Rhynern 2:1, DSC Arminia Bielefeld II – SC Roland Beckum 5:1.

Lothar Huber hat die Hoffnung, dass seine Oberliga-Spieler Champions-League-Fußball gesehen haben. „Und richtig hingeguckt haben“, sagt der Trainer der TSG Sprockhövel fast ein bisschen trotzig. Er wünscht sich, dass auch sein Team „richtig arbeitet, mutig ist und selbstbewusst auftritt“, sagt er. „Das haben beide deutschen Mannschaften richtig gut gemacht.“
Eine richtig gute Leistung wird der Tabellenzehnte (29 Punkte, 26:33 Tore) am Sonntag im Baumhof (15 Uhr) auch brauchen, um gegen den Tabellen-14. FC Gütersloh zu bestehen, der 18 seiner 25 Punkte (24:33 Tore) auswärts geholt, am Mittwoch den Tabellensechsten SV Westfalia Rhynern mit 2:1 besiegt und Lothar Huber dabei überhaupt nicht überrascht hat. „Irgendwann müssen die ja mal die Kurve kriegen, die gehören nicht da unten rein“, sagt der TSG-Coach, der voraussichtlich seine beste Besetzung aufbieten kann. Nach seiner Zehen-Verletzung ist auch Sebastian Sommer ins Training zurückgekehrt.
Lothar Huber fordert einen aggressiven, einen zweikampfstarken Auftritt von seiner Mannschaft – gerade in dieser Partie. „Nur Hacke, Spitze geht nicht“, sagt der Sprockhöveler Trainer. „Das ist ein ganz, ganz wichtiges Spiel für uns. Wenn wir gewinnen, geht’s aufwärts. Wenn wir verlieren, kriegen wir schon ein Problem. Wir dürfen nicht wieder körperlosen Fußball spielen wie in Neuenkirchen und bei dem kleinsten Gegenwind sofort aufstecken.“ Im Hinspiel hat es ein 1:1 gegeben.
Es gibt auch schon eine Spieler-Personalie für die neue Saison: Marcel Stenzel wird die TSG verlassen und zum MSV Duisburg II wechseln, der in der Regionalliga gegen den Abstieg spielt.


Landesliga Niederrhein, Gr. 1
FC Remscheid – TSV Ronsdorf 3:1, SV Burgaltendorf – DJK Arminia Klosterhardt 3:1, ASV Wuppertal – Vogelheimer SV 2:1, SSV Sudberg – FSV Vohwinkel 2:2.

Eigentlich braucht sich Trainer Jürgen Margref keine Sorgen zu machen. Seine Mannschaft ist auswärts das Maß aller Dinge, hat aus elf Partien 23 Punkte geholt, zwei mehr als in den 13 Heimspielen (21). Aber die Sportfreunde Niederwenigern müssen am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellen-14. FC Remscheid (20 Punkte, 37:40 Tore), der fünf Partien weniger absolviert hat, auf Naturrasen antreten. Wenn sie da mal nicht an der Wuppertaler Straße 21 im Röntgen-Stadion durchleuchtet werden.
„Ich erwarte einen heißen Kampf“, sagt Jürgen Margref, der Coach des Tabellenvierten (44 Punkte, 53:34 Tore). „Für die Remscheider geht’s gegen den Abstieg, aber wir wollen oben dranbleiben.“ Dass sie auch auf Naturrasen bestehen können, haben die Sportfreunde zuletzt beim ASV Wuppertal bewiesen, als sie nach einem 0:2-Rückstand mit 5:2 gewannen. „Das ist aber schwierig, wenn du nicht darauf trainierst. Dann ist es schon eine gewisse Umstellung“, sagt der SFN-Trainer.
Personelle Veränderungen sind nicht zu erwarten. Matthias Hendricks sollte eigentlich am Mittwoch im Nachholspiel der Reserve mal wieder spielen, hatte aber nach dem Aufwärmen signalisiert, dass es nicht funktioniert. So wird er für Sonntag kaum ein Thema sein – ebenso wenig wie Florian Machtemes, der allerdings inzwischen ins Lauftraining eingestiegen ist.
Weil Spitzenreiter DJK Arminia Klosterhardt am Donnerstagabend gepatzt hat (1:3), liegen die Sportfreunde nur zwei Punkte hinter dem Oberliga-Aufstiegsplatz.

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6
Hedefspor Hattingen – VfL Schwerte 4:0, VfK Iserlohn – VfB Schwelm 1:2, TuS Stöcken-Dahlerbrück – TSG Herdecke 2:5, TuS Ennepetal II – FSV Gevelsberg 3:2.

So ein bisschen kam sich Peter Kursinski am Donnerstagabend vor wie bei den Siegen in den Champions-League-Halbfinals des FC Bayern München und von Borussia Dortmund. „Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine erstklassige Leistung“, sagte der Trainer von Hedefspor Hattingen nach dem 4:0 (2:0) über den VfL Schwerte und nannte den Sprung an die Tabellenspitze (48 Punkte, 47:23 Tore) einen „schönen Nebeneffekt“.
Begeisterung pur – und für eine solche hatten die Hedef-Spieler bei ihrem Coach auch gesorgt, der froh war, dass er wieder auf Kai Kwiatkowski setzen konnte. „So stelle ich mir das vor, frühes Pressing gegen den Ball. Wir haben Schwerte keine Chance gelassen, Selçuk Adydin hat nicht einen Ball gehalten“, sagte Peter Kursinski, der übrigens noch nicht mit dem Hedef-Vorstand über die Saison 2013/14 undseine Trainer-Zukunft gesprochen hat. „Wir haben doch noch gar keine Zeit gehabt“, sagt er. „Aber das wird innerhalb eines Gesprächs entschieden.“
Torschützen gegen den VfL Schwerte waren Kapitän Yavuz Derin (14.), zweimal Max Claus (43., 58.) sowie der eingewechselte Orhan Yigit (83.).
Zu ihrem ersten Auftritt als Spitzenreiter müssen die Hedef-Kicker am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenvierten SG Hemer (42 Punkte, 46:36 Tore) in der Overhoff-Arena am Damm (Teichstraße 25) ran. Unentschieden endete das Hinspiel – 2:2.

Nein, so richtig kann er sich an die Fußball-Extreme seiner Spieler zwischen hui und pfui nicht gewöhnen. „Aber bei einer jungen Mannschaften gibt es nun mal Formschwankungen“, sagt Marius Kundrotas. Der Spielertrainer des Tabellen-14. TuS Hattingen (29 Punkte, 41:50 Tore) erwartet am Sonntag mit seinem Team im Wildhagen (15 Uhr) den Tabellenzwölften Geisecker SV, der zwei Punkte mehr und zwei Partien weniger als der TuS hat (58:51 Tore).
Und es gibt keine Möglichkeit, diese Leistungsschwankungen zumindest einzudämmen? „Dann muss man sich Spieler holen, die schon höher gespielt haben“, sagt Marius Kundrotas – wohl wissend, dieses Problem wegen des fehlenden Geldes nicht so einfach zu lösen. Die Aufgabe Geisecker SV müssen die Rot-Weißen aber auch so lösen können. Zwar haben die Schwerter den zweitbesten Sturm der Liga, „aber in der Abwehr sind sie wackelig“, sagt der TuS-Coach, der wohl auf Kevin Kessner (muskuläre Probleme) und Emrah Gül (Wadenverhärtung) verzichten muss. Im Hinspiel hat sich das Kundrotas-Team mit 5:4 durchgesetzt.

Mal wieder eine Top-Partie – und es wird mit Sicherheit nicht die letzte sein. „Wir haben wieder einen prickelnden Spieltag mit spannenden Spielen, die Zuschauer freuen sich“, sagt Dieter Iske, der Trainer des seit Donnerstagabend nur noch Tabellendritten SC Obersprockhövel (45 Punkte, 48:26 Tore). Er gastiert mit seinem Team am Sonntag (15 Uhr) am Bleichstein bei der TSG Herdecke (47 Punkte, 44:37 Tore), die eine Partie mehr absolviert hat.
Zwar gewannen die Obersprockhöveler in der Hinrunde mit 6:0, von diesem Ergebnis lässt sich Dieter Iske jedoch nicht blenden. „Die Herdecker sind die Überraschungsmannschaft. Kompliment an die junge Truppe, die nicht umsonst da oben steht“, sagt der SCO-Coach, der auf seine beste Formation zurückgreifen kann und auch Top-Stürmer Muhidin Ramovic wieder in der Startelf bringen wird. „Es wird ein Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden“, sagt er und verspricht Tempo sowie zwei hochmotivierte und offensive Teams. „Wir brennen!“
Für seine Fans setzt der Klub einen Bus ein. Los geht es um 14 Uhr am SCO-Treff. Fahrpreis: fünf Euro.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Sportfreunde Niederwenigern II – SC Velbert II 0:4, SV Union Velbert – TuS Union 09 Mülheim 2:1, TuS Grün-Weiß Wuppertal – SC Werden-Heidhausen 2:3, SV Rot-Weiß Mülheim – TVD Velbert 3:3, SG Kupferdreh-Byfang – SpVgg Steele 03/09 1:2, SSVg Velbert 02 II – SC Uellendahl 2:4, SSVg 09/12 Heiligenhaus – Heisinger SV 4:2, FC Kettwig – Schwarz-Weiß Essen 2:0 (kampflos).

Die deutlichen Zu-null-Niederlagen reihen sich nun aneinander, und seit Mittwoch haben die Sportfreunde Niederwenigern II die Gewissheit, 2013/14 wieder in der Kreisliga A zu spielen. Nach dem 0:4 (0:1) gegen den SC Velbert II kann das Schlusslicht (neun Punkte, 25:89 Tore) das rettende Ufer nicht mehr erreichen.
Weiter geht die Bezirksliga-Abschiedstour am Sonntag (11 Uhr) auf dem Glückauf-Sportplatz gegen den Tabellenachten FC Kettwig (32 Punkte, 42:40 Tore). In der Hinrunde hat es ein 2:2 gegeben.
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