Fußball: Hedefspor kassiert Phantomtor und verliert

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Hedefspor (rote Trikots) kassierte nicht nur ein Phantomtor und damit eine Niederlage im Heimspiel an der Munscheidstraße gegen den SC Hennen, sondern war auch die klar spielbestimmende Mannschaft – aber so ist Fußball eben... Foto: Groß
  (von Toni Bertrams)

Ein Sieg und vier Niederlagen sind die Sonntag-Bilanz der heimischen Fußball-Topteams. Erfolgreich waren nur die Sportfreunde Niederwenigern, die ihr Landesliga-Spiel mit 2:0 gegen den Vogelheimer SV gewannen.

Oberliga

SV Rödinghausen – TSG Sprockhövel 2:1, FC Eintracht Rheine – DSC Arminia Bielefeld II 1:3, SC Westfalia Herne – FC Gütersloh 0:2, Hammer SpVg – SuS Neuenkirchen 4:0, SV Zweckel – TuS Dornberg 1:0, SpVgg Erkenschwick – VfB Hüls 1:0, TuS Heven – Rot-Weiß Ahlen 1:2, SC Roland Beckum – TuS Erndtebrück 2:1, TuS Ennepetal – SV Westfalia Rhynern 0:3.

TSG Sprockhövel
Das Glück haben die Oberliga-Fußballer in diesen Tagen nicht gepachtet. Wieder einmal gab es ganz, ganz spät eine große Enttäuschung. Mit einem Fallrückzieher aus 16 Meter Entfernung gelang Manuel Eckel der 2:1 (1:1)-Siegtreffer für den Tabellenzweiten SV Rödinghausen. „Ein überragendes Tor, schlecht zu verteidigen“, sagte TSG-Trainer Lothar Huber. „Das macht er nur einmal in seinem Leben.“
Und so waren die Sprockhöveler trotz einer guten Leistung deprimiert. „Ich habe den Jungs aber gesagt, dass die Waage irgendwann wieder auf unsere Seite schlagen wird“, erklärte Lothar Huber, der in den ersten 45 Minuten keine Torchance, aber zwei Treffer gesehen hatte. Das 0:1 (44.) – „wir haben bei einem Eckball nicht aufgepasst“ (Huber) – glich Xhino Kadiu postwendend zum 1:1 aus.
Nach der Pause zeigte die TSG dann eindrucksvoll, dass sie den Top-Teams der Liga gewachsen ist. „Wir hätten das Spiel in der zweiten Halbzeit für uns entscheiden müssen“, sagte Lothar Huber.
Xhino Kadiu hatte zwei Riesen-Möglichkeiten, „aber der Torwart hat überragend gehalten“, lobte der Sprockhöveler Trainer Rödinghausens Keeper Jan Schönwälder. „Wenn wir in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel“, meinte der 61-Jährige, der hofft, dass er nicht länger auf Sebastian Greitemann verzichten muss, der mit einer schweren Fußprellung ausgeschieden ist.
Schon am Freitag (22. November, 19.30 Uhr) muss die TSG wieder ran, und zwar im Baumhof im Achtelfinale des Westfalenpokals. Dort trifft der Oberliga-14. (14 Punkte, 16:23 Tore) auf den Westfalenligisten DJK TuS Hordel, der seine Qualitäten vor allem in der Offensive hat. „Das wird keine einfache Aufgabe“, meint Lothar Huber. Aber es ist eine sehr reizvolle Aufgabe, weil der Viertelfinal-Gegner schon feststeht: Regionalligist Sportfreunde Siegen. „Das wäre ein richtiges Highlight“, sagt er.

Landesliga Niederrhein, Gr. 3

Sportfreunde Niederwenigern – Vogelheimer SV 2:0, Sportfreunde Hamborn 07 – ESC Rellinghausen 0:2, 1. FC Bocholt – FSV Duisburg 3:1, TuB Bocholt – Duisburger SV 1900 0:7, Viktoria Buchholz – VfB Bottrop 0:0, DJK Arminia Klosterhardt – Mülheimer SV 07 2:1, SpVg Schonnebeck – SC 26 Bocholt 1:1, Spvgg. Sterkrade-Nord – SV Rhenania Bottrop 4:0.

Sportfreunde Niederwenigern
Das war ein überzeugender Auftritt! „Wir haben sehr diszipliniert gespielt“, freute sich Jürgen Margref, der Trainer der Sportfreunde Niederwenigern, nach dem 2:0 (1:0) über den Vogelheimer SV. Und nachdem die Phase des Abtastens und Belauerns vorbei gewesen war und die Essener noch keinen ihrer gefürchteten Konter gesetzt hatten, zogen die Sportfreunde auch ein klasse Spiel auf. „Wir sind drei-, viermal alleine aufs Tor zu, haben unsere Chancen aber leider nicht genutzt“, sagte der SFN-Coach. „Das ist der einzige Vorwurf, den man der Mannschaft machen kann.“
Ein Ball fand den Weg aber doch ins Vogelheimer Netz. Nachdem David Moreno aus 22 Metern abgezogen hatte, stand es 1:0. „Ein wunderschönes Tor“, erklärte Jürgen Margref und freute sich besonders für den Torschützen, „nachdem er zuletzt ein bisschen Pech gehabt hatte. Latte, Pfosten.“
Kurz danach waren die Sportfreunde in Überzahl. Nach einer Notbremse an Fabian Lümmer hatte Hasan Beganovic Rot gesehen. „Eine sehr harte Entscheidung“, meinte Jürgen Margref. „Die Vogelheimer fühlten sich ein bisschen benachteiligt, was ich durchaus nachvollziehen kann.“
Das Ergebnis der Sportfreunde-Überzahl waren Überlegenheit und Torchancen in der zweiten Hälfte. „Wir hätten das Spiel früher entscheiden können“, sagte der SFN-Trainer.
So gab es für den Tabellensiebten (21 Punkte, 34:28 Tore) bei den Vogelheimer Standards immer noch was zu zittern. In der Nachspielzeit erlöste Christopher Weiß sein Team aber endgültig – 2:0. „Wir haben uns“, sagte Jürgen Margref, „mit einem ganz, ganz wichtigen Sieg belohnt.“
Ihr nächstes Pflichtspiel bestreiten die Sportfreunde am Donnerstag (21. November). Im Viertelfinale des Pokals des Kreises Essen Süd-Ost müssen sie beim Mülheimer A-Kreisligisten DJK Blau-Weiß Mintard antreten. Anstoß: 19.30 Uhr.

Landesliga Westfalen, Gr. 3

Hedefspor Hattingen – SC Hennen 1:2, Kirchhörder SC – TuS Eving-Lindenhorst 3:0, SSV Mühlhausen-Uelzen – SV Arminia Marten 3:3, SV Herbede – SV Höntrop 2:1, SV Wanne 11 – CSV SF Linden 0:0, Lüner SV – SV Sodingen 2:1, TuS Stockum – SV Brackel 06 3:0, SV Horst-Emscher 08 – Hasper SV 0:1.

Hedefspor Hattingen
Seung-Man Hong war fix und fertig. „Wir haben die so an die Wand gespielt“, war der Trainer von Hedefspor Hattingen von seinem Team begeistert. „Wir waren die klar bessere Mannschaft, aber was heute alles passiert ist, ist unfassbar.“ Unfassbar war für den Aufsteiger vor allem das Ergebnis, nämlich das 1:2 (1:1) gegen den SC Hennen und somit der Sturz auf Platz vier (24 Punkte, 24:18 Tore).
Nicht einmal drei Minuten waren vorbei, da wähnten sich die Hedef-Spieler in Sinsheim. Der Ball lag in ihrem Tor – wie damals nach dem Kopfball des Leverkuseners Stefan Kießling bei der TSG Hoffenheim. Torwart Selçuk Aydin zeigte Schiedsrichter Jonathan Lautz auch noch das Loch im Netz, durch das der Ball den Weg gefunden hatte. Aber der 19-jährige Unparteiische, der in der B-Jugend-Bundesliga pfeift, entschied auf Tor, auf Phantomtor halt, und Seung-Man Hong ärgerte sich „über das sehr unsportliche Verhalten der Gegner, die auf Tor pochten“.
Die Reaktion: wütend. „Aber das haben wir in gute Form umgewandelt. Wir haben in der ersten Halbzeit grandios gespielt“, sagte der Hedef-Coach. „Blöd war, dass dabei nur ein Tor herausgesprungen ist.“ Sebastian Späthe glich in der 37. Minute zum 1:1 aus.
Zwar war das Hedef-Spiel nach dem Wechsel nicht mehr so druckvoll, aber dennoch sehr überlegen geführt. „Es war zum Verrücktwerden“, erklärte Seung-Man Hong und verstand die Welt nicht mehr, vor allem die des Schiedsrichters nicht. Zunächst hatte Afeez Yaya Ola den Ball über die Linie bugsiert, dann auch Max Claus. Doch in beiden Fällen gab der Schiri zum Unverständnis Hedefs keinen Treffer.
„Und so wie es im Fußball dann ist, machen die in der 87. Minute mit einem Konter das 2:1“, sagte Seung-Man Hong. „Das war so unverdient, das habe ich selten erlebt.“

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

VfK Iserlohn – SC Obersprockhövel 1:0, FSV Gevelsberg – TuS Hattingen 2:0, TuS Ennepetal II – SC Berchum/Garenfeld 3:2, ETuS/DJK Schwerte – SV Bommern 2:0, SG Hemer – TSV Fichte Hagen 3:0, FC Wetter 10/30 – VTS Iserlohn 4:1, VfL Schwerte – TSG Herdecke 2:2, SpVg. Hagen 11 – TuS Wengern 2:3, DJK GW Menden – Geisecker SV 2:2.

SC Obersprockhövel
Nach nur einer Woche sind die Bezirksliga-Fußballer des SC Obersprockhövel den Platz an der Sonne auch schon wieder los und liegen nach ihrer 0:1 (0:1)-Niederlage beim VfK Iserlohn auf Rang zwei (33 Punkte, 48:15 Tore) einen Zähler hinter Spitzenreiter TSG Herdecke, der beim VfL Schwerte auch nur ein 2:2 schaffte.
„Die Niederlage geht in Ordnung, der VfK hat uns in der ersten Halbzeit den Schneid abgekauft“, sagte Trainer Dieter Iske und kündigte eine Fehleranalyse an.
Dann wird es wohl auch um die geforderten Dinge wie die hohe Laufbereitschaft und den Kombinationsfluss gehen, die am Sonntag vor allem die Iserlohner präsentiert hatten. Und so gelang ihnen auch in der 29. Minute das Tor des Tages.
Sein nächstes Pflichtspiel bestreitet der SCO am Mittwoch (20. November). Um 19.30 Uhr muss er auf dem Sportplatz Am Brunnen (Hauptstraße 156) beim A-Kreisligisten VfB Schwelm antreten. Es ist das Kreispokal-Achtelfinale.

TuS Hattingen
Marius Kundrotas erlebte am Sonntag ein Spiel der Sorte, die er überhaupt nicht mag – 0:1 nach zwei und 0:2 aus abseitsverdächtiger Position nach vier Minuten, und da stand der Endstand auch schon fest, mit dem sich der TuS Hattingen beim FSV Gevelsberg beugen musste. Obwohl die Rot-Weißen in der Folge im Stefansbachtal genügend Möglichkeiten hatten, das Spiel zu drehen.
Noch vor der Pause „hatten wir zwei, drei Möglichkeiten“, sagte der TuS-Coach, der nach dem Wechsel fast verzweifelt wäre, als gleich dreimal das Aluminium für die Gevelsberger rettete. Als die 90 Minuten dann vorbei waren, standen für den Tabellen.13. (16 Punkte, 25:39 Treffer) null Tore, aber „bestimmt sieben oder acht hundertprozentige Chancen“, sagte Marius Kundrotas.
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