Fußball: TSG suspendiert zwei Spieler - Sportfreunde im Pokalfinale

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Vom Ergebnis her souverän setzte sich Landesligist Sportfreunde Niederwenigern (gelbe Spielkleidung) auf eigenem Platz gegen den Kreisligisten SV Leithe mit 3:1 durch. SFN-Trainer Jürgen Margref bemängelte die Torausbeute. Dennoch stehen die Sportfreunde jetzt wieder einmal im Endspiel des Kreispokals gegen den Landesliga-Rivalen ESC Rellinghausen – allerdings erst Ende Mai 2014. Unser Foto zeigt (v.l.) Marius Barankiewicz (Leithe), Florian Machtemes (SFN) und Patrick Baran (Leithe) Foto: Kosjak
(von Toni Bertrams)

Zum Jahresabschluss lauten die positiven heimischen Fußball-Nachrichten: Landesligist Sportfreunde Niederwenigern hat sich für den Niederrheinpokal qualifiziert und Bezirksligist SC Obersprockhövel klettert auf Platz zwei. Indes hat Lothar Huber, der Trainer des Oberligisten TSG Sprockhövel, zwei Spieler suspendiert.

Oberliga

SpVgg Erkenschwick – TSG Sprockhövel 3:0, TuS Heven – SV Westfalia Rhynern 1:0, Hammer SpVg – Rot-Weiß Ahlen 1:1, SuS Neuenkirchen – FC Eintracht Rheine 3:2, SC Roland Beckum – DSC Arminia Bielefeld II 0:2, SC Westfalia Herne – VfB Hüls 0:1, FC Gütersloh – TuS Dornberg ag, SV Rödinghausen – TuS Ennepetal ag.

TSG Sprockhövel
Im letzten Spiel des Jahres hat es bei den Oberliga-Fußballern der TSG Sprockhövel gerappelt. Im Karton, wie man so schön sagt. So kassierten sie nicht nur eine 0:3 (0:1)-Niederlage bei der SpVgg Erkenschwick, sondern verloren auch zwei Spieler. Und nach deren Platzverweisen suspendierte Trainer Lothar Huber gleich beide: Peter Rios Pfannenschmidt und Hakan Gültekin. „Sie spielen bei mir keine Rolle mehr“, sagte der 61-Jährige. „Ihr Verhalten war unverantwortlich.“
Im Einzelnen: Peter Rios-Pfannenschmidt ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und Kathrin Heimann – die 28-jährige Gladbeckerin pfeift in der Frauen-Bundesliga – keine Chance: glatt Rot. „Total unnötig, es war gar kein Ball in der Nähe“, sagte Lothar Huber. Das war nach 40 Minuten, als die TSG mit 0:1 hinten lag, nachdem Erkenschwicks Top-Stürmer Stefan Oerterer getroffen hatte (28.).
Allerdings wäre diese Unterzahl noch zu verkraften gewesen. Zumal die Sprockhöveler Chancen gehabt hatten. Aber Phillipp Schulz traf aus fünf Metern nur einen Abwehrspieler, während Emre Yesilova einen Freistoß an die Latte setzte.
Aber zehn Minuten nach dem Wechsel sah dann Hakan Gültekin die Gelb-Rote Karte, nachdem er einem Gegenspieler den Ball beim Einwurf an den Kopf geworfen hatte. „Ich hatte“, ärgerte sich Lothar Huber, „ihm in der Halbzeit noch gesagt, er solle aufpassen. Aber das sind Dinge, die nicht gehen.“
Acht Sprockhöveler gegen zehn Oer-Erkenschwicker Feldspieler. „Das hatte mit Fußball nichts mehr zu tun. Da weiß man ja nicht, wo man hinlaufen soll“, berichtete der TSG-Coach. „Wir haben nur noch versucht, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Die acht Spieler, die auf dem Platz gestanden haben, haben alles versucht.“
Aber sie konnten den 17. Saisontreffer Stefan Oerterers sowie das 0:3, für das Janos Bluhm verantwortlich war, nicht verhindern. „Hätten sich die Erkenschwicker nicht so doof angestellt, wäre es noch deutlicher geworden“, erklärte Lothar Huber und lobte seinen Schlussmann. „Patrick Knieps hat super gehalten“, sagte der Trainer des Tabellen-14. (17 Punkte, 17:28 Tore), der am 6. Januar (Montag) mit der Vorbereitung auf die zweite Serie starten wird.
Diese beginnt am 9. Februar (Sonntag, 15 Uhr) mit dem Nachholspiel beim Tabellen­drittletzten SC Westfalia Herne.

Kreispokal Essen Süd-Ost

Sportfreunde Niederwenigern – SV Leithe 19/65 3:1, ESC Rellinghausen – SC Werden-Heidhausen 3:0.

Sportfreunde Niederwenigern
Die entscheidende Nachricht ist: Die Sportfreunde Niederwenigern stehen im Endspiel des Kreispokals und dürfen in der Saison 2014/15 erneut im Niederrheinpokal starten.
Zufrieden war Trainer Jürgen Margref nach dem 3:1 (2:1)-Halbfinalsieg über den A-Kreisligisten SV Leithe 19/65 jedoch nicht. „Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht“, sagte der 44-Jährige, der Torwart Daniel Paries, dem Berufssoldaten, vor dessen Gang nach Bayern ein Abschiedsspiel gönnte.
Zunächst lief es jedoch wie am Schnürchen: Florian Machtemes traf schon nach fünf Minuten zum 1:0 und Lauritz Angerstein nach neun Minuten zum 2:0. Nach 26 Minuten dann aber ein Aufreger auf der anderen Seite: Julian Reuter sah die Rote Karte. „Wegen einer vermeintlichen Notbremse“, sagte der SFN-Coach. Und prompt schafften die Gäste mit ihrer ersten Chance den 1:2-Anschlusstreffer.
Sorgen musste sich Jürgen Margref um sein Team jedoch nicht wirklich machen. „Wir waren klar überlegen“, sagte er, „hätten allerdings zwei, drei Tore mehr machen müssen. Wir hätten es einfacher haben können.“ Sofern es bei den Sportfreunden doch ein störendes Kribbeln gegeben haben sollte, wurde dies in der 69. Minute beendet: Luca Dobinski traf zum 3:1-Endstand.
Im Finale trifft Niederwenigern auf seinen Landesliga-Rivalen ESC Rellinghausen, der den Bezirksligisten SC Werden-Heidhausen mit 3:0 ausgeschaltet hat. Terminiert ist das Endspiel im Kreis Essen Süd-Ost für den 28. Mai 2014 (Mittwoch).

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6

FSV Gevelsberg – SC Obersprockhövel 1:2, Geisecker SV – TuS Hattingen 5:0, VfL Schwerte – SC Berchum/Garenfeld 2:0, TSV Fichte Hagen – ETuS/DJK Schwerte 1:3, VfK Iserlohn – SV Bommern 0:1, TuS Wengern – FC Wetter 10/30 0:2, SG Hemer – TSG Herdecke 1:2, DJK GW Menden – VTS Iserlohn 1:1, SpVg. Hagen 11 – TuS Ennepetal II 3:0.

SC Obersprockhövel
Die Tabelle zum Ausschneiden ist noch nicht fertig. Aber die Bezirksliga-Fußballer des SC Obersprockhövel haben dennoch einen ganz netten Wandschmuck für ihre Winterpause. Nach dem 2:1 (1:1)-Sieg beim FSV Gevelsberg rangieren sie mit einem Zähler Rückstand auf Spitzenreiter TSG Herdecke, die mit 2:1 bei der SG Hemer gewonnen hat, auf dem zweiten Platz (38 Punkte, 53:19 Tore).
Mann des Tages im Stefansbachtal war am Samstag Nermin Jonuzi. Vor der Pause glich er den Rückstand zum 1:1 aus, und Dieter Iske haderte zu diesem Zeitpunkt. „Wenn es nach den Chancen gegangen wäre, hätten wir mit zwei, drei Toren führen müssen“, sagte der Obersprockhöveler Trainer.
Nach der ausgeglichenen zweiten Hälfte war der SCO-Coach aber froh, dass überhaupt eine Führung für sein Team stand, nämlich die 2:1-Führung, die den zwölften Saisonsieg im 18. Spiel bedeutete. Wieder war es Nermin Jonuzi, der diesmal eine tolle Einzelaktion abschloss, nachdem er drei Gevelsberger hatte stehen lassen – in der 90. Minute, ganz kurz vor der Weihnachtsfeier.

TuS Hattingen
Es war jetzt schon das achte Spiel in Folge, das der TuS Hattingen nicht gewonnen hat. Ein Pünktchen ist die mickrige Bilanz aus diesen Partien. Nach der 0:5 (0:3)-Klatsche beim Geisecker SV – es wurde also doch noch schlimmer als im Hinspiel (4:7), obwohl Spielertrainer Marius Kundrotas dies nicht befürchtet hatte – stehen die Rot-Weißen zwar noch nicht auf einem Abstiegsplatz, nehmen jedoch auf Rang 14 nur noch einen einzigen Zähler Vorsprung mit in die zweite Serie (16 Punkte, 26:49 Tore).
„Gut, dass jetzt Winterpause ist“, sagte Marius Kundrotas fast erleichtert. Auf dem Ascheplatz in Schwerte erwischten die Rot-Weißen einen schlechten und unglücklichen Start: Nach 14 Minuten lagen sie mit 0:1 zurück, nur zwei Minuten später schon mit 0:2, nachdem Geisecke zum Unverständnis des TuS-Trainers einen Elfmeter zugesprochen bekommen hatte.
Nach dem 0:3-Pausenrückstand bemühte sich der TuS dann um Ergebniskosmetik, hatte dabei jedoch überhaupt keinen Erfolg und ging unter. „Die Niederlage ist zu hoch ausgefallen“, erklärte Marius Kundrotas zwar. „Aber dieses 0:5 setzt auch den Trend der vergangenen Wochen fort.“
Eben acht Partien in Folge ohne Sieg.
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