Gelungene Generalprobe für den SC Obersprockhövel

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Gelungene Generalprobe für die morgige Landesliga-Relegation: Am Schlagbaum schlug der SC Obersprockhövel SW Breckerfeld klar mit 3:0. Muhidin Ramovic (grüne Spielkleidung, vorne) schaffte dabei seinen 27. Saisontreffer und landete in dieser Bezirksliga-Staffel auf Platz drei der Torjägerliste. Foto: Kosjak
(von Toni Bertrams)

Die Saison ist beendet – nur noch nicht für den SC Obersprockhövel, der als Tabellenzweiter in die Relegation muss, in der zwölf Bezirksligisten um einen Landesliga-Platz kämpfen.Oberligist TSG Sprockhövel verliert Berkant Canbulut.

Oberliga
TSG Sprockhövel – SV Schermbeck 3:0, TuS Erndtebrück – TuS Heven 3:4, SuS Neuenkirchen – SV Lippstadt 08 4:1, FC Gütersloh – TuS Dornberg 4:2, SG Wattenscheid 09 – SC Roland Beckum 4:1, Hammer SpVg – Rot-Weiß Ahlen 1:1, DSC Arminia Bielefeld II – SC Westfalia Herne 0:1, 1. FC Gievenbeck – SpVgg Erkenschwick 1:3, TuS Ennepetal – SV Westfalia Rhynern 1:3.

TSG Sprockhövel
Obwohl es für die TSG Sprockhövel nur noch um Saisonkosmetik ging, zeigte sie sich am 34. und letzten Oberliga-Spieltag von ihrer starken Seite. Das war bitter für den Gegner: Weil sich das Team von Trainer Lothar Huber mit 3:0 (1:0) durchsetzte und der von Jörg Silberbach trainierte SC Westfalia Herne mit 1:0 beim DSC Arminia Bielefeld II gewann, muss der SV Schermbeck in die Westfalenliga absteigen.
600 Zuschauer sahen den Tabellenzehnten (45 Punkte, 41:40 Tore), der nun auch ein positives Torverhältnis hat, im Baumhof klar überlegen. „Das war so, wie ich mir das vorgestellt hatte, dass wir uns nichts vorzuwerfen lassen brauchen“, sagte Lothar Huber. „Herne hat sich auch bedankt.“ Allerdings hatte der TSG-Coach von den Gästen schon ein bisschen mehr erwartet. „In der ersten Halbzeit hatten sie gar nichts, in der zweiten eine gute Chance. Aber da stand es schon 2:0“, berichtete Lothar Huber. „Die Schermbecker kamen nie für einen Sieg in Frage, nicht einmal für ein Unentschieden.“
Schon in der achten Minute traf Xhino Kadiu zum 1:0, und nach der Pause baute der Grieche die Sprockhöveler Führung auf 2:0 aus (72.). Für den Schlusspunkt beim zwölften TSG-Saisonsieg sorgte der eingewechselte Marcel Ramsey in der 82. Minute.
Der 3:0-Schütze, der zum Wittener Liga-Rivalen TuS Heven wechselt, wird zum Start der Saisonvorbereitung am 8. Juli (Montag) ebenso wie Marcel Stenzel (MSV Duisburg II – der STADTSPIEGEL berichtete) nicht mehr dabei sein.
Und auch Berkant Canbulut nicht. Nach zwei Spielzeiten werden die Sprockhöveler ein Trumpf-Ass verlieren, das vor einem Jahr schon umworben war. Der 21-Jährige wird in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen – entweder bei Fortuna Düsseldorf II oder bei Aufsteiger SG Wattenscheid 09.
Leiten wird die ersten Einheiten übrigens Co-Trainer Andrius Balaika, da Lothar Huber noch im Urlaub sein wird. Dann auf dem neuen Baumhof-Kunstrasen? „Wenn wir Glück haben, wird alles fertig sein“, sagt der TSG-Coach. „Ansonsten müssen wir ein paar Tage woanders trainieren.“



SV Burgaltendorf – Sportfreunde Niederwenigern 0:0, ASV Wuppertal – Rot-Weiß Essen II 1:4, Vogelheimer SV – SuS Haarzopf 1:0, ESC Rellinghausen – FC Remscheid 8:0, Tuspo Richrath – SpVg Schonnebeck 1:3, VfB Bottrop – SSV Sudberg 9:0, TSV Ronsdorf – FSV Vohwinkel 2:3, DJK Arminia Klosterhardt – SC Velbert 2:4..

Sportfreunde Niederwenigern
Zum Saisonabschluss gab es zwar keine Tore, aber einen herrlichen Sonntag für die Sportfreunde Niederwenigern. „Eigentlich müsste ich jetzt aufhören“, flachste Trainer Jürgen Magref nach dem 0:0 beim SV Burgaltendorf und zählte dann auf: „Stadtmeister auf dem Feld, Stadtmeister in der Halle, Kreispokal-Sieger, für den Niederrheinpokal qualifiziert und die beste Platzierung der Vereinsgeschichte.“ Auf Rang vier beendeten die Sportfreunde ihr zweites Landesliga-Jahr (55 Punkte, 64:43 Zähler) – verbunden mit einem unbedeutenden Titel als beste Auswärtsmannschaft der Liga (28 Zähler, 28:19 Treffer).
„Ich war noch nie so entspannt vor dem letzten Saisonspiel. In den vergangenen Jahren ging es immer um irgendwas“, berichtete Jürgen Margref, der sein Team dann auch überlegen sah und überrascht war, dass der Dorf-Nachbar so wenig tat. „Wir waren die klar bessere Mannschaft. Die Burgaltendorfer haben nichts riskiert“, sagte er. Dabei hätte ihnen ein Tor zum Klassenerhalt gereicht – jetzt müssen sie in die Relegation.
Daran hätte sich auch nichts geändert, wenn die Sportfreunde diese Partie gewonnen hätten. Und kurz vor der Pause gab es eine Riesenmöglichkeit. Zwar war von Fabian Lümmer diesmal nicht so sehr viel zu sehen, „er war ganz gut abgemeldet“ (Margref), aber er holte einen Elfmeter heraus: die Chance also für Fabian Feldmann. Doch der SFN-Innenverteidiger schoss vorbei.
Glückwünsche schickte Jürgen Margref dann noch zur Munscheidstraße und Hedefspors Trainer Peter Kursinski. „Das ist aller Ehren wert“, sagte der 44-Jährige, „und gut für den Fußball in Hattingen, einen zweiten Landesligisten zu haben.“

Bezirksliga Westfalen, Gr. 6
SC Obersprockhövel – SpVg SW Breckerfeld 3:0, VfL Schwerte – Hedefspor Hattingen 0:6, ETuS/DJK Schwerte – TuS Hattingen 3:4, Geisecker SV – FSV Gevelsberg 5:1, TuS Ennepetal II – VTS Iserlohn 0:0, VfB Schwelm – SSV Kalthof 8:0, VfK Iserlohn – TSV Fichte Hagen 5:3, TuS Wengern – SG Hemer 1:1, TSG Herdecke – TuS Stöcken-Dahlerbrück 6:3.

SC Obersprockhövel
Vier Tage vor dem ersten Relegationsspiel um den Landesliga-Aufstieg hat der SC Obersprockhövel seine letzte Saisonpartie mit 3:0 (1:0) gegen die SpVg SW Breckerfeld gewonnen und diese damit zurück in die Kreisliga A geschickt.
Es war eine gemischte Generalprobe, bei der die Defensive in der ersten Hälfte Schwächen offenbarte, die nur deshalb nicht bestraft wurden, weil Stefan Gosing ein Klasse-Keeper ist. Gut war zudem, dass Muhidin Ramovic schon in der vierten Minute seinen 27. Saisontreffer erzielt hatte. Damit landet er in der Torjäger-Liste der Bezirksliga-Staffel 6 auf Rang drei.
Der Tabellenzweite (66 Punkte, 70:40 Tore) trat nach dem Wechsel besser auf. „Das schnelle Kurzpass-Spiel haben wir unter der Woche noch mal bewusst trainiert“, sagte Trainer Dieter Iske. „Das hat mir heute gut gefallen.“
Und es führte auch zu den SCO-Treffern zwei und drei, für die Alexander Valdix (52.) und der starke Brian Sieweke (77.) verantwortlich waren.
Ungleich schwerer wird die Aufgabe am Donnerstag (13. Juni, 19 Uhr) nach einer 90-Kilometer-Fahrt. In Bad Sassendorf (Steinmicker Weg 8) müssen die Obersprockhöveler in der ersten Runde der Landesliga-Relegation gegen den BV Bad Lippspringe ran, der die Staffel 3 mit 76 Punkten und 100:26 Toren abgeschlossen hat. Der Gewinner trifft im Viertelfinale am Sonntag auf den SV Vestia Disteln (Herten).

Hedefspor Hattingen
Und noch einmal zu null: Meister und Neu-Landesligist Hedefspor Hattingen (72 Punkte, 69:27 Tore) beendete die Saison mit seinem 22. Sieg im 34. Spiel, dem 6:0 (2:0) beim VfL Schwerte, und zeigte dabei noch einmal eine Klasse-Leistung – quasi als Abschlussbestätigung für den Titel und den Aufstieg. „Wir haben hervorragend Fußball gespielt“, sagte Co-Trainer Serdal Turan.
Die Schwerter, die einst von der direkten Rückkehr in die Landesliga geträumt hatten, brachten in ihrem Stadion nichts zustande. Ganz stimmt das nicht: Zweimal tauchten sie vor Selçuk Aydin auf, fanden aber im Hedef-Keeper ihren Meister.
Nachdem vor der Pause Orhan Yigit und Max Claus getroffen hatten, schraubte Max Claus, der in der Winterpause vom Wuppertaler SV Borussia II gekommen war, sein Konto um zwei weitere Treffer auf zwölf hoch. Für den Schlusspunkt am Sonntag sorgten der eingewechselte Ufuk Mercimek sowie Yusuf Aydin mit einem Klasse-Freistoßtor.
Und in Schwerte ist folgende Überschrift zu lesen: „Hedef­spor zerlegt den VfL in seine Einzelteile.“

TuS Hattingen
Besser waren in der Rückrunde nur Hedefspor Hattingen und der SC Obersprockhövel, so dass der TuS Hattingen die Saison auf einem starken siebten Platz (51 Punkte, 68:61 Tore) abgeschlossen hat. Dank ihres 4:3 (0:2)-Erfolges beim ETuS/DJK Schwerte, der trotzdem den Klassenerhalt schaffte, feierten die Rot-Weißen ihren zehnten Sieg in der zweiten Saisonhälfte.
Es war eine unterhaltsame Partie, in der der TuS nach 45 Minuten aber mit 0:2 hinten lag, so dass Spielertrainer Marius Kundrotas in der Pause deutliche Worte finden musste und auch fand.
Siehe da: Sehr motiviert kamen die Hattinger aus der Kabine und auch ganz schnell zurück ins Spiel. Sie brauchten nur 18 Minuten, um dank Nuri Ulutas und zweimal Moritz Zöllner mit 3:2 in Führung zu gehen.
Statt nun jedoch für die Entscheidung zu sorgen, verlor der TuS den Faden und die Führung. Aber da war ja noch Kevin Kessner, der Schwertes Keeper Jens Reinke überlupfte und den 4:3-Siegtreffer markierte (80.). „Ein großes Kompliment an die Mannschaft“, sagte Marius Kundrotas. „Manchmal ist es nicht einfach, den Bock umzustoßen: Wir haben es aber geschafft.“


Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Sportfreunde Niederwenigern II – SC Werden-Heidhausen 1:2, SG Kupferdreh-Byfang – Heisinger SV 1:0, SSVg Velbert 02 II – SpVgg Steele 03/09 0:0, SV Rot-Weiß Mülheim – SC Uellendahl 5:4, FC Kettwig – TVD Velbert 4:2, TuS Grün-Weiß Wuppertal – TuS Union 09 Mülheim 5:1, SSVg 09/12 Heiligenhaus – SC Velbert II 2:2, SV Union Velbert – Schwarz-Weiß Essen II 2:0 (kampflos).

Sportfreunde Niederwenigern II
Mit zumindest einem Treffer haben sich die Sportfreunde Niederwenigern II nach zwei Jahren aus der Bezirksliga verabschiedet. Das Tabellenschlusslicht verlor sein Heimspiel gegen den SC Werden-Heidhausen mit 1:2 (0:1). Nach dem 0:2-Rückstand gelang Florian Ebert in der 83. Minute das Ehrentor für die SFN-Zweite (zwölf Punkte, 29:131 Tore), der im Schnitt nicht ein Treffer pro Spiel gelungen ist.
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