Jürgen Margref: Das wird eine unterhaltsame Saison

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Der Kader von Landesligist Sportfreunde Niederwenigern für die Saison 2013/14. Foto: Kosjak
 
Ex-Profi Jürgen Margref ist auch in der dritten Landesliga-Saison der Sportfreunde Niederweni­gern als Cheftrainer dabei.
Hattingen: Sportfreunde Niederwenigern | (von Toni Bertrams)

Nein, auch in der dritten Saison nach dem Aufstieg, da ist sich Trainer Jürgen Margref total sicher, wird es für die Sportfreunde Niederwenigern in der Fußball-Landesliga nicht ruhig. „Entweder spielst du um den Aufstieg oder gegen den Abstieg“, sagt er. „Das wird eine unterhaltsame Saison. Nicht nur für uns.“

Eine Liga ohne Tabellenmittelfeld? Das liegt daran, dass der Fußballverband Niederrhein seine Spielklassen reformiert, dass in den kommenden Jahren aus drei Landesliga-Staffeln zwei werden sollen.
Und für 2013/14 bedeutet dies für die Sportfreunde, nachdem sie in ihrem ersten Jahr um den Klassenerhalt bangen mussten und im zweiten vom Oberliga-Aufstieg träumen durften, dass sie mindestens auf Rang zehn landen müssen, um sich auch 2014/15 Landesligist nennen zu dürfen.
„Fünf Mannschaften werden absteigen, eventuell sogar sechs“, erklärt Jürgen Margref, der gegebenenfalls zum Saisonende auch schauen muss, wie sich die Niederrhein-Klubs in der Regionalliga schlagen werden.
Das ist jedoch eine Fußball-Musik, die erst im Mai des nächsten Jahres gespielt wird. Ziel der Sportfreunde aber ist es, bei dieser Musik überhaupt nicht mitklimpern zu müssen. Zu einer Prognose für seine Mannschaft lässt sich Jürgen Margref jedoch noch nicht hinreißen. „Das ist Neuland für uns“, sagt der 44-Jährige, der mit seinem Team nun in der Staffel 3 kickt.
Vom Hörensagen weiß er allerdings, dass der 1. FC Bocholt wohl das Maß aller Dinge sein wird. „Die Bocholter haben den Trainer, Spieler und auch einen Sponsor vom VfL Rhede“, berichtet Jürgen Margref. Manuel Jara heißt dieser Trainer, und dem sind gleich zehn Fußballer gefolgt. Zum Verständnis: Der VfL Rhede beendete die vergangene Saison auf Rang drei. In der Oberliga.
Die Frage nach dem Oberliga-Aufsteiger scheint also schon geklärt zu sein? Jürgen Margref schmunzelt und sagt: „Mal abwarten, wie stark die sind.“
Diesen Satz könnte der ehemalige Profi genauso treffend für sein Team sprechen. „Ich bin selbst ein bisschen gespannt“, sagt er dann auch. „Nach vier, fünf Spielen kann man ein erstes Fazit ziehen. Dann werden wir auch unsere Mannschaft kennen und sie einzuschätzen wissen.“ Der SFN-Coach wird dann unter anderem sehen, wie seine neuen Fußballer unter Wettkampfbedingungen aussehen – jene Neuen, die „uns alle zugelaufen sind“ (Margref).
Eine erste ernste Probe gibt es für das SFN-Team schon am Sonntag (18. August) um 15 Uhr in der ersten Runde des Niederrhein-Pokals. Es geht zur Meerbruchstraße zum Essener A-Kreisligisten DJK Katernberg 19.
„Das wird eine schwere Aufgabe“, sagt Jürgen Margref, der auf jeden Fall die zweite Runde erreichen will. „Das wäre wieder mal was Neues für Niederwenigern“, sagt er. „Und vielleicht hätten wir in der zweiten Runde auch Glück und ein besseres Los als einen A-Kreisligisten auswärts. Auf Asche.“
Die Generalprobe – auf Kunstrasen – haben die Sportfreunde, die am 25. August beim ESC Rellinghausen in die Landesliga-Saison starten werden, nicht bestanden. Sie verloren ohne Trainer Jürgen Margref (Urlaub) ihren Test gegen den Krefelder Oberliga-Absteiger VfR Fischeln mit 0:2.
Und seit dem vergangenen Sonntag steht auch der Dauer-Pechvogel der Sportfreunde, Luca Dobinski, wieder auf der Verletztenliste – wie auch weiterhin Nico Plückthun nach seinem Bruch des Sprunggelenkes, Martin Kniest (Schlüsselbeinbruch), Christopher Weiß (Zehenbruch), Sevdar Akkan (Kahnbeinbruch) und der A-Jugendliche Marius Müller (Verletzung des Sprunggelenks). Zudem ist Florian Machtemes noch gesperrt.

Der urlaubsbedingt etwas ausgedünnte Kader des Landesligisten Sportfreunde Niederwenigern für die Saison 2013/14:
(unten, jeweils v.l.) Mathias Hendriks, Timo Batz (Betreuer), Maxim Osterhage, Sebastian Langer (Torwart), Daniel Paries (Torwart), Henning Schmischke, David Moreno, Stefan Pieper (Betreuer), (mitte) Martin Kniest, Nico Plückthun, Thorsten Mand, Sascha Friedrich, Lauritz Angerstein, Christopher Weusthoff, Sevder Akkan, Marius Müller, Bernhard Lünemann (Sponsor), (oben) Richard Jankowski (Torwart-Trainer), Dietmar Klinger (Co-Trainer), Martin Rolfes, Niklas Lümmer, Luca Dobinski, Julian Reuter, Fabian Feldmann, Sidney Rast, Konstantin Konrad, Christopher Weiß. Es fehlen: Jürgen Margref (Trainer), Florian Machtemes, Marcel Kraushaar und Fabian Lümmer.
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