TSG Sprockhövel spielt schon Samstag, Hedef muss gegen Brackel ran

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Es beginnt der Fußball-Winter: Ab November lautet die gängige Anstoßzeit sonntags bei den Amateuren 14.30 Uhr. Schon am Samstag muss aber Oberligist TSG Sprockhövel ran, und zwar um 16.30 Uhr beim Tabellenführer DSC Arminia Bielefeld II.


VON TONI BERTRAMS

Oberliga Westfalen



Ausgerechnet die TSG Sprockhövel, der Oberliga-14. (13 Punkte, 13:17 Punkte), soll dafür sorgen, dass der DSC Arminia Bielefeld II zum ersten Mal in dieser Saison verliert? „Wir werden versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern“, sagt Trainer Lothar Huber. „Und dann ist bei uns alles möglich.“ Positiv stimmen den 61-Jährigen die Trainingseindrücke. „Ich traue meiner Mannschaft einiges zu“, berichtet er. „Es ist zu spüren, dass sie sich auf das Spiel freut.“ Es gibt ja auch nichts zu verlieren. Einwand. „Zu verlieren gibt es immer etwas“, betont der TSG-Coach. „Aber wir können ganz ohne Druck in Bielefeld antreten.“
Dabei kann es sich Lothar Huber getrost schenken, motivierende Worte zu sprechen. Und dafür gibt es sogar zwei Gründe: Zum einen geht es zum Tabellenführer (32 Punkte, 34:11 Tore), zum anderen erinnern sich viele TSG-Spieler noch an die vergangene Saison. „Da haben wir sechs Stück bekommen“, sagt Lothar Huber. „Jetzt kann die Mannschaft auch zeigen, dass sie besser ist, als es die vergangenen drei Spiele aussagen.“ Zumal Lukas Opiola seine Gelb-Rot-Sperre abgebrummt hat und auch Innenverteidiger Christian Kalina nach seinem Muskelfaserriss in der Wade seit Montag wieder trainiert. „Er könnte“, sagt sein Trainer, „eine Alternative sein.“
Neben diesen beiden positiven Nachrichten gibt es jedoch auch eine schlechte Meldung: Xhino Kadiu, der mit sechs Treffern der bisher erfolgreichste Sprockhöveler Saisontorschütze ist, hat sich beim 0:1 gegen den SV Westfalia Rhynern so sehr am Knie verletzt, dass sogar Wasser punktiert werden musste. „Ich gehe davon aus, dass er nicht spielen kann. Mal gucken, wer dann für Xhino reinkommt“, erklärt Lothar Huber.
Die Klasse des Nachwuchses der Bielefelder Arminia wird schon beim Blick aufs Torverhältnis deutlich – vorne gut und hinten gut. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft“, sagt Lothar Huber und verrät kein Geheimnis, dass die TSG-Fußballer am Samstag (Anstoß 16.30 Uhr) im Stadion Rußheide an der Mühlenstraße 121 als krasse Außenseiter starten werden. „Aber aus dieser Position heraus ist schon einiges passiert“, erklärt der Sprockhöveler Trainer. „Und selbst wenn wir verlieren sollten, könnten wir was Positives mitnehmen.“ Nämlich gute Erlebnisse und ein gutes Gefühl. „Das wäre“, sagt Lothar Huber, „wichtig für die nächsten Spiele.“


Landesliga Niederrhein, Gr. 3


Wenn die Erinnerung kommt, geht es Jürgen Margref kurzzeitig wieder schlecht. Dieses 2:3 vom vergangenen Sonntag bei der Spvgg. Sterkrade-Nord hat ihm wehgetan. Wohl deshalb wählt der Trainer der Sportfreunde Niederwenigern vor dem Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr, Glückauf-Sportplatz) gegen Aufsteiger SV Rhenania Bottrop auch einen etwas fiesen Unterton. „Wir sind dafür bekannt, dass wir solche Mannschaften wieder aufbauen“, sagt er. „Dass haben wir mit dem Mülheimer SV 07 und jetzt mit Sterkrade gemacht. Ich bin gespannt, ob die Mannschaft aus diesen beiden Spielen was gelernt hat.“
Eine Sorge braucht sich der 44-jährige SFN-Coach diesmal nicht zu machen: Er hat wieder eine Torwart-Auswahl, und so ist damit zu rechnen, nachdem Daniel Paries am vergangenen Sonntag in Oberhausen zwischen den Pfosten gestanden hat, dass Stammkeeper Sebastian Langer ins Tor zurückkehren wird. Fehlen wird, und das gilt auch für den Sonntag darauf, wenn die Sportfreunde zum FSV Duisburg müssen, Sascha Friedrich (Kart-Rennen). Indes plagt sich Fabian Feldmann mit einer Wunde am Knie.
Und was weiß Jürgen Margref im Detail über den Tabellen-14. aus Bottrop (neun Punkte, 10:18 Tore), der auf einem Abstiegsplatz steht? „Nichts!“, sagt er. „Aber das ist auch gar nicht wichtig. Abgesehen von dem Spiel gegen den 1. FC Bocholt brauchen wir nur auf uns zu schauen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit in Sterkrade nicht getan“, sagt der Trainer des Tabellensiebten (16 Punkte, 30:26 Tore) – wieder eingeholt von der schlechten Erinnerung. „Da hat“, erklärt er weiter, „jeder sein eigenes Süppchen gekocht. Wohin das führt, hat man gesehen.“ Der SV Rhenania muss sich also auf einen großen Suppentopf einstellen, wohl auf eine Gulaschkanone.
Im Viertelfinale des Pokals des Kreises Essen Süd-Ost kommt es übrigens zu einer Neuauflage des Endspiels der vergangenen Saison. Titelverteidiger Niederwenigern muss am 20. November (Mittwoch, 19 Uhr) beim A-Kreisligisten DJK Blau-Weiß Mintard antreten. Jenes Finale am 8. Mai hatte das Margref-Team mit 6:0 gewonnen.


Landesliga Westfalen, Gr. 3

Seung-Man Hong hat noch einmal genau auf den Spielplan geschaut. Und das Ergebnis? „Wir haben bis zum Jahresende nur noch Top-Spiele gegen Mannschaften, die uns an der Backe hängen“, sagt der Trainer des Tabellenzweiten Hedefspor Hattingen (21 Punkte, 20:13 Tore), der mit seinem Team am Sonntag (14.30 Uhr) an der Munscheidstraße den SV Brackel 06 (20 Punkte, 21:17 Tore) empfangen wird.
„Das wird wieder eine enge Kiste“, sagte der 34-jährige Coach und unterstellt dem Tabellenvierten aus Dortmund einfach, dass er „die Ambition hat, uns einzuholen“. Und Seung-Man Hong kann auch sehr gut einschätzen, was seine Aufsteiger-Mannschaft bisher geleistet hat. „Bis auf den 3:0-Sieg in Eving-Lindenhorst mussten wir immer über unsere Grenzen gehen“, sagt er, ohne daraus folgern zu lassen, dass er sich Sorgen macht. Im Gegenteil: Zum einen habe am vergangenen Sonntag in Sodingen die Null gestanden, zum anderen „glaube ich, dass wir momentan sehr heimstark sind“, erklärt er.
Lediglich am ersten Spieltag, als sich Mit-Aufsteiger und Spitzenreiter SV Horst-Emscher 08 mit 4:1 durchsetzte, hat es auf der heimischen Asche nicht geklappt. Und jene Gelsenkirchener Mannschaft ist für Seung-Man Hong auch ein Grund, nicht einmal vom Meistertitel zu träumen. „Die Ergebnisse der Horster sind sehr beeindruckend. In dieser Verfassung sind sie ganz klarer Favorit“, sagt der Hedef-Trainer. Und der andere Grund? „Wir sind zu unkonstant“, meint er.
Was das Personal angeht, hat Seung-Man Hong am Sonntag mehr Auswahl als vor einer Woche. Nachdem sie ihre Sperren abgebrummt haben, werden Yusuf Aydin und Ercan Kizan ins Aufgebot zurückkehren. Und der Trainer geht davon aus, dass auch Aykut Akyildiz, nachdem er seine Bauchmuskelverletzung auskuriert hat, erstmals wieder eine Alternative sein könnte.


Bezirksliga Westfalen, Gr. 6


Die Jagd auf den sechs Punkte besser platzierten Spitzenreiter TSG Herdecke geht weiter. Und für den SC Obersprockhövel, den Tabellenzweiten (27 Punkte, 35:13 Tore), beginnt diese am Sonntag schon um 12.30 Uhr. Im Oberliga-Vorspiel tritt die Mannschaft von Trainer Dieter Iske im Bremenstadion am Bremenplatz 33 beim Tabellen-15. an, dem TuS Ennepetal II (neun Punkte, 19:35 Tore), der allerdings zu Hause eine durchaus andere Qualität hat als in der Fremde. Die Auswärtszahlen: null Punkte und 4:22 Tore; fünf davon rechts neben dem Doppelpunkt gab es für die TuS-Zweite am vergangenen Sonntag beim Spitzenreiter.
Doch nachdem das SCO-Team den kompletten Oktober ausschließlich mit Siegen zurückgelegt hat – auch bei der TSG Herdecke, nämlich mit 2:0 –, startet es auch am Sonntag als klarer Favorit. Es muss aber wieder beherzigen, was Trainer Dieter Iske Woche für Woche fordert: Fußball mit hoher Geschwindigkeit und Präzision spielen.
Im Pokalwettbewerb des Kreises Hagen trägt der SCO sein Drittrunden-Spiel am Dienstag in Hagen (5. November, 19.30 Uhr, Zum Hengstenbergweg 15) beim Kreisliga-A-Zwölften TSV Dahl aus.
Der TuS Hattingen indes muss aufpassen, dass er nicht in eine Negativ-Spirale gerät. Zwar liegt der Tabellen-13. noch sechs Zähler vor den Abstiegsplätzen (15 Punkte, 22:32 Tore), fährt aber mit drei Niederlagen in Folge zum VfL Schwerte. Nach dem 0:1 bei der SpVg.Hagen 11 und der 1:5-Packung am Sonntag gegen den VfK Iserlohn flogen die Rot-Weißen nun aus dem Kreispokal-Wettbewerb. Sie unterlagen beim FC Neuruhrort, der ebenfalls Bezirksligist ist, mit 0:2 (0:2).
Dabei hatte Trainer Marius Kundrotas, der sich selbst erst in der 71. Minute einwechselte, jedoch nicht die Mannschaft aufgeboten, die im Stadion Schützenhof an der Schützenstraße 30 beim Tabellendritten (26 Punkte, 35:18 Tore) bestehen soll. Anstoß: 14.45 Uhr. Und das Pokal-Aus macht dem TuS-Coach auch nicht zu schaffen. „Jetzt“, sagt Marius Kundrotas, „können wir uns ganz auf die Meisterschaft konzentrieren.“
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