Welper und Blankenstein starten mit Kunstrasen

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Unser Gruppenbild mit dem „Mercedes unter den Kunstrasen“ in der künftigen Sportanlage Gartenstadt Hüttenau zeigt (v.l.) Jens Liebetanz (zweiter Vorsitzender TuS Blankenstein), Frank Schwedt (TuS-Vorsitzender), Wolfgang Zimmermann (Präsident SG Welper), Dieter Jörges (TuS-Hauptkassierer), Sportdezernentin Beate Schiffer, Michael Boehnke (SG-Hauptgeschäftsführer), Egbert Willecke (Fachbereichsleiter Jugend, Schule und Sport der Stadt Hattingen) sowie Sportamtsleiterin Petra David. Foto: Römer
Hattingen: Althoff-Stadion |

Hart war der Kampf in den Vereinen SG Welper und TuS Blankenstein um die Umsetzung eines Kunstrasenplatzes, doch jetzt ist – wie berichtet – alles in trockenen Tüchern. Mitte August soll er verlegt werden auf dem Aschenplatz an der Marxstraße, ab Oktober bespielt werden.

Und dann gleich „der Mercedes unter den Kunstrasen“, wie Jens Liebetanz, zweiter Vorsitzender der TuS-Fußball-Abteilung scherzhaft anmerkte.
Aber in der Tat: „Bei unserem Kunstrasen handelt es sich um ein Referenzprodukt. Er besteht aus einer Mischung von geraden Halmen für höchste spielerische Anforderungen und gedrillten Halmen für die Belastbarkeit“, erläutert TuS-Vorsitzender Frank Schwedt. „Der Rasen ist seit 2009 auf dem Markt und entspricht der FIFA-Qualität mit zwei Sternen. Eine solch hohe Klassifizierung ist im Fußballkreis Bochum einzigartig.“
Zudem wird kein Granulat verwandt – ein weiterer Vorteil. Stattdessen kommt eine Kork-Verfüllung von zwölf Millimetern Höhe zum Einsatz, die völlig geruchsneutral und farbneutral ist und die Umwelt nicht belastet. Der Rasen selbst entwickelt im Spiel um bis zu 40 Prozent weniger Wärmevolumen.
Jens Liebetanz: „Er erfüllt praktisch die Bedingungen von Naturrasen. Der Hersteller gibt die außergewöhnlich lange Garantie von zehn Jahren. Um die zu gewährleisten, werden wir alle vom Hersteller vorgegebenen Maßnahmen erfüllen. Einmal im Jahr erfolgt eine Grundreinigung.“
Der Auftrag an die Firma Lodenkämper ist dieser Tage zum Festpreis von 424.000 Euro vergeben worden. Hinzu kommt das Honorar eines Landschaftsarchitekten.
Die Stadt Hattingen steuert zu diesen Kosten, wie der STADTSPIEGEL bereits ausführlich berichtete, 207.000 Euro bei. 260.000 Euro finanzieren die beiden Vereine über 20 Jahre.
Wolfgang Zimmermann, Präsident der SG Welper: „Pro Verein und Jahr kommen so rund 9.500 Euro an Rückzahlungen zu. Das ist sehr viel Geld. Daher hatten wir ursprünglich mal über eine Beitragserhöhung für unsere 1.850 Mitglieder nachgedacht. Weil aber manche Sportarten bei uns sowieso mit Sonderkosten belastet sind, haben wir diese Idee wieder fallengelassen.“
Umso froher sind beide Vereine über ihre Partnerschaft, die, erklären TuS Blankenstein und SG Welper übereinstimmend, „beispielhaft für Hattingen sein könnte“ – und Sponsoren. „Unser Werbepartner sind die Stadtwerke für die Trikots“, sagt Wolfgang Zimmermann, „und die Gartenstadt Hüttenau. Daher wird zwar der Name Althoff-Stadion für den Rasenplatz beibehalten, aber unser Kunstrasenplatz heißt künftig Sportanlage Gartenstadt Hüttenau.“ Das sei so neu, dass über die genaue Beteiligung mit der Gartenstadt noch zu verhandeln sei.
Es soll aus Sicht der Vereine auch zu Verhandlungen mit der Gesamtschule kommen, die den Platz ja ebenfalls nutzt. Das sei jedoch intern zu besprechen, verweist Sportdezernentin Beate Schiffer, für die es nach dem SuS Niederbonsfeld und dem TuS Hattingen bereits der dritte Kunstrasenplatz in ihrer Amtszeit ist.
Wolfgang Zimmermann abschließend: „Wir mussten jetzt aber auch handeln, um Elternwünschen zu entsprechen und Abwanderungen zu anderen Vereinen zu verhindern. Unser künftiger Kunstrasenplatz ist für uns und den Ortsteil eine Aufwertung im Rahmen von Jugendförderung und für die SG Welper und den TuS Blankenstein ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft.“
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