Alltag mit Freunden- Was macht ein FSJler eigentlich?

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Jomana Kalski und Sebastian Grimm sind froh, sich für das FSJ entschieden zu haben.
Sebastian Grimm und Jomana Kalski erzählen

Freiwilliges soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst – die Lebenshilfe bietet mehrere Optionen.
„Ich habe nicht das Gefühl zur Arbeit zu gehen, es ist eher so als würde ich mit Freunden den Alltag verbringen.“ Wenn Jomana Kalski von ihrer Arbeit spricht, könnte man glatt neidisch werden. Sie schwärmt von den tollen Begegnungen, von der Herzlichkeit mit der sie aufgenommen wurde und davon, wie sehr ihre eigene Persönlichkeit von ihrer Arbeit profitiert habe. Jomana Kalski (21) macht gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Wohnheim Velbert. Früh- und Spätdienste gehören dazu, pflegerische Aufgaben, Betreuung, aber auch persönliche Gespräche. An ihrer Seite ist Sebastian Grimm (26), ebenfalls FSJler und ebenfalls in Velbert im Einsatz. „Ich habe im Rahmen der Ausbildung zum Sozialhelfer ein Pflichtpraktikum absolviert und auch das freiwillige Praktikum hier gemacht. Das Umfeld, das Team, die Arbeit – hier stimmt einfach alles.“

Wenn Sebastian Grimm Freunden von seiner Arbeit erzählt, hört er oft: „Respekt, das könnte ich nicht machen.“ Auch für ihn war es am Anfang komisch. In seinem Alltag hatte er keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderung. „Aber ich bin gleich am ersten Tag total offen aufgenommen worden. Die Bewohner waren super aufgeschlossen.“ Mittlerweile gibt es keine Berührungsängste mehr, sondern Zuneigung und Respekt auf beiden Seiten. „Man kennt die Leute und ihre Eigenheiten. Wenn jemand unzufrieden ist, wird das schnell angesprochen. Dieses offene Miteinander ist sehr angenehm.“

Apropos Alltag: Wie sieht der denn tatsächlich aus? „Total unterschiedlich“, sind sich beide einig. Sie sind Teil des Teams und werden dort eingesetzt, wo Bedarf besteht. Jomana Kalski: „Heute habe ich Spätdienst, ich werde gleich einige Bewohner vom Mittagsschlaf holen, andere umlagern und gemeinsam mit ihnen Kaffee trinken. Zwischendurch finden Gespräche statt, dann ist Abendbrotzeit und danach begleitet man die Bewohner bei ihren Freizeitaktivitäten.“ Für sie und für Sebastian Grimm ist klar, dass das freiwillige soziale Jahr keine einmalige Angelegenheit sein wird. Beide hoffen, anschließend eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger beginnen zu können.

Die Lebenshilfe sucht ab dem 1.7.2016 Fsj´ler für das Wohnheim in Velbert. Interessenten wenden sich bitte an Andreas Beel, Telefon : 02051 809 20 15 oder andreas.beel@lebenshilfe-mettmann.de

Foto: Petra Droll
Text: Andrea Schorradt
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