"Es geht weiter!"

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(Foto: Ulrich Bangert)
  Heiligenhaus: Talburgstraße | „Die Kraft der Firma Mosca besteht weiter“, so Sebastiano Mosca nach der Brandkatastrophe am Freitag. „Das Mosca-Firmenschild an der Fassade steht noch und zeigt, es geht weiter“, bekräftigt Sebastiano Mosca, der zusammen mit seinem Vater Francesco die Geschäfte führt.

„Das sind so Spielchen, die das Leben mit einem treibt“, beschreibt der Unternehmer den schweren Schicksalsschlag und blickt nach vorn: „Wir denken jetzt zuerst an unsere Mitarbeiter und Kunden.“ Nach dem Brand, der einen Schaden von weit über eine Million Euro angerichtet hat, möchte sich Mosca erstmal nicht zu Versicherungsfragen äußern. Dafür bedankt er sich für die große Hilfe und die große Unterstützung der Heiligenhauser. Bevor die vom Brand völlig zerstörte Halle an der Talburgstraße wieder aufgebaut wird, kann schon ab heute mit rund der Hälfte der 70 Mitarbeiter die Produktion wieder aufgenommen werden.

Die Kunststoffverarbeitung Hoffmann in Hetterscheidt stellt dem ausgebrannten Unternehmen eine Halle zur Verfügung. „Wir haben gerade an der Humboldtstraße ein neues Gebäude bezogen, das alte an der Carl-Zeiss-Straße sollte bald in die Vermietung gehen, jetzt geht es schneller als gedacht“, sagt Geschäftsführer Thomas Hoffmann. Für ihn ist es selbstverständlich, einem Geschäftspartner in einem solchen Fall schnell zu helfen. „Schließlich werden die Teile gebraucht.“
Hilfe kam auch von der Stadt Heiligenhaus. „Da bei Mosca viele manuelle Sortierarbeiten durchgeführt werden, konnten wir kurzfristig Tische und Drehstühle zur Verfügung stellen“, sagt Peter Parnow von der Wirtschaftsförderung.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1985 von dem aus Italien stammenden Francesco Mosca gegründet und entwickelte sich zu einem führenden Anbieter von Dienstleistungen rund um die Bearbeitung von Kunststoff, Guss und Metall. Nicht nur die heimische Schloss- und Beschlagindustrie, lokale Kfz-Zulieferer, Gießereien und Firmen der Elektrobranche wissen die Zuverlässigkeit zu schätzen. Vor wenigen Wochen zeichnete der Elektro-Konzern ABB die Heiligenhauser sogar als besten Zulieferer aus.

Umso tragischer die Brandkatastrophe, die Freitagabend durch einen elektrotechnischen Defekt an einer der Produktionsmaschinen ausgelöst wurde, wie Experten der Kriminalpolizei herausfanden. Weil die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhaus sich gerade zum turnusmäßigen Übungsdienst versammelte hatte, war sie innerhalb von nur drei Minuten mit einem großen Aufgebot zur Stelle. Wehrleiter Ulrich Heis erkannte die Dimension des Feuers und forderte sofort überörtliche Hilfe an, die zunächst aus Velbert und Ratingen anrückte und später aus dem gesamten Kreis Mettmann. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Samstagvormittag. Mehrere Messungen ergaben, dass trotz der weit sichtbaren Rauchwolke keine Gefahr durch Giftstoffe für die Bevölkerung bestand.

„Beim Neuaufbau der völlig zerstörten Halle werden wir die Firma insofern unterstützen, indem wir uns dafür einsetzen, dass die Baugenehmigung schnell erteilt wird“, kündigt Wirtschaftsförderer Parnow an.
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