Feuerwehrleute in Heiligenhaus mit Böllern beschmissen

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Löschfahrzeuge an der Einsatzstelle an der Sachsenstraße. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus)
Heiligenhaus: Feuerwache |

Die Silversterbilanz der Feuerwehr Heiligenhaus weist in diesem Jahr fünf Einsätze auf - in der Liste stehen eine Erstversorgung und vier Brandmeldungen. Obwohl glücklicherweise in keinem Fall mehr gelöscht werden musste, blieb den Frauen und Männern der Feuerwehr ein fader Beigeschmack in der Bilanz: Einsatzkräfte wurden am Nordring und auf der Talburgstraße mit Böllern beworfen.

Der Silvestertag begann für die Feuerwehr Heiligenhaus um 13.07 Uhr. Am Kirchplatz erlitt eine Personen einen Krampfanfall. Da der stationierte Rettungswagen sich bereits in einem Einsatz befand, versorgten die First Responder den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aus Velbert.

Fast schon Tradition ist die feste Besetzung der Feuer- und Rettungswache an Silvester. "An Silvester passiert fast immer etwas und sei es nur ein brennender Papierkorb", schildert Pressesprecher Nils Vollmar. Auch in diesem Jahr entschlossen sich mehrere Kameraden, den Jahreswechsel an der Wache zu feiern.

Um 19.13 Uhr war die Mannschaft das erste Mal gefordert. An der Otterbeckstraße geriet eine Gartenhecke bei Abbrennen von Feuerwerk in Brand, die jedoch beim Eintreffen der Feuerwehr bereits durch die Hausbewohner gelöscht war. Die Kräfte kontrollierten den Brandherd mit einer Wärmebildkamera und rückten nach rund zehn Minuten wieder ein.

Die nächste Alarmierung erreichte die Einsatzkräfte um 0.16 Uhr am Neujahrstag. Am Saaleweg und am Tauberweg in der Unterilp sollten ebenfalls Hecken in Brand stehen. Die erste Erkundung ergab eine Entspannung in doppelter Hinsicht: Es handelte sich bei beiden gemeldeten Feuern um die gleiche Einsatzstelle, das Feuer war bereits durch Anwohner gelöscht.

Wenn auch der Einsatz glimpflich ablief, schockte die Frauen und Männer der Feuerwehr eine andere Tatsache. Zwei Kameraden, die selbst nicht auf der Wache feierten, eilten nach dem Alarm zur Wache. "Das Einsatzfahrzeug, mit dem ich zur Wache gefahren bin, wurde auf dem Nordring mit Böllern beworfen - richtig gegen die Seitentür. Der Privatwagen eines anderen Kameraden wurde auf der Talburgstraße beworfen", berichtet Zugführer Michael Schäfer. "Es war offensichtlich, dass dies kein Versehen war."

Um 4.04 Uhr rückte die Feuerwehr ein vorerst letztes Mal aus: An der Sachsenstraße meldeten Anwohner einen piepsenden Rauchmelder im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die Erkundungen ergaben zunächst keine Erkenntnisse. Durch Zufall kam der betreffende Mieter während des Einsatzes nach Hause und schloss die Wohnungstür auf - ein Feuer war jedoch nicht festzustellen. Nach rund 20 Minuten rückten die Einsatzkräfte wieder ein.
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