Finanz-Scouts: Schüler lernen von Schülern

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Sonia Cohen, Rektorin der Unesco-Realschule Heiligenhaus und Nicole Hafner, Präventionskraft der Caritas-Schuldnerberatung (im Hintergrund) mit Schülern und Lernscouts (im Vordergrund).
Heiligenhaus: Realschule | Alles rund um das Thema Finanzen lernten die Schüler der sechsten Klassen der Heiligenhauser Unesco-Projektschule. Dabei kam es den Projektleitern besonders auf die Art der Wissensvermittlung an.

Im Vordergrund des Schulden-Präventionsprojekts standen Themen wie Handy, Werbung, Marken und Einnahmen/Ausgaben, kurz Dinge, die heute im Leben Jugendlicher einen immer höheren Stellenwert einnehmen.
Um für die Schüler einen möglichst hohen Lerneffekt zu erzielen, hatte sich Nicole Hafner, Präventionsfachkraft der Caritas-Schuldnerberatung, eine Besonderheit bei der Umsetzung des Projekts einfallen lassen. Im Vorfeld wurden Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft des Heiligenhauser Jugendrates als sogenante Finanz-Scouts ausgebildet und fachlich auf den Einsatz in der Schule vorbereitet.
Die Schüler der zehnten Klasse erarbeiteten in Kleingruppen an insgesamt drei Tagen die Themen, die sie gemeinsam mit Nicole Hafner ausgewählt hatten. „Wenn Jugendliche von Jugendlichen lernen, gibt es keinen erhobenen Zeigefinger“, so die Caritas-Mitarbeiterin. „Das vermittelte Wissen ist nah an der Lebenswirklichkeit und wird so von den Schülern besser akzeptiert.“
Auch die Mittel der Wissensvermittlung zielten hierauf ab. In einer zweistündigen Präsentation stellten die Kleingruppen ihre Ergebnisse mittels „Mindmap“, Werbespots oder Rollenspielen anschaulich dar. Dabei wurden Fragen wie „Was hat Werbung mit Schulden zu tun?“, „Muss es immer Markenkleidung sein?“ oder Fragen rund um den Umgang mit Internet und Handy thematisiert. Dabei stand die Frage „Wo verstecken sich Schuldenfallen bei Handy-Verträgen?“ im Mittelpunkt des Interesses.Christina, Emmelie, Nadine und Moritz nahmen viel und thematisierten die Fragestellungen auch zu Hause.
„Wir denken jetzt mehr über diese Dinge nach und es hat Spaß gemacht, in der Gruppe die verschiedenen Probleme rund um das Thema Schulden zu beleuchten“, so die zwölfjährige Nadine. „Das Projekt passt prima zu dem Selbstverständnis unserer Schule“, so Rektorin Sonia Cohen. „Unsere Schüler lernen schon früh für ihre Mitschüler Verantwortung zu übernehmen, da passen die Finanz-Scouts gut ins Konzept.“
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