Gutachterauschuss stellt den Bericht zu Grundstückspreisen vor

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Wolfgang Schwandke, Vorsitzender des Gutachterausschusses, stellte den Bericht zu den aktuellen Grundstückswerten vor. Foto: Bangert
Heiligenhaus: Heiligenhaus |

„Das Angebot an Grundstücken ist knapp und treibt die Preise nach oben“, so Wolfgang Schwandke, Vorsitzender des Gutachterausschusses.

Das ist eine Erkenntnis, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Mettmann in seinem Bericht für 2013 zieht.

Unabhängiges Gremium mit Experten

Dieser Ausschuss ist als Einrichtung des Landes ein unabhängiges Gremium mit sachkundigen Fachleuten, bestellt von der Bezirksregierung und bei der Kreisverwaltung angesiedelt. „Es gibt immer weniger Grundstücke, die Käufer von Grundstücken und Häusern müssen deshalb immer tiefer in die Tasche greifen“, stellt der Vorsitzende des Gutachterausschusses fest.

Die höchsten Preise für unbebaute Grundstücke wurden im Haaner Musikantenviertel (460 Euro pro Quadratmeter) und im Hildener Villenviertel an der Luisenstraße/Augustastraße (410 Euro) erzielt. In Heiligenhaus werden für baureife Grundstücke in guten Lagen rund 315 Euro pro Quadratmeter gezahlt, 215 Euro in mittleren Lagen und 180 Euro in mäßiger Lage. In Velbert sind solche Grundstücke in guter Lage mit 270 Euro deutlich preiswerter und nähern sich bei mittlerer Lage (230 Euro) und mäßiger Lage (190 Euro) den Preisen der Nachbarstadt an.

Bebaute Grundstücke werden in der Regel über Bauträger verkauft, wobei überwiegend Doppelhäuser errichtet werden. Die niedrigsten Preise für Grundstücke mit Neubauten für nicht unterkellerte Reihenhäuser gibt es in Monheim am Rhein, die höchsten Preise für freistehende Häuser verzeichnet der Heiligenhauser Ortsteil Isenbügel. Andererseits wurden in Heiligenhaus die niedrigsten Preise für gebrauchte Reihenhäuser registriert, die in Haan wiederum am teuersten sind. „Reihenmittelhäuser sind am wenigsten gefragt“, so eine weitere Erkenntnis des Gutachters.

„Das Preisniveau für baureife Grundstücke für Gewerbe und Industrie hat sich 2013 gegenüber 2012 nicht verändert“, konnte Schwandke feststellen. In Heiligenhaus wurde für gute Lagen durchschnittlich 80 Euro pro Quadratmeter gezahlt, in Velbert waren es 70 Euro, Spitzenreiter ist Mettmann, wo mit 145 Euro fast das Doppelte verlangt wird.

Für neue Eigentumswohnungen zahlten die Käufer 2013 im Durchschnitt 2.920 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, Spitzenreiter ist Langenfeld (3.310 Euro), die niedrigsten Werte erzielte Wülfrath (2.270 Euro). Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen schwanken die Preise je nach Gebäudealter zwischen 1.070 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bis zu 2.140 Euro.

Separater Markt: Seniorenzentren

„Einen separaten Markt bilden zunehmend Wohneinheiten in Seniorenzentren“, sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses Schwandke. „Das sind im wesentlichen Renditeobjekte, für die Mietgarantien übernommen werden.“ Im Jahr 2012 wurden sie zwischen 2.540 und 2.890 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt.
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