Niederberger sehen rot

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Diese beiden knallroten Personen kamen mit einem nicht minder roten englischen Doppeldeckerbus auf den neugestalteten Heiligenhauser Basildonplatz gefahren. Sie machten auf die Neanderland Biennale 2013 aufmerksam. Die steht unter dem Motto „ROT“ und präsentiert ein deutsch-polnisches Theaterfestival. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Basildonplatz | Als deutsch-polnisches Theaterfestival ROT präsentiert sich die „Neanderland-Biennale“ 2013, die am Freitag, 7. Juni, eröffnet wird.

Rund 30 Veranstaltungen zum Thema ROT – wie die Liebe, der Wein oder Blut – werden im Kreis Mettmann, vielfach unter Beteiligung renommierter polnischer Theater, zu sehen sein.
Zur Eröffnung inszeniert das Krakauer Theater KTO zusammen mit Trommel-, Theater- und Tanzgruppen aus dem Kreis Mettmann eine Straßentheaterparade durch Mettmann. Aber auch in Heiligenhaus macht die Neanderland-Biennale Station und es gibt viel zu sehen. Im Juni gibt es gleich drei Veranstaltungen in Heiligenhaus. Los geht es mit dem Freilufttheater „Ohne Herz, ohne Augenlicht“, am Samstag, 8. Juni um 22 Uhr (nach Einbruch der Dämmerung), auf dem Basildonplatz. Inspiriert durch den Bestseller-Roman „Die Stadt der Blinden“ des portugiesischen Literatur-Nobelpreisträgers José Saramago bringt das Theater KTO ein Stück ohne Worte auf die Straße. In einer unbekannten Stadt verlieren die Menschen durch ungeklärte Umstände ihr Augenlicht. Die Inszenierung arbeitet mit großartigen, beeindruckenden Bildern.
Gleich am nächsten Tag, Sonntag, 9. Juni, geht es im Lesecafé der Stadtbücherei, Hauptstraße 162 um 18 Uhr weiter mit der Lesung „Gebrauchsanleitung für Polen“ von Radek Knapp. Wenn die Schauspielprofis Anna und Sebastian Faust Texte lesen, dann fliegen „die Fäuste“, dann kochen die Emotionen, dann lassen sich die Zuhörer von den Geschichten gefangen nehmen.
Im Club, Hülsbecker Straße 16, geht es am Mittwoch, 26. Juni um 20 Uhr mit dem Schauspiel Shakespeare „light“ mit dem Untertitel „Hamlet oder was Sie immer schon über Dänen wissen wollten“ weiter. Die Shakespeare’sche Tragödie ist nach der Bearbeitung durch Schauspieler Joe Henselewski hier zur Komödie mutiert. Gemeinsam mit Bühnenpartner Mathias Schiemann bringt er den Klassiker in vereinfachter Form auf die Bühne. Die beiden Komödianten erzählen den Plot des Dramas in groben Zügen und bringen die Schlüsselszenen in rasanter Folge und immer wieder neuen Kostümen auf die Bühne.
Zum ersten Mal wird es in diesem Jahr Produktionen geben, die eigens für die Neanderland-Biennale entwickelt werden. So das Projekt „Das gelobte Land“, in dem mit deutschen und polnischen Schauspielprofis und Musikern eine Geschichte um eine deutsche und eine polnische Familie erzählt wird. Ein Stück mit zwei Kulturen, zwei Traditionen, zwei Geschichten und vielen Gemeinsamkeiten. Für dieses Projekt unter der Leitung von Jerzy Zon, Direktor des Theater KTO, sucht der Kreis Mettmann noch zwei Schauspielerinnen (Anfang zwanzig und Ende dreißig), die Erfahrung im Bewegungs- oder Tanztheater haben.
Das komplette Programm der Biennale ist im Internet unter www.neanderland.de abrufbar. Wer Interesse hat, an der Straßentheaterparade mitzuwirken oder sich für eine der Rollen in „Das gelobte Land“ interessiert, kann sich beim Kreis Mettmann, Meike Utke, Tel. 02104/992071 oder kulturamt@kreis-mettmann.de melden.
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