Planer suchten Rat bei Behindertenvereinen

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Der neu gestaltete Basildonplatz ist bereits auf die Anforderungen von behinderten Menschen ausgerichtet. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Basildonplatz | „Der Umbau der Hauptstraße bringt die Chance, den öffentlichen Raum barrierefrei zu gestalten“, so begrüßte Bürgermeister Dr. Jan Heinisch die Vertreter der Behinderten- und Seniorenverbände. Mit dabei waren auch der Technische Beigeordnete Harald Flügge und Michael Krahl, Fachbereichsleiter Straßenbau.
„Ihr Feedback ist uns sehr wichtig, weil wir manche Sachen nicht bemerken“, so Straßenbauingenieur Krahl und zeigt die Treppenanlage zwischen dem Rathaus und der Eisdiele. „Der mittlere Handlauf wurde beseitigt, stattdessen sind an beiden Seiten Handläufe angebracht worden, mit tastbaren Markierungen an den Enden, Noppenplatten vor den Stufen und reflektierenden Markierungen. Jetzt ist die Treppe für Sehbehinderte geeignet, mit Einschränkungen auch für Gehbehinderte mit Krücken.“
Eine Rampe für Rollstuhlfahrer an dieser Stelle wäre nicht möglich, weil der Platz nicht ausreiche. „Sechs Prozent darf die Steigung maximal sein, dann hätten wir eine über 30 Meter lange Rampe“, erläutert der Bauexperte.
Ohne Kanten mit breiten Wegen präsentiert sich der neugestaltete Basildonplatz. Eine Treppenanlage verbindet den Platz mit dem Rathaus-Center und der Hauptstraße, Rollstuhlfahrern und Rollator-Gängern steht eine Rampe zur Verfügung.
Michael Krahl war gespannt, wie die Rollstuhlfahrer mit dieser schiefen Ebene klarkommen. „Das ist so eben machbar, und ich muss einen guten Tag haben“, urteilte Ute Hölting, die seit Jahren für längere Wege den Rollstuhl nutzen muss.
Sie ist aufs Auto angewiesen, vor allem um Ärzte und Physiotherapeuten zu erreichen. „Zwei bis drei Behindertenparkplätze an der neugestalteten Hauptstraße im Bereich des alten Pastorats wären wichtig“, da waren sich alle Betroffenen einig, „und vielleicht einer am künftigen Kreisverkehr am Kirchplatz“, schlägt Ute Hölting vor.
Am Rande der Begehung kam die Frage auf, warum die Querung vom Basildonplatz über die Westfalenstraße zur Friedhofsstraße nicht mit einer Ampel versehen wird. „Die Ampeln am Rathaus und der Kettwiger Straße zerhacken den Verkehr, da reicht die Mittelinsel aus“, schildert der Bürgermeister die Situation, der einräumt, dass der Verkehr wegen der Vollsperrung der Hauptstraße im Moment nicht normal sei. Sollte es noch schlimmer kommen, hat die Stadt vorgesorgt: „Die Leerrohre für eine Ampel liegen bereits.“
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