Durchforstung macht Wald fit für die Zukunft

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Heiligenhaus: Talburgstraße | „Hier sieht es aus, als wäre ein Panzer durch den Wald gefahren, eine große Maschine hat viele Schäden hinterlassen.“

Der Anwohner regt sich über die Forstarbeiten auf, die in den vergangenen Tagen in den Wäldern zwischen Talburgstraße, Kettwiger Straße und der Wassermangel durch geführt wurden.
Volker Steinhage, Förster des Forstbezirks Angertal, zu dem die Wälder der Stadt Heiligenhaus gehören, ärgert es ein wenig, dass sich die Bürger aufregen. Er hatte zuvor die politischen Gremien über die anstehenden Durchforstungsmaßnahmen informiert, außerdem hatte er ein paar Tage zuvor auf einer Wanderung interessierten Heiligenhausern die Forstarbeiten erläutert.
„Die Durchforstung ist notwendig, damit tote Bäume nicht auf Häuser und Autos fallen. Die Maschine, die im übrigen zur kleinsten ihrer Art gehört, nimmt die Bäume an ein Seil, damit sie nicht auf die Privatgrundstücke fallen. Da konnte nicht mit einem Rückepferd gearbeitet werden.“
Vor allem hat die Durchforstung zum Ziel, den Bestand für die Zukunft zu stabilisieren. „Je enger die Bäume stehen, desto weniger können sie sich entwickeln“, so der Förster. „Zu der Maßnahme gibt es keine Alternative, denn wir wollen stabile Bestände, die auch die Herausforderungen des Klimawandels aushalten. Ich hätte es gerne gesehen, wenn der Bestand bereits vor 30 Jahren durchforstet worden wäre“, so Steinhage weiter.
Der Auftrag wurde von der Stadtverwaltung Heiligenhaus ausgeschrieben, den Zuschlag erhielt eine holländische Firma. „Der Erlös aus dem Holzverkauf reicht nicht, um das Stadtsäckel aufzufüllen“, räumt Förster Volker Steinhage mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Diese geernteten Bäume werden entweder als Brennholz oder als Industrieholz verwendet. „Da werden Spanplatten draus gemacht.“
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