Landesverkehrsminister Wüst besuchte A 44 Baustelle

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Strahlende Gesichter beim Besuch des nordrhein-westfälischen Verkehrsministers Hendrik Wüst (sechster von rechts): Vor der Kulisse der Baustelle für die Brücke über das Angertal machte der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer (achter von rechts) auf die Dringlichkeit des Lückenschlusses zwischen Heiligenhaus und dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost aufmerksam. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Hetterscheidt |

Im November rollt der Verkehr zwischen Hetterscheidt und Hofermühle

„Heinz Schemken kämpft seit über 44 Jahren für die A 44“, stellte Peter Beyer den ehemaligen Velberter Bürgermeister und Bundestagsabgeordneten dem neuen Landesverkehrsminister Hendrik Wüst vor. Jetzt arbeitet Peter Beyer an seinem Wiedereinzug in den Bundestag und erhielt Unterstützung aus Düsseldorf.

Insgeheim hätte es dem Wahlkämpfer gefallen, wenn noch vor der Wahl das Autobahnteilstück zwischen Hetterscheidt und Hofermühle fertig geworden wäre. Das wird erst Mitte bis Ende November der Fall sein, wie Olaf Wüllner, der Projektleiter von Straßen NRW mitteilte. „Die Brücke über das Laubecker Tal ist im Großen und Ganzen fertig. Da muss zum Beispiel noch der Spritzschutz montiert werden, damit sind wir Anfang Oktober durch. Auf der Fahrbahn fehlt die letzte Schicht, der Auftrag dafür wird noch in dieser Woche vergeben. Ende des Monats werden wir die entsprechenden Wegweiser aufstellen.“

Durch ein ganzes Sammelsurium an Problemen verzögert

Peter Beyer bezeichnete die Autobahn als „Zukunftsprojekt“, das durch ein ganzes Sammelsurium an Problemen verzögert wurde. Die 9,8 Kilometer kosten deshalb fast eine Viertelmilliarde Euro. „Der Minister Zöpel hat die DÜBODO verhindert“, plauderte Heinz Schemken aus dem Nähkästchen über die Autobahn, die bei der Planung in den 70er-Jahren Düsseldorf mit Bochum und Dortmund verbinden sollten. „Eine sinnvolle Straße, die hätte auch die A 40 im Ruhrgebiet entlastet“, so Schemkens Unverständnis über die Entscheidung des damaligen Landesverkehrsministers. Velberts Ex-Bürgermeister betont die Bedeutung des Anschlusses an die Rheinschiene für die heimische Wirtschaft: „Bei Mercedes werden die Autos zusammengeschraubt, aber hier werden sie gebaut.“

Landrat Thomas Hendele unterstrich die existentielle Bedeutung für die Region durch eine schnelle Verbindung zur Rheinschiene mit der deutlich geringeren Arbeitslosenquote. Der Heiligenhauser Beigeordnete Michael Beck hofft auf eine Entlastung der 23.000 Fahrzeuge, die täglich durch das Straßendorf rollen. Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch mahnte an, dass das anhängige Deckblattverfahren den derzeitigen Bau der A 44 am Kreuz Ratingen-Ost verhindert. „Die Bezirksregierung ist die Engstelle“, weiß Minister Wüst. „Ich werde mich dort noch melden. Politisch sind wir auf Beschleunigung gestellt, obwohl im Zweifel der BUND immer entschlossen ist, zu klagen.“ Generell versprach der Landespolitiker aus dem Münsterland, die Kapazitäten so schnell wie möglich hoch zu fahren. „Wir sind nicht die Betonfraktion, aber wir erledigen, was liegen geblieben ist, denn wir brauchen eine zeitgemäße Infrastruktur.“

Wie die entsteht, ließ sich Hendrik Wüst nach einem kurzen Fußmarsch über die Baustraße nach Westen zeigen. Dort baut die Deges an der Brücke über das Angertal. Hier konnte mit dem Bau begonnen werden, weil die Abwasserfrage im wahrsten Sinne des Wortes geklärt ist, während im östlichen Teilstück die baurechtlichen Fragen bei dem „Deckblattverfahren“ noch erörtert werden.
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