Siegfried Peterburs wird neuer Dezernent

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Mangels geeigneter Bewerber für die Stelle des Technischen Beigeordenten, entscheid sich der Heiligenhauser Rat auf seiner jüngsten Sitzung, Siegfried Peterburs mit der Leitung dieses Bereiches zu beauftragen. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Rathaus |

Heiligenhauser Rat fand eine pragmatische Lösung für die anstehenden Aufgaben

In Heiligenhaus wird es vorerst keinen neuen Technischen Beigeordneten geben. Stattdessen wird Siegfried Peterburs, der bisherige Leiter der Stadtplanung, als Dezernent den Technischen Bereich bis zu seiner Pensionierung in voraussichtlich zwei Jahren leiten.

„Keiner der Kandidaten, die sich uns vorgestellt hatten, wies die Qualifikation auf, die Stadt nach vorne zu bringen“, begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Herre diese Entscheidung, der sich im Wesentlichen auch die SPD und die FDP anschlossen. „Wenn wir nicht handeln, erleiden wir Schaden. Deshalb werden wir Herrn Peterburs in diese Position einweisen“, so Herre zum weiteren Vorgehen.

Angesichts der vielen Themen rund um die Stadterneuerung - Hauptstraße, Kiekert- und Hitzbleckgelände, ehemaliges Haus der Kirche und Gewerbepark Grüner Jäger - sieht auch die FDP die Position des Technischen Beigeordneten als unverzichtbar an. "Für die FDP kommt ein neues Auswahlverfahren nicht in Frage, das laufende Bürgerbegehren zur Abschaffung der Beigeordneten schreckt mögliche Bewerber ab“, stellt Volker Ebel die Position seiner Partei dar. Ein neues Auswahlverfahren kommt für ihn auch nicht in Frage, weil es zu zeitlichen Verzögerungen käme. „Die beste Lösung ist, die Stelle mit dem von uns geschätzten und hoch qualifizierten Herrn Peterburs zu besetzen.“

„Das ist der richtige Schritt, es bedeutet keine Abkehr vom Beigeordneten-Modell“, ergänzte SPD-Fraktionschef Peter Kramer und lobte die schnelle Umsetzung für die anstehenden städtebaulichen Lösungen. Ätzende Kritik kam von der Wahl Alternative Liste (WAHL) und den Grünen, die das Bürgerbegehren zu Abschaffung der Beigeordneten betreiben. Bürgermeister Dr. Jan Heinisch brachte Ruhe in die leicht aufgeregte Debatte und stellte heraus, dass ein gewählter Beigeordneter ein besonderes Vertrauensverhältnis vom Rat genießt. „Wir schulden den Bewerbern eine Antwort, drum schließen wir das Verfahren ab, ohne die Stelle zu besetzen. Nun wird die Position hausintern ausgeschrieben, jemand wechselt von einer Stelle zur anderen, bei der auch der Personalrat eingebunden wird. Die frei werdende Stelle des Stadtplaner wird neu ausgeschrieben.“
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