SPD: Peter Kramer soll Bürgermeister werden

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Der Heiligenhauser SPD-Vorsitzende Ingmar Janssen (links) freut sich, dass seine Partei mit Peter Kramer einen kompetenten Herausforderer für das Amt des Bürgermeisters gefunden hat. Erste Gratulanten waren Bundestagsabgeordnete Kertsin Griese (zweite von links) und Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Rathaus |

Kandidat sieht seine Stärken in der Stadtentwicklung

„Wir als SPD machen den Bürgern ein Angebot, schließlich entscheidet der Wähler, wer Bürgermeister wird“, blickt Ingmar Janssen auf die Wahl am 24. September. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Janssen bezeichnete die FDP als „Steigbügelhalter für die CDU“, weil sie deren Kandidaten unterstützt.

Auf einer Mitgliederversammlung der SPD im Club wurde nun Peter Kramer einstimmig zum Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters bestimmt. „Nach der Landtagswahl ist der Heiligenhauser CDU der Bürgermeister abhanden gekommen. Sie schickt mit dem Beigeordneten Michael Beck einen höchst kompetenten, erfahrenen und respektablen Kandidaten ins Rennen“, lobt Peter Kramer seinen Konkurrenten. „Das klingt nach: Du hast keine Chance – nutze sie!“ Kramer vergleicht es mit dem Fußball: „Es sieht aus wie bei einem Pokalendspiel FC Bayern München gegen den VfL Bochum – jeder weiß, wer Favorit und Außenseiter ist. Doch es entspricht der Mentalität der SPD, für eigene Positionen zu kämpfen“, so Kramer, der überzeugt ist, dass Wettbewerb zu Anstrengungen zwingt, um die Qualität zu verbessern. „Hinzu kommt, dass die SPD immer mehr eine Programmpartei war, die ihre Themen mehr in den Mittelpunkt stellte als dass sie ein Bürgermeister- oder Kanzlerwahlverein war.“

Augenmerk auf Wohnbauprojekte und den Innovationspark Grüner Jäger

„Wahlkampf ist immer eine gute Gelegenheit, die Themen, die einem wichtig sind, ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und etwas für die eigenen Ziele zu bewegen.“ Die Unterstützung der FDP für Michael Beck kam für Kandidat Kramer nicht überraschend, umso mehr freute er sich, dass dies im Thormählen-Park verkündet wurde. „Man lobt die Stadtentwicklung der letzten Jahre und stellt sich dazu in diesen Park als Beispiel für gelungene Stadtentwicklung. Das freut mich ganz besonders, denn dieser Park ist von meinen Kollegen bei NRW.URBAN geplant und gebaut worden, wie der Hefelmannpark auch und die ganze Aufbereitung des ehemaligen Kiekert-Areals.“ Sein Augenmerk möchte Kramer auf notwendige Wohnbauprojekte legen und auf den Innovationspark Grüner Jäger: „Gerade dort kann ich Stärken und Kompetenzen einbringen“, merkte der Kandidat selbstbewusst an und verwies darauf, dass er frühzeitig Mängel an dem Konzept des Einkaufszentrums auf dem Kiekert-Gelände benannte, was schließlich scheiterte.

Erinnerung an Ex-Bürgermeister Hermann Schwarze

Trotz des noch immer brüchigen Haushaltes denkt ein Arbeitskreis über einen Neubau des Hallenbades nach. „Aus meiner Sicht sind die Stadtwerke in der Lage, ein solches Invest zu stemmen, aber das ist eine politische Frage“. Ingmar Janssen erinnerte daran, dass Hermann Schwarze im Jahr 1989 deshalb als bisher einziger Sozialdemokrat in das Amt des Bürgermeisters kam, weil die CDU auf das eigene Trinkwasser verzichten wollte. „Damals verschluckte sich die CDU am Trinkwasser, vielleicht verschluckt sie sich jetzt am Badewasser.“
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