"Quibbern" für die Muskeln

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Mike Lysien vom Reha- und Fitnessstudio Beisenherz erklärt Maren Menke genau, wie die Übung am TRX-Band ausgeführt werden muss. (Foto: Ulrich Bangert)
 
Die TRX-Bänder lassen sich vielfältig einsetzen. (Foto: Ulrich Bangert)
Heiligenhaus: Hauptstraße | Alleine sich zu überwinden und überhaupt Sport zu treiben, ist für viele schon eine große Herausforderung. Noch schwieriger ist es, die einzelnen Übungen so abzustimmen, dass sie keinen Schaden verursachen, also richtig umgesetzt werden, und dabei natürlich den gewünschten Erfolg bringen.

Wer also wissen will, wie es richtig geht, der sollte sich unbedingt Hilfe vom Experten holen. "Das ist besonders wichtig, wenn irgendwelche Erkrankungen oder Beschwerden vorliegen", weiß Mike Lysien, Mitarbeiter im Reha- und Fitnessstudio des Therapiezentrums Beisenherz in Heiligenhaus. Der 24-Jährige weiß genau, wovon er spricht, im vergangenen Jahr schloss er erfolgreich sein Bachelor-Studium mit dem Schwerpunkt "Sport und Gesundheit in Prävention und Therapie" ab.

"Ob Kreuzbandriss oder neue Hüfte, mit den richtigen Übungen lassen sich wieder gezielt Muskeln aufbauen und der Körper wird gestärkt", so Lysien weiter. Im Rahmen der Serie "Der Stadtanzeiger will's wissen" veranschaulichte er deutlich, dass sich nicht jede Übung für jeden Kunden eignet. "Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kunden ein individuellen Trainingsplan zusammengestellt bekommen", hebt auch Ralf Beisenherz, Inhaber des Therapiezentrums sowie des Reha- und Fitnessstudios an der Hauptstraße 177 in Heiligenhaus, hervor. "Und damit keine Fehler unterlaufen und die Übungen richtig und sauber durchgeführt werden, gibt es eine intensive Einführung und Betreuung."

Ganz egal, wie der Trainingsplan auch gestaltet ist, eines ist immer Pflicht: Ein gutes Aufwärmen, um die Muskeln vorzubereiten und die Gelenke zu mobilisieren. Nachdem es für fünf Minuten auf den Cross-Trainer ging, folgt eine kleine Laufeinheit im Trainingsraum. Seilchen, Petsi-Bälle, Matten, Hanteln und weitere Kleingeräte lassen erahnen, das hier so manch einer in Schwitzen kommt.

"Für dich habe ich mir relativ intensive Übungen ausgedacht", kündigt Mike Lysien daraufhin an. "Schließlich sollst du auch gefordert werden." Und der Plan des 24-jährigen Trainers geht auf. Bei Übungen mit den TRX-Bändern werden zunächst die Bauchmuskeln beansprucht. "Die Füße einfach in die Schlaufen, dann auf die Arme stützen, wie du es von Liegestützen kennst. Und schließlich ziehst du deine Knie an", lautet die Anweisung. Schnell schießt das Blut in den Kopf, die Muskeln beginnen zu zittern, doch der Ehrgeiz siegt und die drei Sätze á 15 Wiederholungen werden gewissenhaft umgesetzt.
Was folgt, ist alles andere als erholsam. Mit einem kurzen Tubeband (Gummiband), das um die Oberschenkel gelegt wird, werden schnelle Beinbewegungen auf der Stelle gemacht. "Das Ganze kommt aus dem Basketball und nennt sich ,Quibbern'. Damit wird die Oberschenkel- und die Gesäßmuskulatur gestärkt."

Ausführliche Anweisungen und Erläuterungen helfen dabei, zu verstehen, welchen Effekt die Sportübungen genau haben und warum gerade sie sich so gut eignet. So ist es auch beim abschließenden Einsatz der Blackroll beziehungsweise Faszien-Rolle. "Als Faszien bezeichnet man das faserige Bindegewebe an den Muskeln", informiert Mike Lysien. "Durch den Einsatz der Rolle verhindern wir, dass diese fasern verkleben."

Schließlich sind alle Kraftreserven aufgebraucht und das Training gemeistert. Am folgenden Tag ist außerdem deutlich zu spüren, welche Muskeln gefordert wurden.
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