Musikschule Hemer und VHS feierlich und mit Tag der offenen Tür eröffnet

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Immer wieder gab es kleine musikalische Ständchen.
 
Die Kiddy's Corner Band sorgte trotz des regnerischen Wetters für gute Laune vor allem bei den jungen Besuchern.

Die Musikschule Hemer und die VHS Menden-Hemer-Balve sind seit Samstag endgültig an ihrem neuen Standort in direkter Nachbarschaft zum Sauerlandpark angekommen.

"Ja, die Musikschule ist hier genau richtig", betonte am Morgen Bürgermeister Michael Esken zunächst vor rund 70 geladenen Gästen bei der feierlichen Eröffnung am Nelkenweg 5, "das bedeutet hier und heute einen echten Meilenstein." Nach der notwendigen, rund eineinhalb Jahre dauernden und rund 1,3 Millionen teuren Naphthalin-Sanierung des Gebäudes, haben am neuen Standort ab sofort 24 Lehrkräfte und 795 Musikschüler zwischen dreieinhalb und 79 Jahren ihr neues Zuhause gefunden. Die jahrzehntelange enorme Qualitätsarbeit belägen unter anderem der Musikprofessor Martin Herchenröder oder der bekannte Komponist hypermoderner Musik, Enno Poppe sowie etliche weitere ehemalige Musikschüler, die inzwischen bundesweit Karriere gemacht hätten. "Der fiktive Sachwert der Musikschule liegt bei 350.000 Euro, aber die Menschen, die Musiklehrer dort sind eben kein Sachwert, sondern unbezahlbar, so Esken weiter. Am Ende seiner Rede betonte Hemers Bürgermeister nochmals, das die Stadt Hemer auch wweiterhin zur Musikschule und der VHS stehe. "Betrachten Sie dies als ein Invest in ihre und unsere Zukunft."
Anschließend betonte VHS-Leiter Achim Puhl: "Dies ist ein Quantensprung für das Miteinander der Einrichtungen." Er freue sich aus Sicht der VHS, dass durch das "Schicksal" der Naphthalinbelastung die Volkshochschule zukünftig gleich zwei Aushängeschilder in Menden und Hemer habe.

Mit Pauken und Trompeten auf gute Nachbarschaft


Danach ergriff Musikschulleiter Martin Niedzwiecki das Wort: "Die Musikschule ist begeistert!" Der Umzug habe mit Ausnahme einer gequetschten Hand und eines ausgerenkten Rückenwirbels prima geklappt. Dann blickte der Musikschulpädagoge aber auch schon wieder in die Zukunft. Vor dem Hintergrund der immer größer werdenden städtischen Sparzwänge bemerkte Niedzwiecki: "Hemer wird auch in Zukunft auf eine gut funktionierende Musikschule angewiesen sein." Zwar seien kulturelle Einrichtungen wie Stadtbücherei oder Musikschule eine freiwillige Leistung, aber zwingend erforderlich für eine weitere Standortattraktivierung der Stadt Hemer. Und weiter: "Der Mehrwert der Musikschule lässt sich leider nicht in Euro und Cent berechnen. Sonst wären wir längst aus dem Schneider."

"Kulturelle Einrichtungen sind eine freiwillige Leistung aber zwingend erforderlich"


Als letzter Redner vor dem folgenden Sektempfang wies Fördervereinsvorsitzender Dr. Ulrich Fricke nochmals darauf hin, dass der Verein den Umzug mit rund 50.000 Euro für Schränke, Notenpulte, Unterrichtsmaterial und vielem mehr, aber auch mit enormer "Manpower" unterstützt habe. "Das geht aber alles nur, wenn der Verein aktiv und lebendig bleibt.". Deshhalb startete der Förderverein am Eröffnungstag auch gleich eine neue Initiative zur Mitgliedergewinnung.
Nach der öffiziellen Eröffnung am Vormittag folgte dann am Nachmittag noch ein Tag der offenen Tür, wo sich beide Einrichtungen mit den neuen Räumen und vielen Mitmachaktionen, Schnupperunterricht, Vorführungen und einer Quiz-Rallye jungen und alten Besuchern vorstellten. Leider hatte Petrus kein Einsehen mit den Organisatoren, so dass Stände und die Aufführungen auf der Kaja-Bühne (u.a. die Kiddy's Corner Band, die Projektchöre der Grundschulen, die Kulturstrolche sowie die Bigband der Iserlohner Gesamtschule "JazZination") unter dem regnerischen Wetter litten. Umso größer war aber das Interesse im trockenen Musikschul-/VHS-Gebäude, wo sich hunderte Besucher den ganzen Nachmittag über die verschiedenen Angebote der VHS informierten oder das ein oder andere Instrument bei den Lehrern der Musikschule ausprobierten.
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