Neue Wege gehen für den Nachwuchs

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Markus Heuel, Leiter der Feuerwehr.
 
Im Saal der Rettungswache in Westig waren neben Mitgliedern der Feuerwehr Hemer auch Vertreter aus der Politik unter den Gästen beim Jahresrückblick der Freiwilligen Feuerwehr Hemer.
Es war im Gegensatz zu vergangenen Jahren ein doch eher ruhiges für die Feuerwehr Hemer. Große Brandereignisse und Naturkatastrophen blieben aus, laut Markus Heuel, Leiter der Feuwehr.
Die Freiwillige Feuerwehr Hemer hatte zum traditionellen Jahresrückblick in den Saal der Feuerwache in Westig eingeladen. Begrüßen konnte Markus Heuel auch Vertreter aus der Politik, darunter die stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Camminadi und Hans Schmöle.
„Im Bereich Brandschutz und Hilfeleistung können wir auf ein ruhiges Jahr zurückblicken. Hemer wurde nicht von größeren Brandereignissen heimgesucht“, so Markus Heuel. In 2012 hat es 57 Brände gegeben, 15 weniger als im Jahr 2011. Rückläufig sind auch die Zahlen der Alarmierungen (blinde oder böswillige). Insgesamt waren es 132, im Vorjahr 167. Der größte Brand ereignete sich in 2012 an Karsamstag in der Mendener Straße.
Mit 29 Kräften unterwegs und 348 Einsatzstunden war die Feuerwehr im August 2012 beim Unheilig-Konzert am Sauerlandpark. Hilfeleistungen aufgrund von Sturm und Hochwasser hat es 351 gegeben, 33 weniger als in 2011.
Die Zahl der Krankentransporte und Rettungsdienste ist in diesem Jahr mit insgesamt 5662 um 742 angestiegen. Markus Heuel: „Die stark angestiegenen Rettungseinsätze erwecken den Eindruck, dass sich die Bürger Hemers keiner guten Gesundheit erfreut haben. Dieser Eindruck täuscht.“ Denn wegen der Änderungen bezüglich des Rettungsdienstbedarfsplanes des Märkischen Kreises und einer Ausdehnung der Besetzeiten des zweiten Rettungswagen, sei diese Zahl angestiegen. 168 Stunden pro Woche steht das Fahrzeug zur Verfügung. „Dieses Mehr an Sicherheit hat dazu geführt, dass wir weniger auf die Hilfe der Nachbarstädte zurückgreifen mussten“, begründetet Heuel.
Einen rückläufigen Trend hingegen gibt es im Bereich Personal. Die Zahl derer im aktiven Ehrenamt hat sich um elf verringert. Im Dienst sind aktuell 268. Beim Nachwuchs der Jugendfeuerwehr sinken die Zahlen ebenfalls: vier Mitglieder weniger als im Vorjahr. Aktiv sind hier 38 Mädchen und Jungen. Heuel: „Wir müssen neue Wege finden und gehen, um auch künftig genügend Personal für unsere Aufgabe zur Verfügung zu haben. Die Änderungen im Freizeitverhalten der Gesellschaft und der demografische Wandel werden hier uns noch einiges abverlangen.“
Aufgrund der höheren Besetztzeiten im Rettungsdienst gibt es drei zusätzliche hauptamtlich Angestellte. Insgesamt sind 56 Mitarbeiter an der Feuer- und Rettungswache.
In diesem Jahr konnte der ersehnte Neubau des Gerätehauses Landhausen im August übergeben werden. Ein neuer KTW konnte kurz vor Weihnachten übernommen werden, der im Januar 2013 in Betrieb gehen wird. Weitere geplante Anschaffungen sind: TLF 3000 (Löschgruppe Ihmert), GW Logistik (Löschgruppe Becke), ELW1, (LZ Nord) und NEF (Wache).
Markus Heuel abschließend: „Auf ruhige Jahre werden sicherlich auch wieder ereignisreiche für uns folgen. Wollen wir hoffen, dass die Bürger Hemers auch im kommenden Jahr von Brandereignissen, Unfällen und Naturkatastrophen weitgehend verschont bleiben.“
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