Polizei: "Gerüchtesituation durch facebook noch verstärkt"

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(Foto: Polizei Mettmann)
Folgende Pressemeldung erreichte die Redaktion: In den Wochen vor und nach den Pfingstfeiertagen gingen Informationen wie ein Lauffeuer durch Hemer, dass im Ortsteil Stübecken zwei verdächtige dunkelhäutige Männer in Erscheinung getreten seien. Sie sollen an einer Bushaltestelle nahe einer Grundschule ein Kind angesprochen haben und angeblich versucht haben, dieses in ein dunkles Fahrzeug mit ausländischen Kennzeichen zu ziehen. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und führte umgehend intensive Nachforschungen durch. In der Woche nach Pfingsten wurde eine weitere Meldung polizeilich protokolliert. Ein Kind hatte auffallend ähnlich geschildert, auf dem Heimweg von der Schule von einem dunkelhäutigen Mann verfolgt worden zu sein, jedoch an ganz anderer Stelle. Als das Kind weglief, habe der Mann die Verfolgung aufgegeben.

Aktueller Stand: Kein Grund zur Besorgnis

Aufgrund der Zeugenangaben und der kursierenden Informationen wurden durch die Polizeiwache Hemer und durch das Kriminalkommissariat 11 Iserlohn unverzüglich aufwändige Maßnahmen in Gang gesetzt. Um der Sachlage und eventuellen Gefahren auf den Grund zu gehen, erfolgten nicht nur aufwändige Ermittlungen, sondern auch eine deutlich verstärkte Polizeipräsenz im genannten Bereich sowie zielgerichtete Recherchen vor Ort.
Nach derzeitigem Stand der polizeilichen Erkenntnisse hat ganz offensichtlich eine nicht hilfreiche "Gerüchteküche" erhebliche Besorgnisse ausgelöst. Durch Veröffentlichungen über die Internetplattform "Facebook" wurde die Gerüchtesituation dadurch noch verstärkt. Die Schilderung eines meldenden Kindes gipfelte letztlich in der abenteuerlichen Behauptung, die Polizei habe mittlerweile einen dunkelhäutigen Täter festgenommen. Dies traf jedoch nicht zu, weil es dazu keinerlei Gründe gab.
Aufgrund der massiven Gerüchte waren auch die Sorgen von Eltern nur allzu verständlich. Glücklicherweise kann jetzt "Entwarnung" gegeben werden. Nach aktuellem Stand der Erkenntnisse besteht kein erkennbarer Grund zur Besorgnis.
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